Jugendlicher bei Fußballschlägerei lebensgefährlich verletzt
Auf diesem Fußballplatz im Frankfurter Stadtteil Eckenheim passiert am Pfingst-Wochenende das Unfassbare. Bei einem internationalen Jugendturnier von Viktoria Preußen soll es eigentlich um Tore und Pokale gehen, dann aber prügeln sich zwei Mannschaften aus Frankreich und Berlin. Ein 15-jähriger Berliner wird dabei schwer verletzt.
Carsten Praeg, Reporter
„Das Opfer soll nach Schlägen gegen Hals und Kopf zu Boden gegangen sein. Alarmierte Rettungskräfte bringen den Jugendlichen sofort in ein nahegelegenes Krankenhaus, dort stellen die Ärzte lebensbedrohliche Hirnverletzungen fest. Inzwischen ist von Hirntod die Rede.“
Laut Staatsanwaltschaft Frankfurt halten Maschinen den 15-Jährigen noch am Leben. Die Polizei nimmt den mutmaßlichen Täter, einen 16-jährigen Franzosen, noch vor Ort fest. Inzwischen hat eine Haftrichterin für ihn Untersuchungshaft angeordnet. Wie es nach dem Abpfiff des Spiels zwischen dem JFC Berlin und dem FC Metz zu dem Tumult kam, ist bislang nicht bekannt. Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise. Turnierausrichter Viktoria Preußen möchte sich heute nicht äußern, der Hessische Fußball-Verband zeigt sich über den Vorfall entsetzt.
Hessischer Fußball-Verband (Texttafel)
„Wir sind schockiert darüber, dass ein Jugendlicher durch Gewalt auf einem hessischen Fußballplatz um sein Leben kämpft. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen des Jungen.“
Das Turnier auf dem Platz von Viktoria Preußen war Teil des bundesweiten „Germany Cups“, bei dem in zwölf Städten Jugendteams aus 17 Ländern mitspielen. In den vergangenen zehn Jahren haben insgesamt über 2.000 Mannschaften teilgenommen. Für einen Jugendlichen endet das Fußball-Wochenende nun möglicherweise tödlich.









