Weitere Nachrichten im Überblick
Anmoderation:
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat heute mit den Gesundheitsministern der Länder über die geplante Klinikreform beraten. Sie soll unter anderem dazu führen, dass kleinere Krankenhäuser keine komplizierten Operationen mehr durchführen müssen, um wirtschaftlich zu überleben. Stattdessen sollen sie Geld dafür bekommen, dass sie zum Beispiel eine bestimmte Zahl von Mitarbeitern in Bereitschaft halten. Und damit kommen wir zu weiteren kurzen Nachrichten:
Geldstrafe für Ex-Bürgermeister
Im Berufungsprozess wegen des Todes dreier Kinder in einem Dorfteich im hessischen Neukirchen hat das Landgericht Marburg heute den ehemaligen Bürgermeister zu einer Geldstrafe von 14.400 Euro verurteilt. Der 65-jährige Angeklagte habe es versäumt, das rutschige Ufer des Teichs absichern zu lassen, in dem die drei Geschwister 2016 ertrunken waren. Er habe sich deshalb der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen schuldig gemacht. Zuvor hatte das Amtsgericht Schwalmstadt den ehemaligen Bürgermeister zu einer geringeren Geldstrafe verurteilt. Doch dagegen hatten er und die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt.
Milliarden-Minus für Wintershall
Der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea mit Sitz in Kassel ist im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand ein Verlust von rund 4,8 Milliarden Euro. Grund dafür ist vor allem das Aus für das Russland-Geschäft des Konzerns. Wintershall Dea zieht sich vollständig aus dem Land zurück. Nach Angaben des Unternehmens hat der russische Staat seine dortigen Beteiligungen faktisch enteignet. Die BASF-Tochter will künftig außerhalb Russlands wachsen.
Jüdische Kritik an documenta ignoriert
Der Antisemitismus-Eklat auf der documenta fifteen in Kassel hat bei Juden einen nachhaltigen Vertrauensverlust verursacht. Das hat eine Analyse der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen ergeben. Die Kritik von jüdischen Institutionen sei als bloße Befindlichkeit abgetan oder nicht beachtet worden. Auf der documenta fifteen wurden vier Werke gezeigt, die von einem Expertengremium als antisemitisch eingestuft wurden.
Galeria-Standorte erhalten
Die rheinland-pfälzische Landesregierung will sich dafür einsetzen, dass möglichst viele Standorte der insolventen Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof im Land erhalten bleiben. Wie Arbeitsminister Alexander Schweitzer heute mitteilte, seien die Möglichkeiten der Politik angesichts unternehmerischer Entscheidungen aber begrenzt. Nach Angaben des Handelsverbands Südwest würden die Kaufhäuser Kunden in die Städte locken, die dann auch bei anderen Einzelhändlern einkauften.
Abmoderation:
Eine Frau ist heute morgen in Sembach im Kreis Kaiserslautern Opfer eines Tötungsdelikts geworden. Wie die Polizei mitteilte, wurde um acht Uhr ein Verkehrsunfall gemeldet. Als die Helfer vor Ort ankamen, stellten sie fest, dass sich in einem Auto eine 48-jährige Frau befand, deren Körper mehrere Einschusswunden aufwies. Die Polizei geht davon aus, dass das Opfer von ihrem 57-jährigen Ehemann erschossen wurde. Die Beamten konnten ihn kurze Zeit später in einem Wohnhaus in Sembach festnehmen.









