Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Weitere Nachrichten im Überblick

Feb. 15, 2023

Demo gegen Gesundheitspolitik — Türkischer Konzern soll Einstieg beim Flughafen Hahn planen — Unfall auf Zebrastreifen wird neu verhandelt
Anmoderation:
Im Zusammenhang mit dem Skandal um die Arbeiter-Wohlfahrt hat das Amtsgericht Wiesbaden heute den früheren CDU-Stadtverordneten Wolfgang G. wegen Anstiftung zur Untreue zu einer Geldstrafe von 14.250 Euro verurteilt. Der Richter sieht es als erwiesen an, dass er seiner Tochter bei der Arbeiter-Wohlfahrt Wiesbaden eine bezahlte Stelle verschaffte, ohne dass sie dafür arbeiten musste. Die Tochter erhielt wegen Beihilfe zur Untreue eine Geldstrafe von 3.750 Euro und muss außerdem rund 53.000 Euro Gehalt zurückbezahlen. Und damit kommen wir zu weiteren kurzen Nachrichten:
Demo gegen Gesundheitspolitik
Hunderte niedergelassene Ärzte aus ganz Hessen haben sich heute in Frankfurt zu einer Protestkundgebung versammelt. Zusätzlich blieben landesweit zahlreiche Praxen geschlossen. Die Ärzte kritisieren seit Monaten die aktuelle Gesundheitspolitik. Sie fordern unter anderem ein angemessenes Honorar für ihre Leistungen und einen Inflationsausgleich.
Jan Henniger, Berufsverband der niedergelassenen Chirurgen Deutschland:
„Wir finden keine Nachfolger mehr im ambulanten Bereich, weil unsere Praxen im Prinzip nicht mehr interessant für die Leute sind. Junge Medizinstudenten wollen mittlerweile nicht mehr in die Praxis gehen. Und wir müssen irgendwie die Möglichkeit schaffen, dass sie das weiterhin machen, um halt die Versorgung für die Zukunft weiterhin zu schaffen. Und deshalb sind wir hier.“
Weitere Protestaktionen sollen folgen.
Türkischer Konzern soll Einstieg planen
In den Verkaufsverhandlungen für den insolventen Flughafen Hahn soll laut Medienberichten ein türkischer Flughafenbetreiber eine Finanzierungszusage gemacht haben. Er habe nachgewiesen, dass er über 130 Millionen Euro verfüge und soll Gespräche mit dem ausgeschiedenen Bieter Swift Conjoy über einen finanziellen Einstieg geführt haben. Das Unternehmen aus Frankfurt hatte zunächst den Zuschlag für den Flughafen bekommen, den Kaufpreis aber nie gezahlt. Das Geld könnte jetzt von dem türkischen Konzern kommen. Der Insolvenzverwalter verhandelt derzeit mit zwei anderen Bietern. Im Fall des russischen Nürburgringbesitzers prüft das Bundesverkehrsministerium, ob der Hahn an ihn verkauft werden darf. Zweiter Bieter ist eine Mainzer Immobilienfirma.
Unfall auf Zebrastreifen wird neu verhandelt
Rund siebeneinhalb Jahre nach einem tödlichen Verkehrsunfall im hessischen Kriftel muss sich der mutmaßliche Verursacher ab heute erneut vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Es hatte 2018 den heute 33Jährigen zu einer Haftstrafe wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt. Dagegen hatte die Staatsanwaltschaft erfolgreich Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt. Sie wirft dem Autofahrer vorsätzlichen Totschlag vor. Er soll 2015 absichtlich auf ein Pärchen zugefahren zu sein, das auf einem Zebrastreifen stand und sich küsste. Dabei überfuhr er die Frau und verletzte sie tödlich. Ihr Begleiter konnte sich retten.
 
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