OB-Wahl in Mainz – Kandidaten von CDU und SPD scheitern
Mainz sucht ein neues Stadtoberhaupt – und ist dem gestern ein gutes Stück näher gekommen. Nachdem der ehemalige Oberbürgermeister Michael Ebling von der SPD im Herbst ins rheinland-pfälzische Innenministerium gewechselt ist, haben sich sieben Kandidaten zur Wahl gestellt. Das Ergebnis des ersten Wahlgangs ist eindeutig: Die Grünen machen das Rennen gegen SPD und CDU und ziehen in die Stichwahl ein. Der Sieger des Abends aber ist jemand anderes.
Schon früh am Abend wird hier gefeiert. Schon früh zeichnet sich ab: Der parteilose Nino Haase kommt bei den Mainzern am besten an. Mehr als vierzig Prozent der Stimmen entfallen auf ihn – ein Wahnsinnserfolg für den 39-Jährigen und sein Wahlkampfteam.
Nino Haase, parteilos, Oberbürgermeisterkandidat Mainz
„Das ist für Mainz, glaube ich, sogar echt ein historischer Tag. Wir sind noch nicht am Ende, das ist klar, das ist der erste Wahlgang. Vierzig Prozent sind aber eine Hausnummer. Und jetzt geben wir noch drei Wochen richtig Gas. Und ich möchte eine richtig breite Mehrheit hier in Mainz erzielen. Und ich möchte ein Direktmandat erzielen, wo die Menschen auch sagen, wo auch alle anderen in der Stadt wissen: Wir haben hier einen Oberbürgermeister, der überparteilich agieren soll.“
In die Stichwahl folgt ihm, mit gebührendem Abstand, Christian Viering von den Grünen. 21,5 Prozent der Mainzer kann er überzeugen.
Christian Viering, Bündnis 90 / Die Grünen, Oberbürgermeisterkandidat Mainz
„Ich freue mich über das Ergebnis. Und wir haben jetzt nochmal drei Wochen Verlängerung bekommen und werden die drei Wochen jetzt nutzen, um so viele Menschen wie möglich nochmal zu mobilisieren und auch zu überzeugen.“
Haase und Viering sind die beiden Gewinner des Abends. Ein enttäuschendes Ergebnis dagegen fahren die Kandidatinnen von CDU und SPD ein. Mit gerade einmal 13,4 – beziehungsweise 13,3 Prozent der Stimmen haben sie gestern keine Chance, genau wie die drei anderen Bewerber.
Vor allem die Sozialdemokraten hatten sich mehr erhofft. 74 Jahre lang war das Oberbürgermeisteramt fest in roter Hand. Mareike von Jungenfeld aber konnte die Wähler nicht von sich überzeugen.
Mareike von Jungenfeld, SPD, Oberbürgermeisterkandidatin Mainz
„Das ist ein bitterer Abend. Ich bin auch persönlich ein bisschen enttäuscht, weil natürlich hätten wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht. Da werden wir uns die nächsten Tage wirklich die nötige Zeit nehmen, um mal genau draufzugucken, was die Gründe waren.“
Eine Ära ist zu Ende gegangen. Mit Jockel Fuchs, Herman-Hartmut Weyel, Jens Beutel und zuletzt Michael Ebling konnte die Mainzer SPD in den letzten Jahrzehnten viele souveräne Wahlerfolge feiern.
Michael Ebling, SPD, ehemaliger Oberbürgermeister Mainz
„Aber es gibt auch keine Abonnements auf öffentliche Ämter, sondern es wird immer wieder gewählt und – das kann ich aus eigener Erfahrung sagen – es muss immer wieder neu auch errungen werden. Das hat nicht sollen sein.“
Auch für Manuela Matz von der CDU hat es nicht sollen sein. Noch bei der letzten Oberbürgermeisterwahl vor knapp vier Jahren hat ihre Partei den auch damals parteilos kandidierenden Nino Haase unterstützt. Das wird ihr jetzt zum Verhängnis.
Manuela Matz, CDU, Oberbürgermeisterkandidatin Mainz
„Ich glaube natürlich, dass der parteilose Kandidat viele Stimmen dann auch abgeworben hat von der CDU, aber auch von anderen Parteien. Und das wird natürlich auch bei mir eine Rolle gespielt haben, weil wir auch ja im letzten Wahlkampf ihn unterstützt haben. Ich glaube, das war der Grund.“
Eine Frau an der Mainzer Stadtspitze wird es also auch künftig erst mal nicht geben,das steht fest. Offen allerdings ist, wer die Stichwahl am 5. März für sich entscheidet und sich dann für acht Jahre Oberbürgermeister der Stadt Mainz nennen darf.
Schon früh am Abend wird hier gefeiert. Schon früh zeichnet sich ab: Der parteilose Nino Haase kommt bei den Mainzern am besten an. Mehr als vierzig Prozent der Stimmen entfallen auf ihn – ein Wahnsinnserfolg für den 39-Jährigen und sein Wahlkampfteam.
Nino Haase, parteilos, Oberbürgermeisterkandidat Mainz
„Das ist für Mainz, glaube ich, sogar echt ein historischer Tag. Wir sind noch nicht am Ende, das ist klar, das ist der erste Wahlgang. Vierzig Prozent sind aber eine Hausnummer. Und jetzt geben wir noch drei Wochen richtig Gas. Und ich möchte eine richtig breite Mehrheit hier in Mainz erzielen. Und ich möchte ein Direktmandat erzielen, wo die Menschen auch sagen, wo auch alle anderen in der Stadt wissen: Wir haben hier einen Oberbürgermeister, der überparteilich agieren soll.“
In die Stichwahl folgt ihm, mit gebührendem Abstand, Christian Viering von den Grünen. 21,5 Prozent der Mainzer kann er überzeugen.
Christian Viering, Bündnis 90 / Die Grünen, Oberbürgermeisterkandidat Mainz
„Ich freue mich über das Ergebnis. Und wir haben jetzt nochmal drei Wochen Verlängerung bekommen und werden die drei Wochen jetzt nutzen, um so viele Menschen wie möglich nochmal zu mobilisieren und auch zu überzeugen.“
Haase und Viering sind die beiden Gewinner des Abends. Ein enttäuschendes Ergebnis dagegen fahren die Kandidatinnen von CDU und SPD ein. Mit gerade einmal 13,4 – beziehungsweise 13,3 Prozent der Stimmen haben sie gestern keine Chance, genau wie die drei anderen Bewerber.
Vor allem die Sozialdemokraten hatten sich mehr erhofft. 74 Jahre lang war das Oberbürgermeisteramt fest in roter Hand. Mareike von Jungenfeld aber konnte die Wähler nicht von sich überzeugen.
Mareike von Jungenfeld, SPD, Oberbürgermeisterkandidatin Mainz
„Das ist ein bitterer Abend. Ich bin auch persönlich ein bisschen enttäuscht, weil natürlich hätten wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht. Da werden wir uns die nächsten Tage wirklich die nötige Zeit nehmen, um mal genau draufzugucken, was die Gründe waren.“
Eine Ära ist zu Ende gegangen. Mit Jockel Fuchs, Herman-Hartmut Weyel, Jens Beutel und zuletzt Michael Ebling konnte die Mainzer SPD in den letzten Jahrzehnten viele souveräne Wahlerfolge feiern.
Michael Ebling, SPD, ehemaliger Oberbürgermeister Mainz
„Aber es gibt auch keine Abonnements auf öffentliche Ämter, sondern es wird immer wieder gewählt und – das kann ich aus eigener Erfahrung sagen – es muss immer wieder neu auch errungen werden. Das hat nicht sollen sein.“
Auch für Manuela Matz von der CDU hat es nicht sollen sein. Noch bei der letzten Oberbürgermeisterwahl vor knapp vier Jahren hat ihre Partei den auch damals parteilos kandidierenden Nino Haase unterstützt. Das wird ihr jetzt zum Verhängnis.
Manuela Matz, CDU, Oberbürgermeisterkandidatin Mainz
„Ich glaube natürlich, dass der parteilose Kandidat viele Stimmen dann auch abgeworben hat von der CDU, aber auch von anderen Parteien. Und das wird natürlich auch bei mir eine Rolle gespielt haben, weil wir auch ja im letzten Wahlkampf ihn unterstützt haben. Ich glaube, das war der Grund.“
Eine Frau an der Mainzer Stadtspitze wird es also auch künftig erst mal nicht geben,das steht fest. Offen allerdings ist, wer die Stichwahl am 5. März für sich entscheidet und sich dann für acht Jahre Oberbürgermeister der Stadt Mainz nennen darf.









