Prozessauftakt – Zwei Tote bei Messerangriff in Ludwigshafen
Es war eine Tat, die vor gut vier Monaten ein bundesweites Echo auslöste. Ein Mann attackiert in Ludwigshafen-Oggersheim Passanten mit einem Messer und tötet dabei zwei Personen. Der mutmaßliche Täter, ein 26 Jahre alter Somalier, steht deshalb seit heute vor dem Landgericht in Frankenthal.
Zweifacher Mord, versuchter Mord sowie gefährliche Körperverletzung, das wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten Liban M. vor. Die Männer, die er mit einem 20 Zentimeter langen Messer angegriffen habe, soll der Somalier nicht gekannt haben.
Im Oktober vergangenen Jahres soll er auf der Straße unvermittelt auf Jonas Sprengart eingestochen haben. Als Jonas’Kollege ihn davon abhalten will, soll er auch ihn angegriffen haben. Liban M. soll danach weiter auf sein erstes Opfer eingestochen und ihm schließlich den rechten Unterarm abgetrennt haben. Jonas verstirbt noch am Tatort, das zweite Opfer stirbt später im Krankenhaus. Der Somalier soll den abgetrennten Arm anschließend auf den Balkon seiner ehemaligen Lebensgefährtin geworfen haben.
Eine schreckliche Tat, die für die Familien der Opfer kaum zu ertragen ist. Der Vater von Jonas blickt dem Angeklagten vor Gericht heute zum ersten Mal ins Gesicht:
Kurt Sprengart, Vater des Getöteten Jonas
„Ich erwarte eine gerechte Strafe. Ich weiß ja nicht,was auf mich zukommt da drin. Es kann ja sein, dass der Täter mich auslacht oder irgendwelche Gesten macht. Ich weiß nicht, wie ich dann reagiere, aber das ist halt der Moment, wo ich ein bisschen Angst habe.“
Im Anschluss an diese Bluttat soll der Angeklagte in einem Drogeriemarkt einen Kunden mit dem Messer attackiert haben. Marcel K. überlebt nur dank einer Notoperation.
Heute tritt er als Nebenkläger im Prozess auf:
Philipp Moritz Hug, Anwalt von Marcel K.
„Er weiß nicht mehr besonders viel davon. Er hat zwar was dazu gesagt, aber hat natürlich danach, durch das, was alles danach passiert ist, hat er keine richtige Erinnerung mehr. Es hätte niemand diesen Angriff verhindern können. Das war völlig unvorhersehbar. Er stand an der Kasse, sie haben sich kurz unterhalten, er geht weiter und dann ist eigentlich die Situation schon zu Ende. Es gab keinen Streit oder irgendwas und dann kommt einfach unvermittelt dieser Stich.“
Das mögliche Motiv des Angeklagten: Eifersucht.
Britta Hoth, Gerichtssprecherin Frankenthal
„Der Angeklagte soll die Taten aus Wut und Eifersucht begangen haben, weil seine ehemalige Lebensgefährtin ihn verlassen hat und er der festen Überzeugung war, dass sie einen neuen Partner hat. Und seine Opfer soll er sich dann zufällig ausgesucht haben. Wobei es ihm darauf angekommen sei, oder er besonders darauf geachtet habe, junge Männer sich auszusuchen.“
Vor Gericht schildert der Angeklagte heute, dass der Nachbar seiner Frau gedroht haben soll, sie ihm wegzuschnappen und sie zu vergewaltigen. Als er die beiden Männer auf der Straße gesehen habe, habe er sie für die Nachbarn seiner Frau gehalten und sie angegriffen. Es sei ihm egal gewesen ob sie sterben.
Maike Dickhaus, Reporterin
„Es sind einige bemerkenswerte Aussagen, die Liban M. heute vor Gericht tätigt. Er sei sehr gläubig, betont er immer wieder. Was Gott wolle, das werde auch passieren, und dass er niemandem fürchte – nur Gott. Während seiner Aussage wirkt Liban M. wach und präsent. Fast so, als würde er sich freuen, endlich seine Geschichte erzählen zu dürfen. Zwischendurch schmunzelt er immer wieder amüsiert. Sonst bleibt er emotionslos.“
Kurt Sprengart, Vater des Getöteten Jonas
„Ein Monster ist das! Empfinde ich so. Der Mensch, der hat ja gar kein Gewissen. Der hat überhaupt kein Feingefühl für andere Mitmenschen. Der Tod ist für ihn gar nix. Und so hat er auch die Leute abgeschlachtet.“
Auch die psychische Verfassung des Täters soll im Laufe des Prozesses geklärt werden. Er selbst erklärt heute, nicht verrückt zu sein. Im Falle einer Verurteilung droht Liban M. eine lebenslange Haftstrafe.
Zweifacher Mord, versuchter Mord sowie gefährliche Körperverletzung, das wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten Liban M. vor. Die Männer, die er mit einem 20 Zentimeter langen Messer angegriffen habe, soll der Somalier nicht gekannt haben.
Im Oktober vergangenen Jahres soll er auf der Straße unvermittelt auf Jonas Sprengart eingestochen haben. Als Jonas’Kollege ihn davon abhalten will, soll er auch ihn angegriffen haben. Liban M. soll danach weiter auf sein erstes Opfer eingestochen und ihm schließlich den rechten Unterarm abgetrennt haben. Jonas verstirbt noch am Tatort, das zweite Opfer stirbt später im Krankenhaus. Der Somalier soll den abgetrennten Arm anschließend auf den Balkon seiner ehemaligen Lebensgefährtin geworfen haben.
Eine schreckliche Tat, die für die Familien der Opfer kaum zu ertragen ist. Der Vater von Jonas blickt dem Angeklagten vor Gericht heute zum ersten Mal ins Gesicht:
Kurt Sprengart, Vater des Getöteten Jonas
„Ich erwarte eine gerechte Strafe. Ich weiß ja nicht,was auf mich zukommt da drin. Es kann ja sein, dass der Täter mich auslacht oder irgendwelche Gesten macht. Ich weiß nicht, wie ich dann reagiere, aber das ist halt der Moment, wo ich ein bisschen Angst habe.“
Im Anschluss an diese Bluttat soll der Angeklagte in einem Drogeriemarkt einen Kunden mit dem Messer attackiert haben. Marcel K. überlebt nur dank einer Notoperation.
Heute tritt er als Nebenkläger im Prozess auf:
Philipp Moritz Hug, Anwalt von Marcel K.
„Er weiß nicht mehr besonders viel davon. Er hat zwar was dazu gesagt, aber hat natürlich danach, durch das, was alles danach passiert ist, hat er keine richtige Erinnerung mehr. Es hätte niemand diesen Angriff verhindern können. Das war völlig unvorhersehbar. Er stand an der Kasse, sie haben sich kurz unterhalten, er geht weiter und dann ist eigentlich die Situation schon zu Ende. Es gab keinen Streit oder irgendwas und dann kommt einfach unvermittelt dieser Stich.“
Das mögliche Motiv des Angeklagten: Eifersucht.
Britta Hoth, Gerichtssprecherin Frankenthal
„Der Angeklagte soll die Taten aus Wut und Eifersucht begangen haben, weil seine ehemalige Lebensgefährtin ihn verlassen hat und er der festen Überzeugung war, dass sie einen neuen Partner hat. Und seine Opfer soll er sich dann zufällig ausgesucht haben. Wobei es ihm darauf angekommen sei, oder er besonders darauf geachtet habe, junge Männer sich auszusuchen.“
Vor Gericht schildert der Angeklagte heute, dass der Nachbar seiner Frau gedroht haben soll, sie ihm wegzuschnappen und sie zu vergewaltigen. Als er die beiden Männer auf der Straße gesehen habe, habe er sie für die Nachbarn seiner Frau gehalten und sie angegriffen. Es sei ihm egal gewesen ob sie sterben.
Maike Dickhaus, Reporterin
„Es sind einige bemerkenswerte Aussagen, die Liban M. heute vor Gericht tätigt. Er sei sehr gläubig, betont er immer wieder. Was Gott wolle, das werde auch passieren, und dass er niemandem fürchte – nur Gott. Während seiner Aussage wirkt Liban M. wach und präsent. Fast so, als würde er sich freuen, endlich seine Geschichte erzählen zu dürfen. Zwischendurch schmunzelt er immer wieder amüsiert. Sonst bleibt er emotionslos.“
Kurt Sprengart, Vater des Getöteten Jonas
„Ein Monster ist das! Empfinde ich so. Der Mensch, der hat ja gar kein Gewissen. Der hat überhaupt kein Feingefühl für andere Mitmenschen. Der Tod ist für ihn gar nix. Und so hat er auch die Leute abgeschlachtet.“
Auch die psychische Verfassung des Täters soll im Laufe des Prozesses geklärt werden. Er selbst erklärt heute, nicht verrückt zu sein. Im Falle einer Verurteilung droht Liban M. eine lebenslange Haftstrafe.









