Energiekrise belastet Kirchen
Ganz schön kalt war’s schon diese Woche mit teilweise zweistelligen Minustemperaturen. Da leeren sich die Gasspeicher schnell. Die hohen Energiepreise zwingen nicht nur uns zum Umdenken, sondern auch die Kirchen. Ja, heute bleibt die Kirche kalt. Frieren soll im Gottesdienst trotzdem niemand.
Kuschelige 20 Grad hat es beim protestantischen Gottesdienst in Otterbach. Rund zwanzig Gläubige sind gekommen, um den vierten Advent zu feiern – hier im Gemeindehaus. Denn die Kirche bleibt erst einmal zu.
Benjamin Leppla, Pfarrer Protestantische Kirchengemeinde Otterbach
„Da die Kirche doch ein sehr großer Raum ist, der zu heizen wäre und das Gros der Energiekosten ausmacht, zumal dort auch noch eine ältere Heizung eingebaut ist und wir hier im Gemeindehaus relativ gut isolierte Räume haben, die mit ans Nahwärmenetz der Verbandsgemeinde oder der Gemeinde Otterbach angeschlossen sind.“
Und wegen Chorproben und anderen Aktivitäten wird das Gemeindehaus sowieso die ganze Woche beheizt. „Winterkirche“ nennt die Gemeinde den Umzug – im Katholizismus ginge das nicht.
Benjamin Leppla, Pfarrer Protestantische Kirchengemeinde Otterbach
„Im Protestantismus haben wir auch die Möglichkeit, dass wir Gottesdienste überall feiern können. Die Sache eines geweihten Altars ist bei uns nicht so tragend wie bei den katholischen Glaubensgeschwistern. Es ist eine spannende Erfahrung, näher dran zu sein bei denen, mit denen man gemeinsam Gottesdienst feiert.“
Auch bei den Gottesdienstbesuchern kommt die Winterkirche überwiegend gut an.
Tanja Schwarz
„Ich finde es wunderbar, dass wir so ein schönes Gemeindehaus zur Verfügung haben und dass die Kirchengemeinde sich in diesen schweren Zeiten entschieden hat, in der Energiekrise uns das Haus zur Verfügung zu stellen.“
Andreas Götzinger
„Ich finde es zum einen angenehm, weil man dichter zusammensitzt, weil es sind ja nicht so wahnsinnig viele Leute in der Kirche. Und dann ist man etwas enger zusammen und es verteilt sich halt nicht so im großen Kirchenraum. Das finde ich angenehmer. Auf der anderen Seite ist der Rahmen in der Kirche doch passender, feierlicher.“
Walter Schenkel
„Das ist ja viel zu kalt in der Kirche. Hier drin ist es wesentlich gemütlicher.“
Einige Kilometer weiter in Wachenheim hat man sich für eine andere Variante entschieden, um Energiekosten zu sparen. Nämlich mit beheizten Sitzpolster.
Herbert Fisch, Presbyter protestantische Kirchengemeinde Wachenheim
„Die Heizspiralen in diesen Kissen müssen sich aufwärmen. Aber sie sind isoliert, wenn keiner drauf sitzt. Wenn sich jemand drauf setzt, dann wird die Isolation zusammengedrückt und die Wärme kommt nach oben. Und man hat’s dann von unten etwas wärmer als normal.“
33.000 Euro haben die neuen Kissen gekostet. Rund drei bis vier Stunden vor dem Gottesdienstbeginn wird die Anlage eingeschaltet. Die Gasheizung allein benötigt 28 Stunden, um den Kirchenraum warm zu bekommen. Schon vor der Energiekrise hat ein einziger Gottesdienst im Winter 500 Euro Heizkosten verursacht. Jetzt sorgen die Sitzkissen für Wärme.
Herbert Fisch, Presbyter protestantische Kirchengemeinde Wachenheim
„Bei drei Grad kommt niemand mehr in den Gottesdienst. Und wir sind an für sich eine sehr aktive Kirchengemeinde, wir sind auch interessiert, dass natürlich möglichst viele Leute in den Gottesdienst kommen. Und von daher war das eigentlich die einzig gangbare Alternative.“
Für Januar und Februar überlegen auch die Protestanten in Wachenheim, ins Gemeindehaus auszuweichen. In Otterbach wiederum sollen die Gottesdienste an den Weihnachtstagen in der Kirche stattfinden, weil sie mehr Sitzplätze bietet – auch wenn sie dafür teuer geheizt werden muss.
Kuschelige 20 Grad hat es beim protestantischen Gottesdienst in Otterbach. Rund zwanzig Gläubige sind gekommen, um den vierten Advent zu feiern – hier im Gemeindehaus. Denn die Kirche bleibt erst einmal zu.
Benjamin Leppla, Pfarrer Protestantische Kirchengemeinde Otterbach
„Da die Kirche doch ein sehr großer Raum ist, der zu heizen wäre und das Gros der Energiekosten ausmacht, zumal dort auch noch eine ältere Heizung eingebaut ist und wir hier im Gemeindehaus relativ gut isolierte Räume haben, die mit ans Nahwärmenetz der Verbandsgemeinde oder der Gemeinde Otterbach angeschlossen sind.“
Und wegen Chorproben und anderen Aktivitäten wird das Gemeindehaus sowieso die ganze Woche beheizt. „Winterkirche“ nennt die Gemeinde den Umzug – im Katholizismus ginge das nicht.
Benjamin Leppla, Pfarrer Protestantische Kirchengemeinde Otterbach
„Im Protestantismus haben wir auch die Möglichkeit, dass wir Gottesdienste überall feiern können. Die Sache eines geweihten Altars ist bei uns nicht so tragend wie bei den katholischen Glaubensgeschwistern. Es ist eine spannende Erfahrung, näher dran zu sein bei denen, mit denen man gemeinsam Gottesdienst feiert.“
Auch bei den Gottesdienstbesuchern kommt die Winterkirche überwiegend gut an.
Tanja Schwarz
„Ich finde es wunderbar, dass wir so ein schönes Gemeindehaus zur Verfügung haben und dass die Kirchengemeinde sich in diesen schweren Zeiten entschieden hat, in der Energiekrise uns das Haus zur Verfügung zu stellen.“
Andreas Götzinger
„Ich finde es zum einen angenehm, weil man dichter zusammensitzt, weil es sind ja nicht so wahnsinnig viele Leute in der Kirche. Und dann ist man etwas enger zusammen und es verteilt sich halt nicht so im großen Kirchenraum. Das finde ich angenehmer. Auf der anderen Seite ist der Rahmen in der Kirche doch passender, feierlicher.“
Walter Schenkel
„Das ist ja viel zu kalt in der Kirche. Hier drin ist es wesentlich gemütlicher.“
Einige Kilometer weiter in Wachenheim hat man sich für eine andere Variante entschieden, um Energiekosten zu sparen. Nämlich mit beheizten Sitzpolster.
Herbert Fisch, Presbyter protestantische Kirchengemeinde Wachenheim
„Die Heizspiralen in diesen Kissen müssen sich aufwärmen. Aber sie sind isoliert, wenn keiner drauf sitzt. Wenn sich jemand drauf setzt, dann wird die Isolation zusammengedrückt und die Wärme kommt nach oben. Und man hat’s dann von unten etwas wärmer als normal.“
33.000 Euro haben die neuen Kissen gekostet. Rund drei bis vier Stunden vor dem Gottesdienstbeginn wird die Anlage eingeschaltet. Die Gasheizung allein benötigt 28 Stunden, um den Kirchenraum warm zu bekommen. Schon vor der Energiekrise hat ein einziger Gottesdienst im Winter 500 Euro Heizkosten verursacht. Jetzt sorgen die Sitzkissen für Wärme.
Herbert Fisch, Presbyter protestantische Kirchengemeinde Wachenheim
„Bei drei Grad kommt niemand mehr in den Gottesdienst. Und wir sind an für sich eine sehr aktive Kirchengemeinde, wir sind auch interessiert, dass natürlich möglichst viele Leute in den Gottesdienst kommen. Und von daher war das eigentlich die einzig gangbare Alternative.“
Für Januar und Februar überlegen auch die Protestanten in Wachenheim, ins Gemeindehaus auszuweichen. In Otterbach wiederum sollen die Gottesdienste an den Weihnachtstagen in der Kirche stattfinden, weil sie mehr Sitzplätze bietet – auch wenn sie dafür teuer geheizt werden muss.









