Diskussion um Prämien für Lehrer
Wer eine gute Leistung bringt, wird dafür belohnt. Das Konzept kennt jeder. Prämien als Anerkennung und Motivation, das gibt es in vielen Berufen. Nicht jedoch bei Lehrerinnen und Lehrern. Nach Meinung der hessischen FDP-Chefin und Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger soll sich das ändern. Ein Vorschlag, der hierzulande auf Kritik stößt.
Auszeichnungen für Lehrer – die gibt es schon heute. Seit Jahren werden beispielsweise der Deutsche Lehrerpreis oder der Deutsche Lehrkräftepreis verliehen.
Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger will jetzt auch Prämien einführen, wenn Lehrer besondere Leistungen erbringen.
Bettina Stark-Watzinger, FDP, Bundesbildungsministerin
„Das kann sein zusätzliche Kurse anbieten, das kann sein über längeren Zeitraum qualitativ hochwertigen Unterricht, es kann wirklich auch noch mal eine besondere Förderung und Fortbildung sein.“
Ein Vorschlag, der in Rheinland-Pfalz auf Kritik stößt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft befürchtet Neid und schlechte Stimmung innerhalb des Lehrerkollegiums. Und:
Klaus-Peter Hammer, Vorsitzender GEW Rheinland-Pfalz
„Es ist auch ganz schwer, pädagogische Arbeit zu messen, dass man sagt, eine Kollegin hat jetzt mehr gemacht als die andere Kollegin. Sinnvoller wäre es wirklich darauf zu schauen, dass die Kolleginnen und Kollegen die Arbeitsbedingungen bekommen, die sie brauchen.“
Klaus-Peter Hammer fordert mehr Personal und vor allem mehr Zeit, damit Lehrer sich auch untereinander austauschen können.
Die Landesschüler*innenvertretung stößt ins gleiche Horn. Damit der Unterricht besser und abwechslungsreicher wird, brauche es keine Prämien, sondern eine bessere Vernetzung und vielleicht auch Vorlagen zum Beispiel bei den Schulaufsichtsbehörden.
Colin Haubrich, Vorstand Landesschüler*innenvertretung Rheinland-Pfalz
„Dass also die Schwelle, dass ich sage: ‚Ich mache jetzt so ein Projekt und ich führe das durch‘ – weil es ist ja mit ganz viel Aufwand verbunden – wenn es da Vorlagen geben würde, würde das sicherlich schon helfen. Und auch so eine Art Plattform auch zu machen, um sich zu vernetzen auch untereinander. Wir müssen das Rad ja nicht neu erfinden, es gibt ja eben schon viele Lehrkräfte, die sich engagiert haben, die gute Projekte haben. Warum sollte man diese Projekte nicht auch an anderen Schulen umsetzen?“
Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stephanie Hubig stand für ein Interview zum Thema Leistungsprämien aus Termingründen nicht zur Verfügung.
Schriftlich teil sie uns mit, die Lehrer in Rheinland-Pfalz würden im europäischen Vergleich sehr gut bezahlt, Prämien seien nicht nötig. Und:
Stefanie Hubig, SPD, Bildungsministerin Rheinland-Pfalz
„Es gibt in Rheinland-Pfalz dafür auch keine ‚Töpfe‘ oder entsprechende Haushaltstitel. Deshalb werden in Rheinland-Pfalz auch keine Leistungsprämien gezahlt.“
Bildung ist Ländersache. Kommt von dort keine Unterstützung, kann Bettina Stark-Watzinger ihre Forderung auch nicht umsetzen.
Colin Haubrich und Klaus-Peter Hammer hoffen trotzdem, dass die Debatte um Prämien für engagierte Lehrer Folgen hat. Denn es werde immer noch viel zu wenig über eine interessantere Unterrichtsgestaltung und bessere Arbeitsbedingungen an Schulen gesprochen.
Auszeichnungen für Lehrer – die gibt es schon heute. Seit Jahren werden beispielsweise der Deutsche Lehrerpreis oder der Deutsche Lehrkräftepreis verliehen.
Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger will jetzt auch Prämien einführen, wenn Lehrer besondere Leistungen erbringen.
Bettina Stark-Watzinger, FDP, Bundesbildungsministerin
„Das kann sein zusätzliche Kurse anbieten, das kann sein über längeren Zeitraum qualitativ hochwertigen Unterricht, es kann wirklich auch noch mal eine besondere Förderung und Fortbildung sein.“
Ein Vorschlag, der in Rheinland-Pfalz auf Kritik stößt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft befürchtet Neid und schlechte Stimmung innerhalb des Lehrerkollegiums. Und:
Klaus-Peter Hammer, Vorsitzender GEW Rheinland-Pfalz
„Es ist auch ganz schwer, pädagogische Arbeit zu messen, dass man sagt, eine Kollegin hat jetzt mehr gemacht als die andere Kollegin. Sinnvoller wäre es wirklich darauf zu schauen, dass die Kolleginnen und Kollegen die Arbeitsbedingungen bekommen, die sie brauchen.“
Klaus-Peter Hammer fordert mehr Personal und vor allem mehr Zeit, damit Lehrer sich auch untereinander austauschen können.
Die Landesschüler*innenvertretung stößt ins gleiche Horn. Damit der Unterricht besser und abwechslungsreicher wird, brauche es keine Prämien, sondern eine bessere Vernetzung und vielleicht auch Vorlagen zum Beispiel bei den Schulaufsichtsbehörden.
Colin Haubrich, Vorstand Landesschüler*innenvertretung Rheinland-Pfalz
„Dass also die Schwelle, dass ich sage: ‚Ich mache jetzt so ein Projekt und ich führe das durch‘ – weil es ist ja mit ganz viel Aufwand verbunden – wenn es da Vorlagen geben würde, würde das sicherlich schon helfen. Und auch so eine Art Plattform auch zu machen, um sich zu vernetzen auch untereinander. Wir müssen das Rad ja nicht neu erfinden, es gibt ja eben schon viele Lehrkräfte, die sich engagiert haben, die gute Projekte haben. Warum sollte man diese Projekte nicht auch an anderen Schulen umsetzen?“
Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stephanie Hubig stand für ein Interview zum Thema Leistungsprämien aus Termingründen nicht zur Verfügung.
Schriftlich teil sie uns mit, die Lehrer in Rheinland-Pfalz würden im europäischen Vergleich sehr gut bezahlt, Prämien seien nicht nötig. Und:
Stefanie Hubig, SPD, Bildungsministerin Rheinland-Pfalz
„Es gibt in Rheinland-Pfalz dafür auch keine ‚Töpfe‘ oder entsprechende Haushaltstitel. Deshalb werden in Rheinland-Pfalz auch keine Leistungsprämien gezahlt.“
Bildung ist Ländersache. Kommt von dort keine Unterstützung, kann Bettina Stark-Watzinger ihre Forderung auch nicht umsetzen.
Colin Haubrich und Klaus-Peter Hammer hoffen trotzdem, dass die Debatte um Prämien für engagierte Lehrer Folgen hat. Denn es werde immer noch viel zu wenig über eine interessantere Unterrichtsgestaltung und bessere Arbeitsbedingungen an Schulen gesprochen.









