Schott setzt auf Wasserstoff
Gerade die großen Unternehmen bei uns im Land benötigen jede Menge Energie. Der Chemieriese BASF in Ludwigshafen zum Beispiel, aber auch der Glashersteller Schott in Mainz. Das große Ziel: Einen Ersatz für das teure und knappe Erdgas zu finden. Ein Schlüssel könnte dabei Wasserstoff sein. Dazu hat Schott vor einigen Wochen einen Testbetrieb gestartet. Heute gab es eine erste Bilanz.
Bei der Herstellung von Glas entsteht hier das meiste Kohlendioxid. In den Schmelzanlagen herrschen konstant Temperaturen von bis zu 1.700 Grad Celsius. Früher wurden sie nur mit Erdgas betrieben. Doch seit November wird es teilweise durch Wasserstoff ersetzt.
Dr. Jens Schulte, Vorstandsmitglied SCHOTT AG
„Hier geht es um den ersten großindustriellen Einsatz von Wasserstoff in der Glasproduktion weltweit. Wir mischen bis zu ein Drittel Wasserstoffanteil in die laufende Glasproduktion und schauen dann, was das für Auswirkungen hat. Das ist eine wichtige klimafreundliche Technologie für uns und bisher sieht das Ergebnis gut aus.“
In dieser Mischanlage wird der Wasserstoff mit dem Erdgas vermischt. Von hier aus wird er über Rohre zu den Schmelzanlagen befördert. Die Mainzer Stadtwerke sind Partner des Forschungsprojektes und stellen die Mischanlage zur Verfügung. Der Wasserstoffanteil wird aktuell noch gering gehalten. So will Schott verhindern, dass der Versuch die Qualität der Produkte verschlechtert. Nach mehreren Wochen Betrieb gibt es dafür aber keine Anzeichen.
Dr. Jens Schulte, Vorstandsmitglied SCHOTT AG
„Wir sind im Moment sehr zufrieden. Zum einen haben wir unsere Schmelztemperatur konstant halten können, zum anderen scheint die Glasqualität sich auch gut zu entwickeln. Und der nächste Schritt wäre dann bis auf 100 Prozent Wasserstoffanteil hoch zu gehen und das zu bestätigen.“
Die Tests bei denen reiner Wasserstoff genutzt wird, sollen zunächst einmal nur im Labor stattfinden. Doch die bisherigen Ergebnisse lassen die Verantwortlichen mit einem guten Gefühl in die Zukunft schauen. Das Land Rheinland-Pfalz fördert das Projekt. Die Ministerin für Energie und Klimaschutz Katrin Eder findet es wichtig, dass gerade große Unternehmen wie die Schott AG in Sachen Klimaschutz vorangehen.
Katrin Eder, B’90 / Grüne, Klimaschutzministerin Rheinland-Pfalz
„Wir haben ja das Ziel bis spätestens 2040 als Land klimaneutral werden zu wollen. Und das funktioniert natürlich nur mit der Wirtschaft und mit der Industrie. Und wenn dann so ein weltweiter Player wie Schott zeigt, wie es gelingen kann seine Klimaschutzziele so ambitioniert bis 2030 zu verfolgen, dann hilft das unserem ganzen Land.“
Die Herstellung von sogenanntem grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Energien ist allerdings sehr energieintensiv. Die erforderlichen Mengen könnten unmöglich in Deutschland produziert werden. Die rheinland-pfälzischen Unternehmen werden also auch künftig auf Importe aus dem Ausland angewiesen sein. Umweltfreundliche Energieversorgung heißt noch lange nicht unabhängige Energieversorgung.
Bei der Herstellung von Glas entsteht hier das meiste Kohlendioxid. In den Schmelzanlagen herrschen konstant Temperaturen von bis zu 1.700 Grad Celsius. Früher wurden sie nur mit Erdgas betrieben. Doch seit November wird es teilweise durch Wasserstoff ersetzt.
Dr. Jens Schulte, Vorstandsmitglied SCHOTT AG
„Hier geht es um den ersten großindustriellen Einsatz von Wasserstoff in der Glasproduktion weltweit. Wir mischen bis zu ein Drittel Wasserstoffanteil in die laufende Glasproduktion und schauen dann, was das für Auswirkungen hat. Das ist eine wichtige klimafreundliche Technologie für uns und bisher sieht das Ergebnis gut aus.“
In dieser Mischanlage wird der Wasserstoff mit dem Erdgas vermischt. Von hier aus wird er über Rohre zu den Schmelzanlagen befördert. Die Mainzer Stadtwerke sind Partner des Forschungsprojektes und stellen die Mischanlage zur Verfügung. Der Wasserstoffanteil wird aktuell noch gering gehalten. So will Schott verhindern, dass der Versuch die Qualität der Produkte verschlechtert. Nach mehreren Wochen Betrieb gibt es dafür aber keine Anzeichen.
Dr. Jens Schulte, Vorstandsmitglied SCHOTT AG
„Wir sind im Moment sehr zufrieden. Zum einen haben wir unsere Schmelztemperatur konstant halten können, zum anderen scheint die Glasqualität sich auch gut zu entwickeln. Und der nächste Schritt wäre dann bis auf 100 Prozent Wasserstoffanteil hoch zu gehen und das zu bestätigen.“
Die Tests bei denen reiner Wasserstoff genutzt wird, sollen zunächst einmal nur im Labor stattfinden. Doch die bisherigen Ergebnisse lassen die Verantwortlichen mit einem guten Gefühl in die Zukunft schauen. Das Land Rheinland-Pfalz fördert das Projekt. Die Ministerin für Energie und Klimaschutz Katrin Eder findet es wichtig, dass gerade große Unternehmen wie die Schott AG in Sachen Klimaschutz vorangehen.
Katrin Eder, B’90 / Grüne, Klimaschutzministerin Rheinland-Pfalz
„Wir haben ja das Ziel bis spätestens 2040 als Land klimaneutral werden zu wollen. Und das funktioniert natürlich nur mit der Wirtschaft und mit der Industrie. Und wenn dann so ein weltweiter Player wie Schott zeigt, wie es gelingen kann seine Klimaschutzziele so ambitioniert bis 2030 zu verfolgen, dann hilft das unserem ganzen Land.“
Die Herstellung von sogenanntem grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Energien ist allerdings sehr energieintensiv. Die erforderlichen Mengen könnten unmöglich in Deutschland produziert werden. Die rheinland-pfälzischen Unternehmen werden also auch künftig auf Importe aus dem Ausland angewiesen sein. Umweltfreundliche Energieversorgung heißt noch lange nicht unabhängige Energieversorgung.









