Ukrainische Firma flieht vor dem Krieg nach Mittelhessen
Rund 4 Millionen Croissants hat die Firma Ligos in der Ukraine jeden Monat gebacken – bis dort der Krieg ausgebrochen ist. Mitte November sind die Chefs und rund 40 Mitarbeiterinnen deshalb in die hessische Stadt Villmar umgezogen. Dort backen sie weiter, zwar nicht einmal halb so viel wie zuvor, aber immerhin kann es weitergehen.
Hier im Brotweg in Villmar werden seit Kurzem Croissants gebacken. Und zwar nach ukrainischem Rezept.
Andrej Bolender, Geschäftsführer
„Wir haben überhaupt nicht gewusst, ob er so nah zu uns kommt, der Krieg. Und als wir gemerkt haben, dass es jetzt wirklich ernst geworden ist, mehrere Sirenen pro Tag über der Fabrik und auch Raketen drüber geflogen, war entschieden, dass wir irgendwie schnell Entscheidungen treffen müssen.“
Die Entscheidung, aus der Ukraine zu fliehen, musste schnell getroffen werden. Aber sie ist den rund 40 Mitarbeiterinnen, die nach Deutschland gekommen sind, nicht leicht gefallen.
Larissa Schewchuck, Mitarbeiterin
„Natürlich war die Entscheidung sehr schwer, denn in der Ukraine sind unsere Familien geblieben. Unsere Männer und Kinder sind alle noch dort. Aber das war wahrscheinlich der einzige Weg, um weiterarbeiten zu können. Und damit die Firma weiter produzieren kann.“
Fast alle männlichen der ursprünglich 800 Mitarbeiter sind an der Front. Die Firma Ligos musste ihre Produktion deshalb deutlich zurückfahren. Der Export in die 21 Abnehmerländer ist stark eingeschränkt. Doch die Flucht nach Hessen war auch notwendig, um wieder eine sichere Energieversorgung zu erhalten.
Andrej Popadinets, Geschäftsführer
„In der Ukraine haben wir technische Probleme. Denn durch die kriegerischen Prozesse, durch den Angriff auf unser Land, haben wir oft keinen Strom. Und dadurch werden unsere Produktionsprozesse unterbrochen.“
Wenn der Strom ausfällt, während der Hefeteig gerade gärt, muss dieser vollständig weggeworfen werden. Der Umzug von Ivano-Frankivsk in der Westukraine nach Villmar hat nur zwei Wochen gedauert. Jetzt stehen die Maschinen und Rohstoffe in einer ehemaligen Großbäckerei. Aber wohin mit den Angestellten?
Andrej Bolender, Geschäftsführer
„Wir sind hier im Ort rumgefahren und haben Familien gefragt: ‚Wie viele Leute können wir bei euch unterbringen?‘. Und für den Notfall haben wir Matratzen mitgenommen, nigelnagelneue Matratzen in der Ukraine besorgt, auch zweistöckige Metallbetten besorgt. Das haben wir alles hergebracht. Die liegen immer noch unten bei uns im Keller, weil wir haben gedacht, wir müssen hier in dem Gebäude, in dem Schulungsraum, unten im Ruheraum einfach die Matratze auf den Boden legen, dass wir irgendwo unterkommen können.“
So weit kam es aber nicht. Die Firma konnte für die Mitarbeiterinnen ein Hotel im Westerwald angemietet. Zwei Busse bringen sie nun jeden Tag zur Arbeit, um dort weiterhin Croissants zu backen. Ihre Familien werden die Frauen vermutlich an Weihnachten besuchen können.
Hier im Brotweg in Villmar werden seit Kurzem Croissants gebacken. Und zwar nach ukrainischem Rezept.
Andrej Bolender, Geschäftsführer
„Wir haben überhaupt nicht gewusst, ob er so nah zu uns kommt, der Krieg. Und als wir gemerkt haben, dass es jetzt wirklich ernst geworden ist, mehrere Sirenen pro Tag über der Fabrik und auch Raketen drüber geflogen, war entschieden, dass wir irgendwie schnell Entscheidungen treffen müssen.“
Die Entscheidung, aus der Ukraine zu fliehen, musste schnell getroffen werden. Aber sie ist den rund 40 Mitarbeiterinnen, die nach Deutschland gekommen sind, nicht leicht gefallen.
Larissa Schewchuck, Mitarbeiterin
„Natürlich war die Entscheidung sehr schwer, denn in der Ukraine sind unsere Familien geblieben. Unsere Männer und Kinder sind alle noch dort. Aber das war wahrscheinlich der einzige Weg, um weiterarbeiten zu können. Und damit die Firma weiter produzieren kann.“
Fast alle männlichen der ursprünglich 800 Mitarbeiter sind an der Front. Die Firma Ligos musste ihre Produktion deshalb deutlich zurückfahren. Der Export in die 21 Abnehmerländer ist stark eingeschränkt. Doch die Flucht nach Hessen war auch notwendig, um wieder eine sichere Energieversorgung zu erhalten.
Andrej Popadinets, Geschäftsführer
„In der Ukraine haben wir technische Probleme. Denn durch die kriegerischen Prozesse, durch den Angriff auf unser Land, haben wir oft keinen Strom. Und dadurch werden unsere Produktionsprozesse unterbrochen.“
Wenn der Strom ausfällt, während der Hefeteig gerade gärt, muss dieser vollständig weggeworfen werden. Der Umzug von Ivano-Frankivsk in der Westukraine nach Villmar hat nur zwei Wochen gedauert. Jetzt stehen die Maschinen und Rohstoffe in einer ehemaligen Großbäckerei. Aber wohin mit den Angestellten?
Andrej Bolender, Geschäftsführer
„Wir sind hier im Ort rumgefahren und haben Familien gefragt: ‚Wie viele Leute können wir bei euch unterbringen?‘. Und für den Notfall haben wir Matratzen mitgenommen, nigelnagelneue Matratzen in der Ukraine besorgt, auch zweistöckige Metallbetten besorgt. Das haben wir alles hergebracht. Die liegen immer noch unten bei uns im Keller, weil wir haben gedacht, wir müssen hier in dem Gebäude, in dem Schulungsraum, unten im Ruheraum einfach die Matratze auf den Boden legen, dass wir irgendwo unterkommen können.“
So weit kam es aber nicht. Die Firma konnte für die Mitarbeiterinnen ein Hotel im Westerwald angemietet. Zwei Busse bringen sie nun jeden Tag zur Arbeit, um dort weiterhin Croissants zu backen. Ihre Familien werden die Frauen vermutlich an Weihnachten besuchen können.









