Chemie-Industrie in Sorge wegen Energiekrise
Es ist ganz schön frostig geworden in den letzten Tagen. Während die Temperaturen sinken, steigt der Gasverbrauch. So sehr, dass die Politik nun wieder Alarm schlägt und uns zum Sparen aufruft. Der steigende Gasverbrauch – für uns Verbraucher tut er im Geldbeutel weh, für Unternehmen der Chemie-Industrie ist er existenzgefährdend. Sie sagen: „Unser Industriezweig droht in Deutschland wegzubrechen“. Die Chemiebranche blickt auf ein schweres Jahr zurück – und nicht mit viel Optimismus auf das kommende Jahr.
Egal ob Kosmetika wie Zahnpasta oder Dünger für die Landwirtschaft – wenn Chemieunternehmen nicht mehr produzieren, spürt das die ganze Gesellschaft.
Hier im Industriepark Höchst in Frankfurt ist das vereinzelt schon der Fall: Rund 90 Unternehmen aus der Chemie- und Pharmabranche arbeiten hier. Viele Betriebe trifft die Energiekrise hart, erzählt uns Joachim Kreysing von Infraserv Höchst, dem Betreiber des Parks.
Joachim Kreysing, Geschäftsführer Infraserv
„2022 ist tatsächlich ein schwieriges Jahr für den Industriepark hier, weil da die chemische Industrie, aufgrund ihrer Energieintensität besonders betroffen ist. Wir haben hier am Standort doch einen deutlichen Rückgang der Produktion.“
Die Chemieindustrie hat mit einem Anteil von 30% den größten Bedarf an Energie, vor allem Gas – nicht nur im Industriepark Höchst sorgen die gestiegenen Energiepreise für gedrosselte Produktion. Der Verband der Chemischen Industrie meldet heute für die Branche: 80% der Unternehmen verzeichneten weniger Gewinne, ein Viertel der Unternehmen mache Verluste. Wenn es der deutschen Chemiebranche schlecht gehe, treffe das die gesamte Wirtschaft.
Markus Steilemann, Präsident Verband der Chemischen Industrie
„Also eines der schlimmsten Szenarien ist, dass wir zunehmend eine Deindustrialisierung auch und gerade in der chemischen Industrie in Deutschland sehen und damit für Deutschland wichtige Lieferketten und Wertschöpfungsketten brechen werden und das wir auch sehr starke negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung für das gesamte Land haben.“
Kritik übt der Verband an der geplanten Gaspreisbremse der Bundesregierung: So müssen Unternehmen für staatliche Hilfsgelder vorab festlegen, dass sie 2023 mindestens 40% weniger Gewinn erzielen als im Vorjahr – und die Hilfe zurückzahlen, wenn der Verlust weniger stark ausfällt. Viele Unternehmen würden daher auf die Hilfen verzichten.
Zu viel Bürokratie, Regeln und langsame Genehmigungen würden auch den Ausbau der erneuerbaren Energien stark bremsen:
Markus Steilemann, Präsident Verband der Chemischen Industrie
„Von daher wird es keine kurzfristige Hilfe aus dieser Richtung geben. Mittel- und langfristig müssen wir daher dafür sorgen, dass wir Bürokratie abbauen, dass wir die Erneuerbaren signifikant schnell rausbauen und dass wir endlich wieder zu wettbewerbsfähigen Strom- und Energiepreisen in Deutschland kommen.“
Ansonsten würden immer mehr Unternehmen abwandern – etwa in die USA. Im Industriepark Höchst bekommt Infraserv das durch den Austausch mit vielen Unternehmen bereits mit.
Joachim Kreysing, Geschäftsführer Infraserv
„Die Gefahr einer Abwanderung in die USA ist ganz konkret gegeben. Es gibt heute Unternehmen, die haben auch Produktionsstätten in den USA, die verlagern schon heute die Produktion in die USA. Dort sind Energiepreise viel günstiger. Und wenn die Situation der hohen Energiepreise anhält, dann wird das weiter zunehmen.“
Und dann könnte auch die nächsten Jahre keine guten neuen Jahre werden – und aus dem Industriepark Höchst im schlimmsten Fall ein Deindustrialisierungs-Park.
Egal ob Kosmetika wie Zahnpasta oder Dünger für die Landwirtschaft – wenn Chemieunternehmen nicht mehr produzieren, spürt das die ganze Gesellschaft.
Hier im Industriepark Höchst in Frankfurt ist das vereinzelt schon der Fall: Rund 90 Unternehmen aus der Chemie- und Pharmabranche arbeiten hier. Viele Betriebe trifft die Energiekrise hart, erzählt uns Joachim Kreysing von Infraserv Höchst, dem Betreiber des Parks.
Joachim Kreysing, Geschäftsführer Infraserv
„2022 ist tatsächlich ein schwieriges Jahr für den Industriepark hier, weil da die chemische Industrie, aufgrund ihrer Energieintensität besonders betroffen ist. Wir haben hier am Standort doch einen deutlichen Rückgang der Produktion.“
Die Chemieindustrie hat mit einem Anteil von 30% den größten Bedarf an Energie, vor allem Gas – nicht nur im Industriepark Höchst sorgen die gestiegenen Energiepreise für gedrosselte Produktion. Der Verband der Chemischen Industrie meldet heute für die Branche: 80% der Unternehmen verzeichneten weniger Gewinne, ein Viertel der Unternehmen mache Verluste. Wenn es der deutschen Chemiebranche schlecht gehe, treffe das die gesamte Wirtschaft.
Markus Steilemann, Präsident Verband der Chemischen Industrie
„Also eines der schlimmsten Szenarien ist, dass wir zunehmend eine Deindustrialisierung auch und gerade in der chemischen Industrie in Deutschland sehen und damit für Deutschland wichtige Lieferketten und Wertschöpfungsketten brechen werden und das wir auch sehr starke negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung für das gesamte Land haben.“
Kritik übt der Verband an der geplanten Gaspreisbremse der Bundesregierung: So müssen Unternehmen für staatliche Hilfsgelder vorab festlegen, dass sie 2023 mindestens 40% weniger Gewinn erzielen als im Vorjahr – und die Hilfe zurückzahlen, wenn der Verlust weniger stark ausfällt. Viele Unternehmen würden daher auf die Hilfen verzichten.
Zu viel Bürokratie, Regeln und langsame Genehmigungen würden auch den Ausbau der erneuerbaren Energien stark bremsen:
Markus Steilemann, Präsident Verband der Chemischen Industrie
„Von daher wird es keine kurzfristige Hilfe aus dieser Richtung geben. Mittel- und langfristig müssen wir daher dafür sorgen, dass wir Bürokratie abbauen, dass wir die Erneuerbaren signifikant schnell rausbauen und dass wir endlich wieder zu wettbewerbsfähigen Strom- und Energiepreisen in Deutschland kommen.“
Ansonsten würden immer mehr Unternehmen abwandern – etwa in die USA. Im Industriepark Höchst bekommt Infraserv das durch den Austausch mit vielen Unternehmen bereits mit.
Joachim Kreysing, Geschäftsführer Infraserv
„Die Gefahr einer Abwanderung in die USA ist ganz konkret gegeben. Es gibt heute Unternehmen, die haben auch Produktionsstätten in den USA, die verlagern schon heute die Produktion in die USA. Dort sind Energiepreise viel günstiger. Und wenn die Situation der hohen Energiepreise anhält, dann wird das weiter zunehmen.“
Und dann könnte auch die nächsten Jahre keine guten neuen Jahre werden – und aus dem Industriepark Höchst im schlimmsten Fall ein Deindustrialisierungs-Park.









