Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Weitere Nachrichten im Überblick

Nov. 29, 2022

Studentin gesteht Giftanschlag — Innenminister Beuth warnt vor Falschmeldungen — Hilfsorganisationen in Not — Erneuter Ärzteprotest in Hessen
Studentin gesteht Giftanschlag
Im Prozess um den Giftanschlag an der TU Darmstadt hat die beschuldigte Studentin aus Mainz die Tat gestanden. Sie habe niemanden töten wollen, als sie im August 2021 in den Teeküchen einen Chemikalien-Mix in Wasserkanister und Milchtüten gefüllt habe. Sie habe Kollegen abschrecken wollen, weil sie sich von ihnen verfolgt gefühlt habe. Sieben Menschen erkrankten, einer von ihnen schwebte zeitweise in Lebensgefahr. Die Studentin leidet an paranoider Schizophrenie. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr versuchten Mord im Zustand der Schuldunfähigkeit vor. Sie hat beantragt, die Frau dauerhaft in einer psychiatrischen Klinik unterzubringen.
Warnung vor Falschmeldungen
Der hessische Innenminister Peter Beuth warnt im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine vor gezielten Desinformationskampagnen durch pro-russische Akteure. Die Falschmeldungen würden sich auch in deutschen Internet-Portalen rasant verbreiten. Fakten würden verdreht oder Ereignisse gänzlich erfunden, um gezielt Stimmung gegen demokratische Werte zu machen. In Hessen werde derzeit ein Informationsportal für die breite Öffentlichkeit aufgebaut, um Falschmeldungen zu entlarven.
Hilfsorganisationen in Not
Die gemeinnützigen Einrichtungen und Dienste in Hessen leiden unter den massiven Preissteigerungen. Nach einer Umfrage des Paritätischen Wohlfahrtsverbands des Landes sehen sich rund 90 Prozent der Organisationen im Bundesland in ihrer Existenz gefährdet. Der Verband warnt vor einer Insolvenzwelle. Er fordert einen umfassenden Schutzschirm für die Einrichtungen. Nach seiner Schätzung ist allein in Hessen ein einstelliger Milliardenbetrag notwendig, um die gemeinnützigen Organisationen schnell und unbürokratisch abzusichern.
Erneuter Ärzteprotest
In Hessen bleiben morgen wieder zahlreiche Arztpraxen geschlossen. Mit dem zweiten Protesttag innerhalb weniger Wochen will die Kassenärztliche Vereinigung Hessen gegen die geplanten Sparmaßnahmen bei der ambulanten Versorgung protestieren. Sie fordert unter anderem einen Ausgleich der inflationsbedingten Preissteigerungen bei Mieten und Personal sowie die vollständige Übernahme der Energiekosten durch den Verband der Gesetzlichen Krankenkassen. Auch in Rheinland-Pfalz sind weitere Protestaktionen geplant. Ein Termin steht noch nicht fest.