Wann kommt das 49 Euro Ticket?
Es war einmal ein 9-Euro-Ticket. Dieses 9-Euro-Ticket ist Geschichte. Schnell war man sich einig, es muss weitergehen. Aber wie? Die Politik hat gerechnet und gerechnet und auf einmal war das 49-Euro-Ticket geboren. Im Januar 2023 kommt es. Klappt nicht. Dann hieß es März 2023. Und auch dieser Termin ist wohl nicht zu halten. Heute nun spricht man von Mai nächsten Jahres.
Bahnkunden müssen sich mal wieder gedulden. Momentan nicht nur wie üblich an den Gleisen, sondern auch bei der Einführung eines deutschlandweit gültigen Tickets für den Nahverkehr. Zwar herrscht Einigkeit: Das sogenannte Deutschland-Ticket für 49 Euro im Monat soll kommen. Doch weiterhin ist unklar, wie Bund und Länder es finanzieren wollen. Bedeutet für Pendler wie hier in Frankfurt: Sie werden für ihr Monatsticket wohl noch eine Zeit lang tiefer in die Tasche greifen müssen.
Marisa Blumenthal, Schülerin
„Es ist für viele Leute problematisch, die sich das eben nicht leisten können, jetzt weiter so viel Geld zu bezahlen.“
Marion Stamm, Rentnerin
„Wenn man auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen ist, dann ist ein halbes Jahr schon lang.“
Uwe Kühnel, Diplom-Ingenieur
„Finde ich schade, weil es eine Chance ist, die Leute den öffentlichen Nahverkehr nutzen zu lassen.“
Daniel Sieben, Berater für Nachhaltigkeit
„Die Energiewende, Verkehrswende, Ernährungswende. Die Wenden stapeln sich, die warten müssen und das passt mal wieder so in die Reihe.“
Heute beraten Bund und Länder über die Details zum Nachfolger des beliebten Neun-Euro-Tickets, das von Juni bis August erhältlich war. Zwar war das Ticket ein Verkaufsschlager, doch die Verkehrsverbünde sind skeptisch. Die hohe Nachfrage im Sommer habe auch die Schwächen des Nahverkehrs aufgezeigt, zum Beispiel volle Züge und überfordertes Personal. Diese Probleme müsse man vor der Einführung eines neuen, dauerhaften Tickets angehen.
Knut Ringat, Geschäftsführer Rhein-Main-Verkehrsverbund
„Es hilft doch nichts, wenn wir das 49-Euro-Ticket einführen und wir haben dann kein Geld, um die Leistung für den Bus, für die Bahn mehr zu bestellen. Das passt nicht zusammen und das muss sich noch aufklären.“
Zudem müssten die Tarifsysteme der Verbünde umgestellt werden. Die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Katrin Eder warnt vor erheblichen Mehrkosten durch das Ticket. Drei Milliarden Euro pro Jahr hat der Bund veranschlagt, um das Ticket zu finanzieren, doch Eder befürchtet, dass es deutlich mehr Geld brauche.
Katrin Eder, Bündnis 90 / Die Grünen, Verkehrsministerin Rheinland-Pfalz
„Vier Milliarden – 4,5 – stehen im Raum. Und es ist bisher ungeklärt, wer dieses Delta dann am Ende übernimmt. Die Ministerpräsidentenkonferenz hat das nicht beschlossen, diese Nachschusspflicht. Deswegen müssen wir hier jetzt noch mal in Nachgespräche gehen, weil … ob es die Länder am Ende tragen müssen oder ob es sogar an die Kommunen weitergereicht wird … wir wissen es einfach nicht.“
Viele offene Fragen, die dafür sorgen, dass sich der ursprünglich anvisierte Start des Tickets Anfang 2023 verschiebt. Beim Verkehrsverbund Rhein-Main ist man sogar skeptisch, ob eine Einführung zum 1. Juli klappt. Zu der eigentlichen Verspätung könnte also noch die ein oder andere obendrauf kommen. Aber auch das sind Bahnkunden ja bereits gewohnt.
Bahnkunden müssen sich mal wieder gedulden. Momentan nicht nur wie üblich an den Gleisen, sondern auch bei der Einführung eines deutschlandweit gültigen Tickets für den Nahverkehr. Zwar herrscht Einigkeit: Das sogenannte Deutschland-Ticket für 49 Euro im Monat soll kommen. Doch weiterhin ist unklar, wie Bund und Länder es finanzieren wollen. Bedeutet für Pendler wie hier in Frankfurt: Sie werden für ihr Monatsticket wohl noch eine Zeit lang tiefer in die Tasche greifen müssen.
Marisa Blumenthal, Schülerin
„Es ist für viele Leute problematisch, die sich das eben nicht leisten können, jetzt weiter so viel Geld zu bezahlen.“
Marion Stamm, Rentnerin
„Wenn man auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen ist, dann ist ein halbes Jahr schon lang.“
Uwe Kühnel, Diplom-Ingenieur
„Finde ich schade, weil es eine Chance ist, die Leute den öffentlichen Nahverkehr nutzen zu lassen.“
Daniel Sieben, Berater für Nachhaltigkeit
„Die Energiewende, Verkehrswende, Ernährungswende. Die Wenden stapeln sich, die warten müssen und das passt mal wieder so in die Reihe.“
Heute beraten Bund und Länder über die Details zum Nachfolger des beliebten Neun-Euro-Tickets, das von Juni bis August erhältlich war. Zwar war das Ticket ein Verkaufsschlager, doch die Verkehrsverbünde sind skeptisch. Die hohe Nachfrage im Sommer habe auch die Schwächen des Nahverkehrs aufgezeigt, zum Beispiel volle Züge und überfordertes Personal. Diese Probleme müsse man vor der Einführung eines neuen, dauerhaften Tickets angehen.
Knut Ringat, Geschäftsführer Rhein-Main-Verkehrsverbund
„Es hilft doch nichts, wenn wir das 49-Euro-Ticket einführen und wir haben dann kein Geld, um die Leistung für den Bus, für die Bahn mehr zu bestellen. Das passt nicht zusammen und das muss sich noch aufklären.“
Zudem müssten die Tarifsysteme der Verbünde umgestellt werden. Die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Katrin Eder warnt vor erheblichen Mehrkosten durch das Ticket. Drei Milliarden Euro pro Jahr hat der Bund veranschlagt, um das Ticket zu finanzieren, doch Eder befürchtet, dass es deutlich mehr Geld brauche.
Katrin Eder, Bündnis 90 / Die Grünen, Verkehrsministerin Rheinland-Pfalz
„Vier Milliarden – 4,5 – stehen im Raum. Und es ist bisher ungeklärt, wer dieses Delta dann am Ende übernimmt. Die Ministerpräsidentenkonferenz hat das nicht beschlossen, diese Nachschusspflicht. Deswegen müssen wir hier jetzt noch mal in Nachgespräche gehen, weil … ob es die Länder am Ende tragen müssen oder ob es sogar an die Kommunen weitergereicht wird … wir wissen es einfach nicht.“
Viele offene Fragen, die dafür sorgen, dass sich der ursprünglich anvisierte Start des Tickets Anfang 2023 verschiebt. Beim Verkehrsverbund Rhein-Main ist man sogar skeptisch, ob eine Einführung zum 1. Juli klappt. Zu der eigentlichen Verspätung könnte also noch die ein oder andere obendrauf kommen. Aber auch das sind Bahnkunden ja bereits gewohnt.









