Rheinland-pfälzischer Innenminister Lewentz tritt zurück
Es sind diese Videos, die den rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz in Bedrängnis gebracht haben. Videos eines Polizeihubschraubers, die am Abend des 14.Juli 2021 vom Hochwasser im Ahrtal gemacht wurden. Sie zeigen, wie Menschen auf den Dächern ihrer überfluteten Häuser auf Hilfe warten. Der Innenminister hat diese Videoaufnahmen in der Flutnacht nach eigenen Angaben nicht gesehen. Doch für die Opposition sind sie ein Beweis dafür, dass das Innenministerium die Katastrophe im Ahrtal viel zu spät erkannt hat. Heute hat Roger Lewentz die Konsequenzen gezogen.
Malu Dreyer, SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz
„Guten Tag. Roger Lewentz hat mich gebeten, seinen Rücktritt anzunehmen.“
Es ist ein schwerer Tag für die rheinland-pfälzische Landesregierung. Das ist insbesondere Ministerpräsidentin Malu Dreyer anzusehen. So emotional angefasst wie heute wirkt sie selten.
Für Innenminister Roger Lewentz ist der Rücktritt nun die unausweichliche Konsequenz der letzten Tage.
Roger Lewentz, SPD, Innenminister Rheinland-Pfalz
„Ich sehe seit einigen Tagen auch, dass ich als Minister nicht mehr öffentlich durchdringe. Dass meine Argumente nicht mehr aufgegriffen werden. Das ist für einen Minister nicht gut. Heute übernehme ich für mein Verantwortungsbereich gemachte Fehler die politische Verantwortung.“
Mit Fehlern meint der Innenminister, dass die Hubschraubervideos aus der Flutnacht erst über ein Jahr nach der Katastrophe an den Untersuchungsausschuss weitergeleitet wurden. Heute bekräftigt Lewentz nochmal seine Aussage, dass er die Videos in der Nacht, in der 134 Menschen starben nicht zu Gesicht bekommen habe.
Roger Lewentz, SPD, Innenminister Rheinland-Pfalz
„Niemand hat sich eine solche verheerende Flutkatastrophe in Deutschland vorstellen können. Im Zuge der Bewältigung sind sicherlich an vielen Stellen Fehler gemacht worden. Auch in meinem Verantwortungsbereich Fehler, aber keine Vertuschung.“
Roger Lewentz hatte angegeben, dass er auch dann nicht anders gehandelt hätte, wenn er die Videos gekannt hätte. Darauf sei ein starkes Hochwasser zu sehen, nicht aber eine solche Katastrophe. Diese Aussage hatte Lewentz in einer Zeitung den Titel „Herzlos-Minister“ eingebracht.
Roger Lewentz, SPD, Innenminister Rheinland-Pfalz
„Sollten meine Antworten auf die mir 14 Monate später, 14 Monate nach der Flutnacht gestellten Fragen nach meiner nachträglichen Einordnung der Hubschraubervideos kalt, gefühllos oder gar herzlos gewirkt haben, so tut mir dieser Eindruck sehr, sehr leid. Aber ich versichere Ihnen auch jetzt noch einmal: Diese Videos gehen jedem von uns – auch mir persönlich – ganz nah. Ich wollte die Gefühle dieser Menschen auf gar keinen Fall verletzen. Ich bin sicher, auch mich werden die Eindrücke aus dieser Zeit mein ganzes Leben lang begleiten.“
Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatte fortwährend zu Lewentz gehalten, hatte Forderungen, sie sollte den Minister entlassen, zurückgewiesen.
Malu Dreyer, SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz
„Ich persönlich sage: Es gibt selten Menschen in der Politik, denen man so umfänglich vertrauen kann, wie ich Roger Lewentz vertrauen konnte. Und ich kenne auch nur wenige Menschen, die ihr Leben eigentlich so stark in den Dienst des Landes gestellt haben, wie er das als Innenminister immer getan hat.“
Doch nun der Rücktritt. Nach der damaligen Umweltministerin Anne Spiegel und dem Landrat des Kreises Ahrweiler, Jürgen Pföhler, stolpert nun bereits der dritte Politiker über die Flutkatastrophe. Wer Roger Lewentz im Amt als Innenminister folgt, ist noch offen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat eine kurzfristige Entscheidung angekündigt.
Malu Dreyer, SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz
„Guten Tag. Roger Lewentz hat mich gebeten, seinen Rücktritt anzunehmen.“
Es ist ein schwerer Tag für die rheinland-pfälzische Landesregierung. Das ist insbesondere Ministerpräsidentin Malu Dreyer anzusehen. So emotional angefasst wie heute wirkt sie selten.
Für Innenminister Roger Lewentz ist der Rücktritt nun die unausweichliche Konsequenz der letzten Tage.
Roger Lewentz, SPD, Innenminister Rheinland-Pfalz
„Ich sehe seit einigen Tagen auch, dass ich als Minister nicht mehr öffentlich durchdringe. Dass meine Argumente nicht mehr aufgegriffen werden. Das ist für einen Minister nicht gut. Heute übernehme ich für mein Verantwortungsbereich gemachte Fehler die politische Verantwortung.“
Mit Fehlern meint der Innenminister, dass die Hubschraubervideos aus der Flutnacht erst über ein Jahr nach der Katastrophe an den Untersuchungsausschuss weitergeleitet wurden. Heute bekräftigt Lewentz nochmal seine Aussage, dass er die Videos in der Nacht, in der 134 Menschen starben nicht zu Gesicht bekommen habe.
Roger Lewentz, SPD, Innenminister Rheinland-Pfalz
„Niemand hat sich eine solche verheerende Flutkatastrophe in Deutschland vorstellen können. Im Zuge der Bewältigung sind sicherlich an vielen Stellen Fehler gemacht worden. Auch in meinem Verantwortungsbereich Fehler, aber keine Vertuschung.“
Roger Lewentz hatte angegeben, dass er auch dann nicht anders gehandelt hätte, wenn er die Videos gekannt hätte. Darauf sei ein starkes Hochwasser zu sehen, nicht aber eine solche Katastrophe. Diese Aussage hatte Lewentz in einer Zeitung den Titel „Herzlos-Minister“ eingebracht.
Roger Lewentz, SPD, Innenminister Rheinland-Pfalz
„Sollten meine Antworten auf die mir 14 Monate später, 14 Monate nach der Flutnacht gestellten Fragen nach meiner nachträglichen Einordnung der Hubschraubervideos kalt, gefühllos oder gar herzlos gewirkt haben, so tut mir dieser Eindruck sehr, sehr leid. Aber ich versichere Ihnen auch jetzt noch einmal: Diese Videos gehen jedem von uns – auch mir persönlich – ganz nah. Ich wollte die Gefühle dieser Menschen auf gar keinen Fall verletzen. Ich bin sicher, auch mich werden die Eindrücke aus dieser Zeit mein ganzes Leben lang begleiten.“
Ministerpräsidentin Malu Dreyer hatte fortwährend zu Lewentz gehalten, hatte Forderungen, sie sollte den Minister entlassen, zurückgewiesen.
Malu Dreyer, SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz
„Ich persönlich sage: Es gibt selten Menschen in der Politik, denen man so umfänglich vertrauen kann, wie ich Roger Lewentz vertrauen konnte. Und ich kenne auch nur wenige Menschen, die ihr Leben eigentlich so stark in den Dienst des Landes gestellt haben, wie er das als Innenminister immer getan hat.“
Doch nun der Rücktritt. Nach der damaligen Umweltministerin Anne Spiegel und dem Landrat des Kreises Ahrweiler, Jürgen Pföhler, stolpert nun bereits der dritte Politiker über die Flutkatastrophe. Wer Roger Lewentz im Amt als Innenminister folgt, ist noch offen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat eine kurzfristige Entscheidung angekündigt.









