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Hunderte Tote Fische im Altrhein – Niedrigwasser entzieht Lebensgrundlage

Aug. 20, 2026

Die Hitze und das Niedrigwasser der vergangenen Monate hat sowohl für wirtschaftliche als auch für ökologische Schäden gesorgt. Immer wieder werden tote Fische an den Gewässerufern gefunden. Im hessischen Lampertheim hat das Fischsterben jetzt heftige Ausmaße angenommen.
Das Naturschutzgebiet Lampertheimer Altrhein. Der Nebenarm des Rheins ist eigentlich ein Paradies für alle möglichen Fische. Doch seit gestern gleicht das Gewässer einem Friedhof. An der Oberfläche schwimmen verendete Fische. Karpfen, Hechte und Welse liegen tot am Ufer. Der größte über 2 Meter. Schuld an dem Massensterben: die Hitze.

Klara Harris, Naturschutzbund RLP
„Durch das niedrige Wasser erhitzt es sich viel schneller und warmes Wasser kann weniger Sauerstoff aufnehmen. Deswegen sind die Fische extrem unter Hitze- und Sauerstoffstress. Dann kommt noch dazu, dass sich die Nährstoffe und die Schadstoffe im Wasser anreichern. Was wiederum die Wasserqualität verschlechtert und zu Algenblüten führt.“

Die Fische ersticken im Wasser. Markus Kern vom Angelsportverein Lampertheim hat ein Fischsterben in diesem Ausmaß noch nie erlebt. Die Lage sei dramatisch.

Markus Kern, Angelsportverein 1920 Lampertheim e.V.
„Es ist halt so, dass auch die kleinen Fische verenden und das macht mich ein bisschen stutzig, weil normalerweise erst die großen Fische verenden. Hecht, Zander, große Karpfen. Wenn man dann sieht, was da an toten Fischen raufkommt, noch künftig und jetzt schon hier liegt, ist es schon bedenklich. Es ist ein Armutszeugnis für ein Naturschutzgebiet.“

Es müsse jetzt dringend Sauerstoff ins Gewässer gepumpt werden. Schon jetzt laufen Wasserbelüftungsanlagen auf dem Altrhein. Doch die reichen nicht mehr aus. Für das Gewässer zuständig ist das Regierungspräsidium Darmstadt.

Regierungspräsidium Darmstadt
„In der Gegenwärtigen Situation stößt die eingesetzte, solarbetriebene Technik jedoch an ihre Grenzen. Dennoch wurden […] noch am 10.08. ausreichend hohe Sauerstoffgehalte im Heegwasser dokumentiert. Gestern lagen die Sauerstoffwerte am späten Nachmittag im kritischen Bereich für verschiedene Arten.“

Mittlerweile ist das Technische Hilfswerk vor Ort und entnimmt die toten Fische. Außerdem wird mit einer großen Pumpe Sauerstoff ins Wasser gefördert. Doch der Schaden der bereits entstanden ist, ist so groß, dass es Jahre dauern kann, bis sich der Lampertheimer Altrhein erholt hat.