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Hesse seit März spurlos verschwunden – Was ist mit Erich Endres passiert?

Aug. 19, 2026

Wie kann es sein, dass ein Mensch – mitten in Hessen – einfach spurlos verschwindet? Vor diesem Rätsel steht Christian Endres aus Gilserberg-Sachsenhausen. Im März bricht sein Vater Erich zu seinem gewohnten Spaziergang auf, kommt danach aber nicht wieder nach Hause – bis heute nicht. Von dem 74-Jährigen fehlt seit etwa fünf Monaten jede Spur. Mehrere großangelegte Suchaktionen blieben ohne Erfolg. Polizei und Familie stehen noch immer vor der Frage: Was ist mit Erich Endres passiert?
Er ist seit dem 09. März 2026 wie vom Erdboden verschluckt: Erich Endres aus dem mittelhessischen Gilserberg-Sachsenhausen. Um etwa 15 Uhr bricht der leicht demente 74-jährige zu seiner üblichen Runde auf. Mit dabei ist sein Hund „Dusty“. Was merkwürdig ist an diesem Montag im März: Endres geht deutlich weiter als sonst, eigentlich läuft er wegen einer Lungenerkrankung nur wenige hundert Meter weit. Später verlieren die Spürhunde der Polizei seine Spur an einer Landstraße.

Christian Endres
„Also das sind etwa zwei Kilometer bis hier her, würde ich schätzen. Und hier wurde er auch zuletzt gesehen. Und hier oben endet dann die Spur von meinem Vater auf einmal. Und hier oben im Wald ist dann wieder einmal Spur gewesen.“

Wie aber kam Christian Endres Vater von dort in den Wald? Wurde er möglicherweise von einem Auto mitgenommen und wenn ja: In welchem Zustand war er? Bis heute gibt es darauf keine Antwort. Zuletzt gesehen wurde Endres von einem Förster. Krumm gebückt sei Endres gewesen, den Hund habe er in den Armen gehalten. Noch mysteriöser: Auch „Dusty“ verschwindet an diesem Tag, taucht aber zwölf Tage später wieder auf. Wohlgenährt und unversehrt.

Christian Endres
„Der Hund war auch… der Hund war nur bei meinem Vater und ist ihm nicht von der Seite gewichen. Und deswegen war der dann wahrscheinlich auch dann nie von ihm so weg. Wenn was passiert wäre, der würde ja dabei sitzen und wir hätten ihn irgendwie finden müssen durch die Hunde oder durch unsere Suchaktion oder wenn wir rufen.“

Noch am selben Abend schaltet Sohn Christian die Polizei ein. Die organisiert insgesamt drei große Suchaktionen.

Yvonne Winter, Polizeisprecherin Schwalm-Eder
„Bei der ersten Suchaktion hatten wir den Flieger dabei und vier Spürhunde. Bei der zweiten Aktion war der Flieger dabei und wir hatten zehn Flächenspürhunde und Suchhunde eingesetzt und das THW hat uns dabei unterstützt und das DRK in Marburg. Dann waren hundert Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren und zwanzig freiwillige Helfer, aber auch die Gemeinde, die sich eingebunden hat in die Suchaktion, wie der Bürgermeister selbst.“

Doch auch die Suchaktionen bringen keine Gewissheit, dabei wäre die für Christian und Ramona am wichtigsten.

Christian Endres
„Wenn irgendwas ist oder es einen anderen Vermisstenfall gibt, dann kommt das jedes Mal wieder hoch. Und man denkt sich, man kann halt nicht abschließen und ‚Was ist?‘. Man kommt dann immer wieder in diese Gedanken einfach“
Ramona Endres
„Es vergeht kein Tag, an dem man nicht an Erich denkt. Man wacht morgens auf und stellt sich schon so viele Fragen: Was ist geschehen? Wo ist Erich jetzt?“

Auch wenn Erich mittlerweile tot sein sollte – Antworten auf die vielen Fragen würden helfen, mit der Situation abzuschließen. Wer sich an etwas erinnert oder einen Hinweis zum Verbleib von Erich Endres hat, kann sich an die Polizei in Schwalmstadt wenden.