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Arbeitsplatzverlust? Große Aufregung bei VW-Werk in Baunatal

Juli 9, 2026

Es geht ums Ganze bei VW. Der Aufsichtsrat von Volkswagen berät seit heute Nachmittag in Wolfsburg über die künftige Strategie des Autokonzerns – es droht ein beispielloser Kahlschlag. Um Kosten zu sparen, könnten laut Medienberichten weltweit bis zu 120.000 Stellen wegfallen und Werke geschlossen werden. Am nordhessischen Standort Baunatal gab es deshalb heute deshalb massive Proteste.
Die VW-Mitarbeiter in Baunatal sind sauer. 15.000 Beschäftigte produzieren hier Bauteile für die verschiedenen Marken des Konzerns. Eine Werksschließung scheint unwahrscheinlich. Aber nach Medienberichten denken Vorstand und Aufsichtsrat darüber nach, Komponentenwerke wie in Baunatal aus dem Konzern herauszulösen und in eine eigene Gesellschaft zu verlagern. Betriebsrat und Gewerkschaft fürchten, dass sich dadurch die Arbeitsbedingungen für tausende Beschäftigte verschlechtern könnten. Wenn die Konzernführung die Volkswagen AG zerschlagen wolle, müsse sie mit erbittertem Widerstand rechnen.

Carsten Büchling, Betriebsratsvorsitzender
„Zusammen mit uns als Belegschaft kann der Vorstand viel erreichen. Aber gegen uns kann er gar nichts erreichen.“

Die Arbeitnehmervertreter kritisieren außerdem, dass der Vorstand sie kaum über die aktuelle Entwicklung und die zukünftigen Pläne informiere. An allen VW-Standorten seien die Beschäftigten wütend und zutiefst beunruhigt.

Carsten Büchling, Betriebsratsvorsitzender
„Weil es ja ein Kommunikationsdesaster ist seit Wochen, dass dieser Konzernvorstand keine ordentliche Information an die Belegschaften macht, sondern alles über Medien weiter lanciert wird und dann wird weder dementiert, noch bestätigt und das löst  höchste Verunsicherung aus.“

Doch selbst wenn Vorstand und Aufsichtsrat ihre Kommunikation verändern sollten. Es führt kein Weg an der Erkenntnis vorbei, dass sie den VW-Konzern in eine schwere Krise gesteuert haben und jetzt drastisch sparen müssen. Vorstand, Betriebsräten und Gewerkschaft stehen monatelange, harte Verhandlungen bevor.