Beschleunigte Einwanderung für Fachkräfte
Bei vielen Unternehmen ist die Lage prekär: Sie suchen händeringend nach Fachpersonal. Insgesamt fehlen alleine der hessischen Wirtschaft bis zum Jahr 2030 rund 240000 gut ausgebildete Fachkräfte. Eine Lücke, die aus Sicht der Landesregierung über kurz oder lang nur mit Spezialisten aus dem Ausland zu decken ist – wenn die Behörden der Sache nicht noch einen Strich durch die Rechnung machen.
Roman Poseck, CDU, Innenminister Hessen: „Bislang sind die Verfahren oft langwierig und kompliziert. Damit nimmt Deutschlands Attraktivität im Ausland ab und die Unternehmen warten oft zu lange auf die ersehnten Kräfte. Das wollen wir in Hessen ändern.“
Beim Regierungspräsidium Darmstadt soll eine neue „Zentrale Stelle für Fachkräfteeinwanderung Hessen“, kurz ZFEH, Unternehmen künftig bei der beschleunigten Einwanderung dringend benötigter Fachkräfte unterstützen.
Heike Hofmann, SPD, Arbeitsministerin Hessen: „Das sind Fachkräfte außerhalb der europäischen Union, so genannte Drittstaatler. Also Menschen, die eine anerkannte Berufsausbildung oder einen Hochschulabschluss haben und eben hier als Pflegekräfte, Fachkräfte aus dem Handwerk oder IT Spezialisten oder Auszubildende, die hier arbeiten wollen.“
Jonas Fidler, Vereinigung hessischer Unternehmerverbände: „Wir versprechen uns von dieser neuen Fast Lane, dass es schneller geht, dass wir nach außen hin eine Willkommenskultur signalisieren, Fachkräfte und Arbeitskräfte willkommen heißen. Und insofern in der Wirtschaft schneller die Fach- und Arbeitskräfte gewinnen, die wir brauchen.“
Auch der klassische Weg über eine der 31 hessischen Ausländerbehörden sei weiterhin möglich – da diese jedoch oft stark überlastet seien, könne die ZFEH künftig Beschleunigung der Anmeldeverfahren beitragen. Spätestens Anfang 2027 soll die neue Zentralstelle ihre Arbeit aufnehmen.









