Chaos auf der A3: In den frühen Morgenstunden ist heute im Westerwaldkreis ein Tiertransporter auf der Autobahn verunglückt. Dabei entstand nicht nur ein kilometerlanger Stau – auch die Feuerwehr stand vor einer komplizierten Rettung.
Die A3 ist heute Morgen für Stunden vollgesperrt. Ein Tiertransporter aus Niedersachsen liegt auf der Seite. Warum er von der Fahrbahn abgekommen ist und wie es den Rindern im Inneren geht, kann zunächst niemand sagen. Ab zwei Uhr morgens sind die Einsatzkräfte in Aktion, um so viele Tiere wie möglich zu retten.
Olaf Faller, Wehrleiter Feuerwehr Ransbach-Baumbach
„Dort ist ein Tiertransport verunglückt. Der Anhänger lag dort im Seitenstreifen auf der rechten Seite, beladen mit 22 Jungbullen.“
Mit einer Seilwinde richten die Einsatzkräfte den Transporter schließlich auf. Beim ersten Licht des Morgens kann er weiterfahren. Für eine erste Untersuchung der Tiere geht es ins nahegelegene Ransbach-Baumbach.
Olaf Faller, Wehrleiter Feuerwehr Ransbach-Baumbach
„Wir haben dann entschlossen den Lkw von der Autobahn runterzuziehen, befinden uns jetzt hier gerade im Industriegebiet in Ransbach-Baumbach, wo der LKW umgeladen wird unter Aufsicht des Veterinäramtes. Leider ist es so, dass nicht alle Tiere überlebt haben in diesem Anhänger. Die genaue Zahl weiß ich jetzt allerdings nicht und etliche Tiere jetzt hier vor Ort notgeschlachtet werden müssen“
Die überlebenden Tiere werden zu einem benachbarten Landwirt gebracht. Eine Teilsperrung der A3 dauerte heute noch bis in den Vormittag an. Warum der Transporter von der Straße abgekommen ist, untersucht jetzt die Polizei.
