Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Welches Kind wollte nicht schon immer mal Spiderman, Thor oder Captain Marvel treffen? Für fünf Grundschulklassen wurde dieser Erlebnis jetzt wahr. Sie konnten die Superhelden gestern an der Schillerschule im rheinland-pfälzischen Lahnstein erleben. Denn das Polizeipräsidium Koblenz hat dort ein Präventionsprojekt gegen Kinder-Kriminalität veranstaltet.
Beeindruckend nah steht Batman vor den Schülern der Schillergrundschule, der Freiherr-vom-Stein-Schule und der Grundschule Friedrichssegen. Und er kommt nicht allein. Denn auch Thor, Spiderman, Captain Marvel und Scarlet Witch sind heute angereist. Und zwischen den Superhelden die Alltagshelden der Polizei Koblenz.
Gemeinsam wollen sie den Schülern heute zeigen, wie man zum Helden wird.

Anne Begen-Meeß alias Captain Marvel
„Captain Marvel ist ja schon sehr, sehr, sehr selbständig. Also eine sehr selbständige Frau, die sagt, was sie denkt, sagt, was sie fühlt, nicht viel mit sich machen lässt. Was ihr nicht gefällt. Oder gar nichts mit sich machen lässt, was ihr nicht gefällt und das ist einfach wichtig, dass die Kinder das auch mitbekommen, dass die wissen, hier meine Gefühle sind wichtig, es ist wichtig, was ich denke, es ist wichtig, wie es mir geht, wie ich mich fühle und dass ich auch nein sagen darf.“
Sascha Stranz alias Thor
„Thor steht für Werte wie Stolz, ehre, Familie, Zusammenhalt und ich hab heute zusammen mit dem Norbert Heck das Thema soziale Medien, Datenschutz und grad allgemein Internet gehabt und wir haben versucht, das ganze, genau diese Werte auch mit in das Thema reinzubringen.“

Ein wichtiger Punkt: Dinge im Internet kritisch hinterfragen und Hilfe holen. In Workshops reden die Superhelden und Polizisten mit den Schülern über Cybermobbing, Cybergrooming, Zivilcourage und bringen ihnen bei, ihre Aggressionen zurückzuhalten.
Denn ob im persönlichen Umgang oder im Digitalen: die Kriminalität von Kindern nehme zu, sagt Polizeihauptkommissar Norbert Heck.

Norbert Heck, Polizeipräsidium Koblenz
„Wir stehen dafür, dass die Welt ein bisschen besser wird. Und damit die Welt besser wird, sollten die Kinder aber auch wissen, wo Gefahrenfelder sind. Wo das Dunkle ist und man hat eben nicht Batman an der Seite, sondern man hat beispielsweise die 110 und kann, wenn Mama und Papa nicht greifbar sind, über die Polizei Hilfe holen.“

Darin, wie man im echten Leben heldenhaft sein kann, sind sich die Kinder einig.

Alissa Rempel, 9 Jahre
„Wenn man so hilft und so, weil zum Beispiel die Ärzte retten ja Leben.“
Joshua Billinski, 9 Jahre
„Wenn man Leben rettet oder jemandem hilft oder teilt.“
Stella Margeit, 9 Jahre
„Man kann helfen, man versucht, nicht so böse zu sein.“
Theo Winkels, 10  Jahre
„Wenn man mutig ist und sich viel traut und anderen Leuten hilft.“

Nachdem die Schüler so viel von den fiktiven Superhelden gelernt haben, gibt es noch Autogramme. Klar ist ihnen allen aber, wahre Superhelden müssen weder Netze schießen noch fliegen können.