Rheinland-Pfalz wird immer sicherer. So zumindest das Ergebnis der polizeilichen Kriminal-Statistik für das Jahr 2025, die Innenminister Michael Ebling heute in Mainz vorgestellt hat. Demnach ging nicht nur die Gesamtzahl der Straftaten deutlich zurück, es gab auch weniger Tötungsdelikte und Körperverletzungen. Weniger gut sehen die Zahlen dagegen bei häuslicher Gewalt aus.
Wer in Rheinland-Pfalz lebt, muss sich aus Sicht von Innenminister Michael Ebling vergleichsweise wenig Sorgen machen, Opfer einer Straftat zu werden: Auf 100000 Einwohner kamen hier im Jahr 2025 statistisch gesehen 5240 strafrechtlich relevante Vergehen – ein Rückgang um 5,4 Prozent.im Vergleich zum Vorjahr.
Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP
„Wir sehen in dem Vergleich der Jahre zuvor, dass die Kriminalitätsbelastung sinkt, dass also insgesamt Straftaten zurück gehen. Und zwar deutlich. Und gleichzeitig stellen wir auch fest, dass die Aufklärungsquote steigt. Das ist eine sehr sehr gute Entwicklung. Gepaart mit der Tatsache, dass wir mehr Polizistinnen und Polizisten haben als je zuvor. Insofern setzen wir da glaube ich die Schwerpunkte an der richtigen Stelle.“
Bei einem Großteil der registrierten Straftaten handelt es sich um eher kleinere Vergehen: Etwa um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Kreditkartenbetrug oder Schwarzfahren. In all diesen Bereichen sind die Zahlen rückläufig – ebenso bei schwerer Kriminalität wie Mord oder Totschlag. Am meisten Sorgen bereitet dem Innenminister eine weitere Zunahme der häuslichen Gewalt: Vor allem für Frauen sei die Gefahr, Opfer einer schweren Straftat zu werden, nirgendwo so groß wie in den eigenen vier Wänden. Und noch eine Zahl fällt auf: Obwohl der Ausländeranteil in Rheinland-Pfalz nur bei etwa 14 Prozent liegt, werden rund 32 Prozent aller Straftaten von nichtdeutschen Tätern begangen.
Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP
„Ich verbräme nicht, dass die Zahl nichtdeutscher Tatverdächtiger überproportional hoch ist im Verhältnis zur Bevölkerung. Wir führen das im Wesentlichen darauf zurück, dass das junge Menschen sind. Oder präziser gesagt: Junge Männer sind. Also insofern hier immer eine Alterskohorte dabei ist, die ohnehin kriminalitätsgeneigter ist.“
Weiterer Negativtrend: Immer mehr Straftaten werden aus dem Ausland begangen – vor allem Schockanrufe, mit denen vornehmlich ältere Menschen um ihre Ersparnisse gebracht werden sollen. Insgesamt sei die Kriminalitätsbelastung in Rheinland-Pfalz aktuell aber so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht.
