Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Das Wirtschaftsjahr 2025 war für viele Unternehmen alles andere als einfach – weltpolitische Krisen und unsichere Märkte haben zahlreiche Branchen unter Druck gesetzt. Auch in der Luftfahrt ist die Lage angespannt. Zwar kann die Lufthansa heute in Frankfurt auf ein besonderes Jahr und starke Passagierzahlen blicken, doch aktuelle Konflikte – etwa am Golf – werfen neue Fragen auf.
Ein Rekordumsatz und das 100-jährige Jubiläum des Konzerns– eigentlich hat die Lufthansa allen Grund zu feiern. Doch die gute Stimmung wird getrübt, denn der aktuelle Konflikt im Nahen und Mittleren Osten sorgt auch in der Luftfahrt für Unsicherheit.

Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender Lufthansa
„Die Treibstoffpreise sind natürlich im Luftverkehr, wie auch an der Tankstelle nach oben gegangen. Bei uns bei Lufthansa ist aber üblich, dass wir uns dagegen absichern, über sogenannte Hedgings, mehr als unser Wettbewerber, sodass wir weniger betroffen sind von diesen Preiserhöhungen und uns das sogar einen kleinen Vorteil gegenüber den Konkurrenten verschafft.“

Der Nettogewinn des Unternehmens geht 2025 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurück. Unter dem Strich verdient die Lufthansa rund 1,34 Milliarden Euro. Gleichzeitig befördern die Fluggesellschaften des Konzerns – darunter die Swiss, Austrian und Brussels Airlines sowie ITA Airways – rund 135 Millionen Passagiere. Ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr.
Die Lufthansa will in Deutschland weiter wachsen. Die Frage ist allerdings: An welchem Standort? Am Frankfurter Flughafen öffnet im nächsten Monat das Terminal 3. Terminal 2 wird dann für mehrere Jahre geschlossen und saniert. Die Lufthansa würde es danach am liebsten mit dem Flughafenbetreiber Fraport zusammen betreiben und dort neue Infrastruktur aufbauen. Andernfalls wolle sich die Airline stärker Richtung München orientieren.

Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender Lufthansa
„Wir werden in den nächsten Wochen entscheiden, mit welchem der beiden Flughäfen wir eine große gemeinsame Infrastrukturinvestition tätigen. Das abgeflachte Wachstum macht es uns nicht mehr möglich an beiden Drehkreuzen so stark zu wachen, wie ursprünglich geplant und wir werden jetzt nach Analyse der zahlen und er Verhandlungen entscheiden, in welche Richtung es für die nächsten Jahrzehnte, denn so lange muss man solche Entscheidungen betrachten, geht.“

Trotz einiger  Fragezeichen blickt die Lufthansa optimistisch ins Jubiläumsjahr. Wo genau die Reise für den Kranich 2026 hingeht – das ist aktuell schwer vorherzusagen.