Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Zehn Spieltage sind es noch, in der ersten Fußballbundesliga. Und aus denen wollen die Mannschaften im Sendegebiet noch möglichst viel rausholen.
Markus Appelmann, Moderator:
Die Frankfurter Eintracht will am Wochenende beim FC  St. Pauli auch auswärts unter Trainer Albert Riera ihren ersten Sieg einfahren. Wie dafür die Chancen stehen, darüber spreche ich jetzt mit unserem Sportreporter Julian Beimel. Julian, nehmen die Adlerträger am Sonntag die drei Punkte vom Kiez mit?
Julian Beimel, Sportreporter:
Ja, beim FC St. Pauli könnte man jetzt meinen: Die stecken ja im Tabellenkeller fest, das ist ein sicherer Auswärtssieg. Aber Vorsicht: Die Kiezkicker haben letzte Woche gegen die in dieser Saison richtig starken Hoffenheimer gewonnen. Und deshalb ist die Eintracht gewarnt.

Albert Riera, Trainer Eintracht Frankfurt
„Wir reden hier davon, dass wir gegen eine Mannschaft spielen, die in der Tabelle hinter uns steht. Aber es ist ganz egal, wer uns Gegner ist. Wir müssen auftreten, als würden wir gegen Bayern München spielen. Denn die Woche, vor dem Spiel gegen Bayern, ist die einfachste Woche für den Trainer. Denn alle sind motiviert und wollen spielen. Ein schönes Szenario.“

Beimel:
Unter der Woche soll es laut Medienberichten zwischen Riera und einigen Team-Betreuern geknirscht haben. Disziplin und vor allem die Pünktlichkeit der Spieler wohl das Thema. Klar ist: Unter Riera weht in Frankfurt jetzt ein anderer Wind.
Appelmann:
Kommen wir zu unserem anderen Erstligisten, Mainz 05. Die bekommen es mit dem VfB Stuttgart zu tun.
Beimel:
Ja, vor diesem Spiel ein Spieler bei den Mainzern gerade besonders im Fokus. Mittelfeldspieler Paul Nebel, der unter Urs Fischer häufig auf der Bank Platz nehmen musste, sich aber gerade wieder in die Startelf arbeitet. Wie hören mal rein, wie der Trainer das bewertet.

Urs Fischer, Trainer 1. FSV Mainz 05:
„War nicht eine ganz einfache Zeit für Paul, das sehe ich auch so. Aber was mir gefallen hat, war die Antwort gegen Leverkusen. Das ist dann eben nicht nur quatschen, sondern liefern. Und so wünsche ich mir das, dass die Jungs nicht zufrieden sind, wenn sie nicht beginnen oder nicht im Aufgebot sind.“

Beimel:
Der Vertrag von Paul Nebel läuft nur noch bis 2027 und deshalb wird da jetzt ein bisschen über seine Zukunft bei den Mainzern spekuliert. Das beunruhigt Urs Fischer aber überhaupt nicht. Er sagt der klarer Fokus lautet: Mit dem Team jetzt weiter fleißig Punkte sammeln, um den Abstand zum Tabellenkeller zu vergrößern.
Appelmann:
Rein in Liga 2. Darmstadt 98 empfängt Holstein Kiel an und will das letzte Spiel ganz schnell vergessen machen, oder?
Beimel:
Ja, die lange Serie der Lilien, ohne Niederlage, ist letzte Woche bei Dynamo Dresden gerissen. Aber mit einem Sieg gegen Kiel könnte Darmstadt schon wieder von der Tabellenspitze grüßen. Und dementsprechend geht der Trainer Florian Kohfeldt das nächste Spiel nicht mit Wut im Bauch an, sondern eher besonnen.

Florian Kohfeldt, Trainer SV Darmstadt 98
„Das hat überhaupt nichts mit Wut zu tun. Überhaupt nicht. Wir sind bei uns und wir konzentrieren uns Woche für Woche auf die Spiele. Das haben wir gesagt, als wir gewonnen haben oder Unentschieden gespielt haben. Und nichts anderes gilt jetzt nach einer Niederlage. Eine Serie von dreizehn ungeschlagenen Spielen, dass es dann irgendwann mal passiert, wie auch immer, das liegt in der Natur der Sache.“

Beimel:
Kiel steckt mitten im Abstiegskampf. Aber auch hier heißt es: Obacht! Kiel letzte Woche mit einem respektablen Unentschieden gegen die SV Elversberg.
Appelmann:
Kommen wir noch ganz schnell zum 1. FC Kaiserslautern, der am Samstagabend zum Flutlichtspiel nach Bochum reisen muss.
Beimel:
Und das ohne ihren Cheftrainer. Ohne Thorsten Lieberknecht, der im letzten Spiel auf die Tribüne verwiesen wurde und auch diesmal v on oben zuschauen muss. Und auch wenn der Abstand nach oben eigentlich fast schon zu groß ist, das große Ziel des Ur-Pfälzers ja, dem Verein und Fans den Aufstieg zu schenken. Wir hören mal rein.

Torsten Lieberknecht, Trainer 1. FC Kaiserslautern
„Der Aufstieg und der Traum eines Aufstiegs, das ist mein Traum. Wenn man da in der Situation ist, dass man mal in Reichweite ist, dann finde ich, war es jetzt einfach mal so, dass ich das sehr sehr offensiv angegangen bin mit meiner Mannschaft. Habe aber auch immer gesagt, ob das jetzt in diesem Jahr oder im nächsten Jahr ist, das steht erst mal offen.“

Beimel:
Für ihren großen Traum dürften die Roten Teufel jetzt aber wirklich kaum noch Punkte liegen lassen. Sonst heißt es schon sehr bald: Voller Fokus auf die kommende Saison.
Appelmann:
Wir sind gespannt ob es die Lautrer nochmal schaffen oben anzuklopfen. Julian, Dir jetzt erstmal vielen Dank für Deinen sportlichen Ausblick.
Beimel:
Gerne.