Demos gegen Wehrdienstreform — Mehr Verkehrstote in Rheinland-Pfalz — Schulbetrieb an der Frankfurter Anni-Albers-Schule wieder möglich
Anmoderation:
Im Skandal um den nordhessischen Wursthersteller Wilke könnte im Sommer der Gerichtsprozess beginnen. Das teilte das Landgericht Kassel heute mit. Fast sechseinhalb Jahre ist es her, dass das Werk geschlossen werden musste, nachdem mit Keimen verunreinigte Produkte mutmaßlich für elf Todesfälle gesorgt haben. Beschuldigt sind der ehemalige Wilke-Geschäftsführer, seine Stellvertreterin sowie der damalige Produktionsleiter. Neben einer Vielzahl von medizinischen Sachverständigen sollen insgesamt 32 Zeugen gehört werden – in der Mehrzahl ehemalige Mitarbeiter der Firma.
Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten von heute aus Hessen und Rheinland-Pfalz im Überblick.
Demos gegen Wehrdienstreform
Wie hier in Mainz haben Schüler in weiteren Städten in Rheinland-Pfalz und Hessen gegen den neuen Wehrdienst protestiert. Die Kundgebungen sind Teil der bundesweiten Demonstrationen unter dem Motto «Schulstreik gegen Wehrpflicht». Die Schüler wollen verhindern, dass aus dem aktuell freiwilligen Wehrdienst irgendwann eine Wehrpflicht wird. Das hessische Kultusministerium betonte, dass es nicht erlaubt sei, während der Unterrichtszeit an Demonstrationen teilzunehmen. Wer das missachte, fehle unentschuldigt.
Mehr Verkehrstote
Auf den Straßen in Rheinland-Pfalz sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen als im Jahr zuvor. Nach Angaben des Statistischen Landesamts starben insgesamt 158 Personen bei Verkehrsunfällen. Das war eine Steigerung um rund 22 Prozent. Auch die Zahl der Verletzten nahm zu. Sie erhöhte sich um 6,5 Prozent. Gleichzeitig gab es aber nicht mehr Verkehrsunfälle als im Vorjahr.
Schulbetrieb wieder möglich
Seit heute ist die Anni-Albers-Schule in Frankfurt wieder für den Unterricht freigegeben. Das hat die Stadt heute mitgeteilt. Nachdem Statiker Schäden am Dach des Gebäudes festgestellt hatten, waren Teile der Berufsschule seit Mittwoch der vergangenen Woche aus Sicherheitsgründen gesperrt. Der Unterricht fiel aus. Nach Angaben der Stadt sind die Schäden am Dach jetzt so weit behoben, dass das Gebäude wieder gefahrlos betreten werden kann. Mittelfristig müsse der Dachstuhl aber neu errichtet werden.
