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Mit 12.000 Mitarbeitern ist Merck Darmstadts größter Arbeitgeber. Heute hat der Vorstand des ältesten chemisch-pharmazeutischen Unternehmens der Welt in ihrem Hauptsitz die Bilanz für das vergangene Jahr vorgestellt und einen vorsichtigen Blick in die Zukunft geworfen.
Zufriedene Gesichter in Darmstadt. Das Wissenschafts– und Technologieunternehmen Merck kann trotz geopolitischer Herausforderungen und Währungsschwankungen seine Ziele erfüllen und einen Gewinn von 21,1 Milliarden Euro erwirtschaften. Nahezu denselben Betrag  wie im Vorjahr.

Belen Garijo, Vorstandsvorsitzende Merck
“Wir haben bewiesen, dass wir diszipliniert arbeiten können, wir verbinden die physische und die digitale Welt, wir setzen Wissenschaft in Lösungen um, die für Patienten und Kunden relevant sind, und wir wissen, dass die Zukunft den Unternehmen gehört, die Komplexität bewältigen und Ergebnisse liefern können.“

Das Pharma- und Laborgeschäft läuft gut. Gerade im Bereich  Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselstörungen gibt es eine  erhöhte Nachfrage nach entsprechenden Medikamenten. Dem gegenüber steht ein Minus in der Elektroniksparte.
Durch die Verknüpfung verschiedener Technologien will Merck in Zukunft weiter Innovationen vorantreiben.

Belen Garijo, Vorstandsvorsitzende Merck
„Ein hervorragendes Beispiel dafür ist unsere Partnerschaft mit imec, einer Organ-on-a-Chip-Technologie, die unsere Expertise in der Biologie mit fortschrittlichen Chips kombiniert, um menschliche Organfunktionen mithilfe lebender Zellen zu simulieren. Dies ermöglicht es Wissenschaftlern, Medikamente sicher und effektiv ohne Tierversuche zu testen.“

Dadurch soll die Entwicklung neuer Technologien schneller und zuverlässiger werden. Dafür bedürfe  es aber auch einem deutlichen Signal aus der Politik.

Helene von Roeder, Finanzvorstand Merck
„Wir brauchen auch deutsche Politiker und eine deutsche Politik, die endlich die Umsetzungen einfacher machen. Es ist offensichtlich, dass wir häufig mit der Frage konfrontiert werden: „Können wir Dinge nach Deutschland verlagern?“, was wir uns eigentlich wünschen, aber wenn man sich die Verzögerungen bei der Genehmigungserteilung und die immense Bürokratie in Deutschland ansieht, ist das nicht hilfreich.“

Für die Vorstandsvorsitzende Belen Garijo ist es heute die letzte Pressekonferenz für Merck, sie wechselt im April zum französischen Pharmakonzern Sanofi. Führungswechsel, harte Konkurrenz und ein schwacher US Dollar –  Merck stellt sich herausfordernde Zeiten ein.