Nach dem Angriff von Israel und den USA auf den Iran am Wochenende antwortet das Mullah-Regime mit Beschuss auch auf andere Staaten in der Golfregion. Dort warten geschätzt rund 30.000 deutsche Reisende darauf, in Sicherheit gebracht zu werden. Einige sind heute wohlbehalten am Frankfurter Flughafen angekommen, viele sitzen noch fest, etwa in Dubai.
Diese Aufnahme vom Samstagabend aus Dubai zeigt, wie ein mutmaßlich iranischer Flugkörper direkt neben einem Hotel explodiert. Mehrere Menschen werden dabei verletzt. Am nächsten Tag gibt es einen Einschlag am Flughafen, der Luftraum bleibt zunächst gesperrt. Auch die 29-jährige Katja Panasyuk aus Bad Kreuznach sitzt in Dubai fest. Von ihrem Hotel aus konnte sie die Rauchsäule beobachten.
Katja Panasyuk
„Samstagnacht hat auch mein Handy geklingelt. Ich hab eine Benachrichtigung bekommen, dass Raketen fliegen und ich soll mir einen Bunker suchen, aber gibt es hier nicht wirklich. Ich war heute Morgen an der Rezeption. Die lassen Leute nach Zimmernummern raus. Vier Zimmer von unserem Hotel durften heute fliegen. Ich hab hier mit vielen Leuten geredet, ein paar waren sehr lange in der Warteschleife von den Emirates, haben dadurch einen Flug für morgen bekommen. Aber wir alle warten. Von den meisten Leuten ist das Gepäck immer noch am Flughafen, meins inklusive. Und wir bekommen auch keine Benachrichtigung, wann wir das Gepäck abholen können, wie es weitergeht.“
Nachdem der Flugbetrieb in Dubai teilweise wieder aufgenommen wird, landet heute Nachmittag eine Maschine der Fluggesellschaft Emirates am Frankfurter Flughafen. An Bord viele erleichterte Reiserückkehrer, es spielen sich emotionale Szenen ab.
Sascha Kuczewski, aus Dortmund
„Ich hab’s erst geglaubt, als der Flieger abgehoben hat, muss ich gestehen. Also, da kann ja immer noch alles passieren. Dass man im Flugzeug sitzt, wieder raus muss. Es hat geklappt, ich bin hier, ich bin sehr froh.“
Robert, aus Köln
„Es gibt so Momente, wo man einfach durch ein Nadelöhr kommt. Es ist der erste Flieger und die anderen sind gecancelt. Und ich bin sehr, sehr froh, wieder hier zu sein.“
Beshort, aus Frankfurt
„Wir waren da relativ im Zentrum von Dubai und konnten natürlich auch die Explosionen hören, unter anderem auch Rauchwolken. Und natürlich ist man erst mal unter Schock. Angst. Man kennt das nicht. Man kennt eine sichere Lage, einen sicheren Ort, wie hier bei uns in Deutschland. Von daher, es war nicht einfach.“
Alexander Link, aus Rüsselsheim
„Für mich einprägend und auch nicht zu vergessen sind diese Alarme, die nachts losgehen. Wo es dann plötzlich in einer sehr komfortablen Phase im Bett heißt, jetzt aber sofort in Stellung bringen und in Sicherheit bringen.“
Sie alle sind wieder in Sicherheit. Doch die Lage bleibt angespannt. Das Auswärtige Amt rät Betroffenen, sich in der Krisenvorsorgeliste zu registrieren, kommerzielle Ausreisemöglichkeiten zu prüfen und sich direkt bei Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften zu informieren.
