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Papageno Musiktheater in Frankfurt steht vor dem Aus

Feb. 19, 2026

Das Papageno Musiktheater ist seit 3 Jahrzehnten aus der Frankfurter Kulturszene nicht wegzudenken: Musicals, Theater, Opern, und Konzerte werden dort auf die Bühne gebracht. Doch jetzt steht das Theater aber vor einer finanziellen Mammutaufgabe. Das Dach ist kaputt und muss dringend saniert werden. Sonst könnte es bald heißen: Der Vorhang bleibt zu.
Drinnen, bei den Proben für das Stück „Jim Knopf und die Wilde 13“ geht es um das Schicksal der kleinen Insel Lummerland – draußen, geht es um das Dach des Papageno Musiktheaters. Denn das weist gleich eine ganze Reihe von Schäden und geflickten Stellen auf.

Hans-Dieter Maienschein, Leiter Papageno Musiktheater
„Das muss immer regelmäßig gespannt werden. Und dadurch, dass die Spannkraft im Laufe der Jahre nachgelassen hat, könnte es passieren, dass es reißt, es dringt Feuchtigkeit ins Gebäude und damit ist die gesamte Elektrik und die gesamte Bühneninstallation in Gefahr.“

Um den Spielbetrieb nicht zu gefährden, muss die Außenhülle des 2003 errichteten Theaterbaus erneuert werden. Geschätzte Kosten: Bis zu 350.000. Euro. Eine Summe, die man aus eigener Kraft nicht aufbringen kann, so die Theaterleitung. Als freies Theater finanziert sich das Papageno Musiktheater zu 85 Prozent privat. 15 Prozent, das sind etwa 123.000 Euro pro Jahr, werden über die Kulturförderung des Stadt abgedeckt.

Hans-Dieter Maienschein, Leiter Papageno Musiktheater
„Das reicht natürlich längst nicht aus. Wir haben 40 Mitarbeiter, davon 13 Festangestellte. Und da kann man sich ja an der Hand ausrechnen, dass das hinten und vorne nicht reicht.“

Den Großteil der Einnahmen macht das Theater über die Eintrittgelder, die die etwa 280 Vorstellungen pro Jahr einbringen.

Lars Bürger, Papageno Musiktheater
„Natürlich müssen wir auch noch Stiftungen und private Spenden akquierieren, um den Spielbetrieb aufrechterhalten zu können. Unsere Eintrittspreise versuchen wir möglichst moderat zu halten, damit sich das auch alle Familien leisten können und das eben keine Theater nur für die Elite ist.“

Kulturdezernentin Ina Hartwig bezeichnet das Theater als enorm wichtigen Teil der Frankfurter Kulturlandschaft. Gleichzeitig gäbe es aber ein Budget, das nicht einfach überschritten werden könne.

Ina Hartwig (SPD), Kulturdezernentin Frankfurt
„Dieses Budget ist aufgeteilt in Aufgabe, in Töpfe, wenn Sie so wollen. Sowohl für städtische Institutionen, als auch für freie Träger, für die freie Szene. Und wenn jetzt zusätzliche Bedarfe auftauchen, wie etwa das Dach beim Papageno Musiktheater, das dringend saniert werden muss, dann müssen wir damit umgehen. Und ich kann nicht einfach in mein Budget greifen, wie in so ein Schatzkästlein und da Geld herausnehmen und sagen: Ich gebe euch das. So gern ich das täte. Aber in einer Demokratie, und das ist gut so, muss auch der Haushalt eine Legitimation durch die Stadtverordneten haben.“

Für die nächste Stadtverordnetenversammlung Anfang März steht ein zinsloser Kredit durch die Stadt als mögliche Lösung im Raum. Und egal ob Stadt, Theater, Lukas der Lokomotivführer oder Jim Knopf – allesamt hoffen sie auf ein Happy End.