Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Nachrichten vom 19.02.2026

Feb. 19, 2026

Handyortung von Ausreisepflichtigen gefordert — Staatsanwaltschaft fordert lebenslang — Mehr Kinder psychisch belastet
Anmoderation:
In der Nacht ist es in Bad Homburg zum Gebrauch einer Schusswaffe durch die Polizei gekommen. Gegen 2.50 Uhr wollten Spezialkräfte vier Männer festnehmen. Dabei fielen Schüsse. Drei Tatverdächtige nahm die Polizei fest. Ein vierter Mann, der dabei vermutlich verletzt wurde, konnte fliehen. Nach ihm wird jetzt gefahndet. Hinweise führten die Beamten zu einem Mehrfamilienhaus, doch bei der Durchsuchung fanden sie den Mann nicht. Warum genau geschossen wurde, ermittelt nun die Polizei.
Und damit zu weiteren Kurznachrichten aus Hessen und Rheinland-Pfalz, wie immer kurz und kompakt.

Handyortung von Ausreisepflichtigen gefordert
Der hessische Innenminister Roman Poseck will vor Abschiebungen Handyortungen und Observationen der betroffenen Flüchtlinge ermöglichen. Das solle verhindern, dass Ausreisepflichtige untertauchen. Wie Poseck heute mitteilt, plane er eine entsprechende Initiative für die nächste Innenministerkonferenz im Juni. Rückführungen scheiterten am häufigsten, weil die Personen nicht angetroffen werden.
Staatsanwaltschaft fordert lebenslang
Im Prozess gegen einen 32-jährigen Mann, der seine Frau getötet und anschließend  einbetoniert haben soll, hat die Staatsanwaltschaft heute vor dem Koblenzer Landgericht eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes gefordert. Außerdem soll die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden. Die Verteidigung plädierte auf ein Urteil  wegen Totschlags. Die Höhe der Strafe stellte sie in das Ermessen des Gerichts. Der Deutsche soll die von ihm getrenntlebende Frau im Juli 2025 in sein Haus in Bad Neuenahr-Ahrweiler gelockt und dort mit mehreren Messerstichen getötet haben. Danach soll er sie  in eine Grube gelegt  haben, die er mit Schnellbeton verschloss.  Das Motiv sollen Streitigkeiten im Scheidungsverfahren gewesen sein.
Mehr Kinder psychisch belastet
In Hessen steigt seit einigen Jahren die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die unter seelischem Druck leiden. Nach Angaben der Therapeutenkammer Hessen haben Ängste, Depressionen und Esstörungen zugenommen. Manche Kinder verletzten sich selbst oder hätten Selbstmordgedanken. Damit ihnen geholfen werden könne, müsse es deutlich mehr Therapeuten für Kinder und Jugendliche geben. Zurzeit hätten viele Fachärzte lange Wartelisten. Je später die Behandlung beginne, desto größer sei das Risiko, dass die psychischen Probleme chronisch werden.