Kostümverkauf am Mainzer Staatstheater
Drinnen: Tütü, Theatermasken, und T-Rex. Draußen, vor dem Mainzer Staatstheater: Hunderte Fastnachter und Theaterfans, die teilweise seit 7:30 Uhr in der Schlange stehen.
Daniel Gregorian
„Wieso so früh? Weil letzes Mal, letztes Jahr, sind wir gegen 9:00 Uhr hier aufgetaucht und da mussten wir da ganz hinten beim Douglas stehen.“
Mona Wäsch
„Das sind ja immer schon ganz besondere Teile. So Hingucker auf der Bühne. Und gerade für uns Amateurgruppen ist es was Tolles, wenn wir dem Publikum auch was bieten können natürlich.“
Tidi von Tiedemann
„Ich war jetzt schon ein paar Jahre immer mal hier. Und es gibt echt sehr sehr tolles Zeug. Und ich freu mich eigentlich auf alles. Also ich hoffe, dass ich auch ein zwei Sachen mit nach Hause nehmen kann.“
Passend – um 11:11 Uhr – werden die Ersten reingelassen. Der Ansturm auf die Kostüme, die vom Theater über das ganze Jahr hinweg aussortiert und gesammelt werden, geht los.
Sheila Lang
„Ich finde das von der Qualtität her wesentlich besser, als die anderen Karnevalskostüme, die man üblicherweise kaufen kann.“
Sunny Gärnter
„Ich finde es mega toll und wollte schon seit Jahren hier mal hin und habe es jetzt endlich geschafft. Also ich finde es richtig cool. Ich gehe auch gern ins Theater. Und die haben hier Sachen, die man sonst normal nicht findet.“
Schätzungweise 40.000 Kostüme lagern im Fundus des Staatstheaters. Ein paar tausend davon werden hier heute angeboten.
Ute Noack, Kostümdirektorin Staatstheater Mainz
„Wir haben über 30 Neuproduktionen im Jahr und der Fundus ist voll. Also das waren hier jetzt, glaube ich, 20 Ständer, was gar nicht so viel ist. Aber man denkt immer, es ist immer noch voll unten. Und dann ist es umso schöner, wenn sich die Leute freuen hier und so gute Laune haben. Das ist einfach toll, macht Spaß hier.“
Der Andrang im kleinen Haus des Staatstheaters ist riesig. Kostüme aus allen drei Sparten – also Tanz, Oper und Schauspiel – werden angeboten. Und bei mehr als 30 Produktionen pro Jahr – wird der Platz schnell knapp.
Ingrid Lupescu, Kostümfundus Staatstheater Mainz
„Wir haben auch das weinende Auge, deswegen sind wir heute auch als Clowns verkleidet. Es tut auch manchmal weh und wir sagen: Oh, das ist schön, das will ich gar nicht weitergeben. Aber das muss weg. Wir brauchen Platz!“
Schräge Einzeltstücke, Sakkos im Leder-Look, ein dickes Fell für die kalte Straßenfastnacht. Schaurige Accessoires und schrille Masken. Aber auch Alltagskleidung und historische Stücke. Jedes einzelne Teil – ein echtes Stück Theatergeschichte.









