Wilde Kreationen – Reporterin auf Currywurst-Festival in Neuwied
Nina Seeh, Reporterin in Neuwied
„Heute geht es um ein echtes Stück deutscher Esskultur – die Currywurst. Hier auf dem Currywurstfestival geht es um Geschmack, Tradition gegen Kreativität und die alles entscheidende Frage: Wie scharf darf’s sein? Ich schaue mich gleich mal ein bisschen um und suche nach den neuesten kulinarischen Trends rund um den Klassiker.“
An insgesamt 33 Ständen präsentieren die ihre Kreationen. Der Kreativität sind hier anscheinend keine Grenzen gesetzt. Von frittierter Wurst in Pflaumensoße über Currywurst Eintopf und veganer Variante. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Und da will ich mich natürlich überall durchtesten. Der Star des Gerichts: Die Soße. Viele Standbetreiber entwickeln ihre Kreationen eigens für das Festival, die oft bis zum Start geheim bleiben.
Philipp Meyer
„Wir haben schnell erkannt, dass dieses Fest hier ja das Verrückte halt sucht. Und ich hau dann immer mal so bekloppte Sachen raus wie Strawberry-Cheesecake Currywurst oder halt jetzt auch dieses Jahr die Kaugummi, die Bubble Gum. Und äh ja meine Schwester ist sehr gut im Umgang mit Lebensmitteln, hat auch viel Erfahrung in der Küche und die setzt das Ganze dann einfach um, dass es dann halt wirklich auch fürs Auge und halt auch geschmacklich dann auch was hergibt. Currywurst kriegt man überall und jeden Tag, überall in der Bundesrepublik aber solche Kreationen halt wirklich nur hier.“
Und diese Kreationen will ich natürlich probieren.
Nina Seeh, Reporterin
„Ja, was soll ich sagen, schmeckt nach Kaugummi und Currywurst. Also auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig, aber definitiv lecker.“
Und auch die anderen Besucher scheuen sich nicht davor die ungewöhnlichen Kombinationen zu testen.
Matteo Hlevnjak
„Es ist schon immer schön zu sehen, was manche Leute sich einfallen lassen, und ich muss auch von mir selber sagen, ich bin offen für solche Kreationen und die zu probieren, ich muss sagen, ich liebe Currywurst. Und das Festival ist schon echt eine Bereicherung für die Stadt hier.“
Dennis
„Ich glaube, wir hatten einmal was mit Ananas. Das war seltsamerweise lecker, was ich auch so nie gedacht hätte, aber doch ja, war cool. Oh, und mit Mango. Mit Mango ist auch super.“
Insgesamt rechnet die Stadt über das Wochenende mit 30.000 hungrigen Besuchern.
Fabienne Mies, Stadtmarketing Neuwied
„Das Festival ist eben auch einzigartig, weil es im Januar stattfindet, das heißt es ist die erste Veranstaltung für die Stadt und sie ist wirklich so etabliert, dass wirklich von weit her die Besucher wie auch unsere Standbetreiber kommen, sodass sich wirklich das Festival auch deutschlandweit schon einen Namen gemacht hat.“
Einen Namen gemacht hat sich auch die ChocolArt, die die Besucher nach dem Herzhaften auf etwas Süßes einlädt. Ursprünglich finden beide Veranstaltungen getrennt voneinander statt, bis man feststellt, dass sich herzhaft und süß doch ziemlich gut ergänzen.
Bei so vielen Möglichkeiten fällt es manchmal schwer sich zu entscheiden. Zum Glück gibt’s Hilfsmittel.
Ein Schärfetest. Also mein Wurst-Case-Szenario.
Nina Seeh, Reporterin
„Oh F***.”
Ich schaffe es nur bis zum dritten Schärfegrad von sieben. 375.000 Scoville. Das bedeutet, dass es mindestens 375.000 Tropfen Wasser bräuchte, um einen Tropfen der Soße zu neutralisieren.
Nina Seeh, Reporterin
„So, ich würde sagen, den Schärfetest habe ich mehr oder weniger bestanden, ich habe jetzt auch für heute echt genug Currywurst gegessen. Also ab nach Hause, Brötchen und Milch muss ich aber mitnehmen.“
Für alle, die jetzt so richtig Hunger bekommen haben. Das Currywurstfestival geht noch bis Sonntag.









