Nachrichten vom 29.01.2026
Anmoderation:
Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat heute der Klage einer Frau aus Hessen stattgegeben, die bei der Wohnungssuche wegen ihrer Herkunft benachteiligt wurde. Sie war wegen ihres pakistanischen Namens nicht zu einer Wohnungsbesichtigung eingeladen worden. Als sie eine Anfrage unter einem deutschen Namen schickte, wurde sie eingeladen. Der Makler muss ihr jetzt 3.000 Euro Schadensersatz zahlen. Damit hat der Bundes-Gerichtshof grundsätzlich geklärt, dass auch Makler sich an das Diskriminierungsverbot halten müssen.
Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten von heute aus Hessen und Rheinland-Pfalz:
Hessen bringt Baupaket 2 auf den Weg
In Wiesbaden hat Hessens Wirtschaftsminister Kaweeh Mansoori heute die Eckpunkte des geplanten Baupakets 2 vorgestellt. Durch die zuvor von einer Expertenkommission ausgearbeiteten Vorschläge sollen Baukosten gesenkt und Verfahren vereinfacht werden, damit in Hessen künftig wieder mehr gebaut wird. So sollen etwa Vorschriften beim Brand- sowie beim Lärmschutz gelockert werden, um vor allem das Bauen im Bestand zu erleichtern. In den kommenden Wochen soll der Hessische Landtag das Baupaket 2 endgültig beschließen.
Lehrermangel verlagert sich auf Berufsschulen
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hessen rechnet damit, dass sich der Mangel an ausgebildeten Lehrern an Grundschulen wegen der sinkenden Schülerzahlen in Zukunft etwas verringern wird. Dagegen werde er sich vor allem an den Berufsschulen verschärfen. Hier würden laut einer Prognose der Kultusministerkonferenz deutlich höhere Schülerzahlen erwartet. Gleichzeitig interessierten sich wenig Studierende für diese Schulform. Die Zahl der fehlenden ausgebildeten Lehrer werde sich bis Mitte des kommenden Jahrzehnts an den Berufsschulen mehr als verdoppeln.
Rekord bei Gewerbesteuer
Trotz der Wirtschaftsflaute sind in Hessen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer auf einen neuen Höchststand gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamt erzielten die Kommunen im vergangenen Jahr rund 7,8 Milliarden Euro. Das sind rund 3 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Grund für das landesweite Rekordergebnis könne sein, dass Hessen eine starke Finanz- und Versicherungsdienstleistungsbranche hat. Sie konnte bisher der Konjunkturschwäche trotzen.
Abmoderation:
Bei Reinigungsarbeiten ist ein 63-jähriger im Industriegebiet von Bad Sobernheim in die Nahe gefallen. Über einhundert Rettungskräfte waren daraufhin ausgerückt und hatten stundenlang nach dem Mann gesucht. Auch Taucher und Drohnen wurden eingesetzt – bislang ohne Erfolg. Nun wurde die Suche vorerst eingestellt – die Überlebenschancen im eisigen Wasser seien nicht mehr sehr groß.









