Wer hat das feinste Näschen? Deutschland sucht den Super-Sommelier in Mainz
Noch sind alle 23 Weinfachleute aus Gastronomie und Handel am Start. Viel Weinwissen ist am Tag des großen Finales gefragt. Neun verschiedene Weine müssen am Geschmack, am Geruch und an der Farbe erkannt werden.
Sascha Adam, Sommelier aus Ludwigshafen
„Wir haben uns in den letzten zwei immer abwechselnd Theorie- und Praxistests unterzogen und mussten Rebsorten erkennen und Rebsorten zuordnen. Hatten einige auch Theoriefragen zum Thema Weinrecht, Weinkultur, Etikettenkunde, Weinanbau.“
Die fünf Teilnehmer mit der höchsten Punktzahl ziehen ins Finale ein. Sascha Adam ist dabei. Ein Preisgeld gibt es nicht, aber wer gewinnt, der steht an der Spitze der deutschen Weinexperten.
Florian Koch, Leiter Aus- und Weiterbildung beim Deutschen Weininstitut
„Der DWI-Sommelier-Champion ist ein sehr prestigeträchtiger Titel. Und es bringt vor allem große Aufmerksamkeit. Also die letztjährige Gewinnerin zum Beispiel, hat danach sehr viele Jobangebote bekommen, auch einige Verträge abschließen können.“
Das Finale besteht aus drei Teilen. Zuerst müssen in fünf Minuten vier deutsche Weine bestimmt werden.
„Der dritte ist leichter von der Farbe her, etwas heller/bisschen nach Kräutern, leichte Stachelbeere/ziemlich stark grüner Apfel.“
In der Jury sitzen renommierte Weinexperten und Champions vergangener Sommelier-Cups.
„Und natürlich auch zum Dessert“
Welcher Wein, passt zu welchem Anlass, zu welchem Gericht? Sommeliers müssen überzeugende Verkäufer sein.
Sascha Adam, Sommelier aus Ludwigshafen
„Wäre natürlich toll, unter die ersten drei zu kommen, die Runde eben, das Verkaufsgespräch lief wirklich gut.“
Zum Schluss ein Quiz. Wer das Weinanbaugebiet zuerst erkennt, bekommt die meisten Punkte. Wer Champion werden will, braucht aber mehr als reines Fachwissen.
Katharina Iglesias, Jury-Mitglied DWI Sommelier-Cup 2026
„Für mich am wichtigsten sind auf der einen Seite das sichere Auftreten und aber auch, dass alles fachlich korrekt ist.“
Bei Sascha Adam ist fast alles fachlich korrekt. Er belegt Platz zwei. Champion wird Anna Katharina Lemke aus Nordrhein-Westfalen. Der Ludwigshafener ist trotzdem zufrieden.
Sascha Adam, Sommelier aus Ludwigshafen
„Ist wirklich gut gelaufen, ich freue mich. Super schöne Erfahrung, aber damit habe ich vorher wirklich nicht gerechnet. Klar denkt man immer, was wäre wenn, auch wenn man sich vorbereitet, aber nein, wirklich nicht.“
Sascha Adam darf auch beim nächsten Sommelier-Cup teilnehmen. Vielleicht klappt es ja dann mit dem Titelgewinn.









