DNA-Massentest nach Sexualstraftat
Hier im kleinen Örtchen Oberdürenbach im Kreis Ahrweiler soll es passiert sein. Am 21. Juni des vergangenen Jahres wird eine 7-Jährige im Bereich des Sportplatzes von einem Mann angesprochen und zu einem nahe gelegenen Reitplatz gelockt. Dort soll es zu einem Sexualdelikt gekommen sein. Details verrät die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen und zum Opferschutz nicht.
Den Täter konnte sie nicht finden, er hinterlässt aber eine DNA-Spur am Tatort und damit wollen ihn die Ermittler jetzt überführen. Ab heute sollen 2000 Männer im Alter von 16 bis 65 Jahren eine Zellprobe abgeben, die dann mit der am Tatort gefundenen Spur abgeglichen wird. Freiwillig.
Jürgen Fachinger, Sprecher Polizeipräsidium Koblenz
„Die Wahrscheinlichkeit, dass der Täter selbst ihr Speichel abgibt, ist nicht groß. Ist es natürlich auch nicht auszuschließen, weil ich sage jetzt mal eine Gruppe geht und dann gehen alle mit und dann ist möglicherweise auch der Täter dabei. Wobei wir uns da nicht allzu große Hoffnungen machen. Wir erhoffen uns halt vielmehr weiteren einen weiteren Ansatz, was die Ermittlungen betrifft, auch wenn wir Aufschluss auf den möglichen Verwandtschaftsgrad haben. Also das DNA Material hat ja dann gegebenenfalls entsprechende Übereinstimmungen mit der Täter-DNA. Und das hätten wir dann entsprechend, wenn wir einen Verwandten hätten, der hier entsprechend Material abgegeben hat. Und dann könnten wir da weiter ermitteln.“
Viele wollen mithelfen, die Tat aufzuklären. Der Andrang ist heute dementsprechend groß.
Eine solche DNA-Reihen-Untersuchung hatte es bereits mit Männern aus Oberdürenbach gegeben – jedoch ohne Ergebnis. Nun wurden auch Personen aus dem Umland angeschrieben.
Jürgen Fachinger, Sprecher Polizeipräsidium Koblenz
„Es ist ein Verbrechen, das wir aufklären möchten. Und da ist uns natürlich, dann nehmen wir die Maßnahmen, die uns das Gesetz halt gibt, führen wir dann entsprechend auch durch. Und dazu gehört halt diese DNA-Reihenuntersuchung. In diesem Ausmaß ist das, wie gesagt, ist es natürlich äußerst untypisch oder selten. So muss man es formulieren. Aber sie kann uns halt eben auch weiterhelfen.“
Den gesuchten Mann beschreibt die Polizei wie folgt: Er ist etwa 30 bis 35 Jahre alt und 1,70 bis 1,80 Meter groß. Er habe einen hellen Teint, dunkle kurze Haare und einen Oberlippenbart. Zum Tatzeitpunkt habe er ein schwarzes T-Shirt und eine kurze, schwarze Hose getragen.
Bis zum Sonntag kann jeder angeschriebene Mann seine Erbgutprobe abgeben, anschließend werden sie ausgewertet. In ein paar Wochen wird sich dann zeigen, ob die Polizei hier einen Treffer landen konnte.









