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Der Sporttalk mit Julian Beimel

Jan. 23, 2026

Der 19. Spieltag in der 1. Fußallbundesliga steht an. Aber Eintracht Frankfurt musste unter der Woche erst mal in der Champions League in Aserbaidschan ran – und flog aus dem Wettbewerb.
Markus Appelmann, Moderator:
Und darüber spreche ich jetzt mit meinem Kollegen aus der Sportredaktion Julian Beimel. Julian, wie ordnest Du die Niederlage der Frankfurter gegen Qarabag Agdam ein?
Julian Beimel, Sportreporter:
Durch die 2:3-Niederlage ein Weiterkommen in die KO-Phase der Champions League-Aus nicht mehr möglich. Auch mit Interimstrainer Dennis Schmitt bekommen sie ihre Schwächen, besonders in der Abwehr, nicht in den Griff. Und ausgerechnet jetzt kommt der Tabellendritte Hoffenheim – die Kraichgauer in den letzten 9 Ligaspielen: Nur ein einziges Mal verloren und 6 Siege. Wie sie da bestehen wollen, wir hören mal rein.

Dennis Schmitt, Interimstrainer Eintracht Frankfurt
„Am Ende haben wir eine gute Mannschaft, die unser volles Vertrauen hat. Die glaube ich ab morgen, ab den ersten zwei drei Aktionen ein Stadion hinter sich haben wird, das uns komplett unterstützen wird. Das wird auch brutal wichtig für uns. Und am Ende geht es auch darum, über Kleinigkeiten sich aufzurichten. Ein guter Pass, ein gewonnener Zweikampf oder auch mal den Ball aus dem Stadion rausknallen. Es geht morgen nicht um einen Schönheitspreis, sondern es geht darum das Spiel zu gewinnen.“

Beimel
Die Trainersuche zieht sich bei der Eintracht weiter hin. Marco Rose zwar nicht mehr Trainer bei RB Leipzig, aber noch unter Vertrag bei den Sachsen. Da müsste wohl eine Ablöse gezahlt werden. Wer es am Ende auch wird, das Saisonziel „Europa“ erreichen –  keine leichte Aufgabe. Die Eintracht – zurzeit ein fragiles Gebilde.
Appelmann:
Mainz 05 empfängt am Samstag den Vfl Wolfsburg und will wahrscheinlich an sein letztes Heimspiel anknüpfen, oder? 7
Beimel:
Absolut, in der MEWA-Arena haben sie nämlich zuletzt gewonnen und davor unentschieden gespielt. Und gerade als Tabellenvorletzter tut man ja gut daran, sich an jedem auch noch so kleinen Positiv-Trend hochzuziehen. Und Trainer Urs Fischer arbeitet zurzeit daran, seiner Mannschaft wieder dieses gewisse Selbstverständnis zu vermitteln.

Urs Fischer, Trainer 1. FSV Mainz 05
„Es ist vor allem wichtig aktiv zu bleiben. Dass wir nicht passiv werden. Ja, und dann glaube ich helfen dir einfach Resultate, um das wieder bestmöglich hinzubekommen.“

Beimel:
In der Abwehr haben die Mainzer nochmal verstärkt. Innenverteidiger Stefan Posch wird bis Saisonende ausgeliehen, kehrt vom italienischen Club Como zurück in die Bundesliga. Der 28-Jährige mit der Erfahrung aus 49 Länderspielen für Österreich.
Appelmann:
Kommen wir jetzt zu Liga 2, da erwartet den 1. FC Kaiserslautern der ultimative Härtetest: Auswärts beim Tabellenführer Schalke 04.
Beimel:
Ja, wir sehen es hier. Schalke könnte sich mit einem Sieg vielleicht sogar etwas nach oben absetzen. Der FCK auf Rang 5, will oben dran bleiben. Dafür müssen aber auswärts mehr Punkte her. Und Trainer Torsten Lieberknecht wurde deshalb heute auf der Pressekonferenz gefragt, was für ein Spiel die Fans erwarten können?! Der FCK habe auswärts ja erst 8 Tore geschossen. Und das war seine Antwort:

Torsten Lieberknecht, Trainer 1. FC Kaiserslautern
„Ich hoffe ein ganz schlechtes Spiel von uns, das wir trotzdem mit drei Punkten beenden. Das würde ich mich wünschen. Aber wir müssen uns nicht dafür schämen, die zweitbeste Offensivmannschaft zu sein in der Liga.“

Beimel:
Also das hat ihm nicht so gefallen, denn sie haben ja schon 32 Tore erzielt. Das ist viel. Und viel sind auch die mehr als 6000 FCK-Fans,  die ihre Mannschaft in den Ruhrpott zu den Königsblauen begleiten.
Appelmann:
In etwas mehr als einer halben Stunde ist schon Anstoß am Bölle. Holt Darmstadt 98 zuhause gegen den 1. FC Nürnberg den nächsten Heimsieg?
Beimel:
Die Chancen stehen gut. Die Lilien haben die wenigsten Niederlagen der gesamten Liga, zwei an der Zahl.   Und sie sind zuhause noch ungeschlagen. Und deshalb sagt Florian Kohfeldt auch: Ja, vor Nürnberg haben wir Respekt. Aber: Wir treten auch sehr sehr selbstbewusst auf.

Florian Kohfeldt, Trainer SV Darmstadt 98
„Wir sind über die gesamte Saison bislang ungeschlagen zuhause. Wir sind insgesamt seit acht Spielen ungeschlagen. Dementsprechend freuen wir uns auf das Spiel. Ich glaube, das wird ein sehr attraktives Spiel für die Zuschauer, ist mein Gefühl. Und wir freuen uns vor allem auf die Bölle-Stimmung und gehen da schon auch mit dem Selbstvertrauen rein, dass wir sagen: Ja, guter Gegner. Aber wir haben auch was zu bieten.“

Beimel:
Er hat die Bölle-Stimmung eben angesprochen. Unter der Woche hat die Fanabteilung von Darmstadt 98 seine Fans zum Austausch eingeladen. Zusammen will man daran arbeiten, dass die Stimmung im Stadion wieder besser und lauter wird. Ein Heimsieg gegen Nürnberg kann dabei ja nur helfen.
Appelmann:
Wir sind gespannt, wie laut es dann in wenigen Minuten am Bölle wird. Julian, Dir jetzt erstmal vielen Dank für Deinen sportlichen Ausblick auf den kommenden Spieltag.
Beimel:
Gerne.