Der Sporttalk mit Thorsten Arnold
Eva Dieterle, Moderatorin: Darüber spreche ich jetzt mit unserem Sportreporter Thorsten Arnold. Thorsten, ja lass uns mit Eintracht Frankfurt beginnen, nach der Niederlage in Stuttgart: wie groß ist der Druck jetzt für Dino Toppmöller und sein Team vor dem Auswärtsspiel in Bremen?
Thorsten Arnold, Sportreporter: Ja der ist doch deutlich spürbar. Individuelle Fehler hinten, Ideenlosigkeit im Spiel nach vorne, da hat der sonst so freundliche und sachliche Dino Toppmöller vor dem richtungsweisenden Spiel heute Abend in Bremen – die kriegen nämlich momentan auch wenig auf die Kette – mal allen ne ordentliche Ansage gemacht.
Dino Toppmöller, Trainer Eintracht Frankfurt
„Ich glaube, dass es immer auf die Situation ankommt und die war eben jetzt so, dass ich da in Stuttgart auch extrem sauer war und das aufgezeigt habe. Dann geht’s auch nicht immer, dass man jeden mit Samthandschuhen anpackt, sondern wir spielen Profifußball, wir wollen erfolgreich sein. Und dafür sollten wir immer alles tun und dafür muss man das auch mal aushalten. Ich muss auch Kritik aushalten von außerhalb und dann muss ein Spieler auch mal was aushalten, wenn der Trainer mal laut wird.“
Arnold: Und die Eintracht ist auch irgendwie vom Pech verfolgt gerade. Younes Ebnoutalib hatte ja einem prima Einstand in seinem ersten Spiel, jetzt hat er sich schon verletzt – Innenbandriss im rechten Knie, da sehen wir‘s, da fasst er sich genau hin an die Stelle – mindestens vier Wochen Pause. Jetzt ist auch noch Mario Götze krank geworden, fällt zusätzlich aus.
Dieterle: Thorsten, wir schauen auf unseren anderen Erstligisten, auf Mainz 05. Die konnten jetzt in der Bundesligatabelle die rote Laterne abgeben.
Arnold: Ja, haben sie mit dem Schlusspfiff am Dienstag quasi direkt übergeben an den unterlegenen ersten FC Heidenheim. Und die Mainzer haben einen richtigen Sprung gemacht: Auch den FC St. Pauli hinter sich gelassen, stehen jetzt auf dem Relegationsplatz. Ja das müsste den Nullfünfern doch vor dem Auswärtsspiel morgen in Köln jetzt ordentlich Aufwind geben. Oder, Urs Fischer?
Urs Fischer, Trainer 1. FSV Mainz 05
„Ich glaube, wir konnten das Ganze ein bisschen stabilisieren, aber gewonnen ist noch gar nichts. Das wird bis zum Ende ganz eng bleiben und die Situation wird ungemütlich bleiben.“
Arnold: Also echte Euphorie hört sich ein bisschen anders an, aber gut, aktuell beklagen die Mainzer nicht weniger als acht Verletzte. Aber einer ist erstmals mit im Kader, da sehen wir ihn, hat diese Woche fleißig trainiert: Silas, der hochgewachsene Angreifer, den kennt man ja noch vom VfB Stuttgart. Da sind wir mal gespannt ob er beim Anpfiff der Partie direkt schon auf dem Platz steht.“
Dieterle: Anpfiff ist das Stichwort, Thorsten. Denn an diesem Wochenende startet endlich auch die zweite Fußballbundesliga ins neue Jahr, die Rückrunde beginnt.
Arnold: Ja, das waren ja jetzt gut dreieinhalb Wochen ohne Spiel, ohne Wettkampf. Jetzt scharren alle mit den Hufen. Und für den SV Darmstadt 98 geht’s am Sonntag beim VfL Bochum los. Und da ist natürlich die ersten Frage an Trainer Florian Kohfeldt: Wie sehr habt ihr Bock?
Florian Kohfeldt, Trainer SV Darmstadt 98
„Ja, mega Bock! Also ich glaube Wettkampf ist das, warum wir das machen, da gibt es natürlich Drucksituationen, natürlich ist es das erste Mal wieder so, dass du gemessen, gewogen wirst. Wie gut du bist, was passiert. Aber wir freuen uns da drauf, wir haben alle sehr, sehr viel Lust da drauf -auf dieses Spiel und auf die Rückrunde.“
Arnold: Na, dann los! Gut 1.500 Lilien-Fans fahren mit ins Ruhrstadion nach Bochum, Sonntag um 13:30 Uhr ist Anpfiff.
Dieterle: Dieterle: Ebenfalls am Sonntag haben die Lauterer ihren ersten Auftritt im neuen Jahr. Und es kommt gleich ein ganz dicker Brocken auf den Betzenberg.
Arnold: Ja, Hannover 96. Und Trainer Torsten Lieberknecht sieht den Schlüssel zum Sieg gegen Hannover diesmal vor allem in den direkten Zweikämpfen und wie viele davon gewonnen werden.
Torsten Lieberknecht, Trainer 1. FC Kaiserslautern
„Wenn mehr Jungs in der Mannschaft das schaffen, dann weißt du, dann funktioniert die Mannschaft. Und das brauchen wir! Der Respekt vor Hannover ist da, umgekehrt ist’s ja genauso. Weil sich‘ s einfach gebührt. Weil sich beide Mannschaften dieses Spiel auch so in der Form, mit der Brisanz, auch verdient haben. Aus, fertig!“
Arnold: Tja, mehr gibt’s dann tatsächlich nicht zu sagen …
Dieterle: „Aus. Fertig!“ – Das gilt dann auch für uns! Wir sind nämlich am Ende unseres Bundesliga-Ausblicks aufs kommende Wochenende. Vielen Dank, Thorsten!









