Ausstellung zu Max Slevogt in Mainz
Ein Selbstporträt, so präsentiert sich der Maler am liebsten. Mit Zigarette oder Zigarre, vor seinem Anwesen in Leinsweiler in der Südpfalz. Den Slevogthof gibt es auch heute noch. Er ist nicht mehr in Familienbesitz. Bis Anfang der 1930er Jahre lebte hier der große deutsche Impressionist. Ein bereits zu Lebzeiten berühmter Maler. Doch Max Slevogt war viel mehr.
Karoline Feulner, Kuratorin der Ausstellung
„Er wurde auch als König der Illustrationen gefeiert. Also unter Zeitgenossen, war er eigentlich bekannt als Illustrator. Und daran hatte maßgeblich Anteil daran, Bruno Cassierer.“
Bruno Cassierer, einer der einflussreichsten Verleger Berlins, und Max Slevogt arbeiten fast drei Jahrzehnte zusammen. Finanziell erfolgreich und produktiv. Es entstehen insgesamt über 50 verschiedene illustrierte Bücher und Mappen. Das anspruchsvollste Werk ist Goethes Faust mit mehr als 500 Lithografien.
Birgit Heide, Direktorin Landesmuseum Mainz
„Das Besondere an der Ausstellung ist, dass wir wieder neue Seiten von Max Slevogt zeigen können. Mit Werken, die auch hier bei uns noch nie zu sehen gewesen sind. Und dieser unerschöpfliche Schatz, den wir hier auch mit dem grafischen Nachlass haben, bietet unglaublich viele Aspekte und Sichtweisen.“
Den gesamten grafischen Nachlass hat das Land Rheinland-Pfalz 2014 von Slevogts Erben erworben. Insgesamt sind es rund 2000 Zeichnungen und 4000 Druckgrafiken. Max Slevogt: ein extrem produktiver Künstler. Gezeichnet hat er immer und überall. Auch Speisekarten werden zu kleinen Kunstwerken.
Karoline Feulner, Kuratorin der Ausstellung
„Slevogt war kein einfacher Künstler. Er war wahnsinnig produktiv, aber auch ein bisschen chaotisch, und er ließ sich auch nichts vorschreiben. Also die Themen wählte er am liebsten immer selbst. Und es gab auch so andere kleine Probleme. Er war zum Beispiel ungern in den Verlag zu bewegen.“
Sein Stammkaffee ist ein beliebter Arbeitsplatz des Malers. Wenn er nicht in Berlin ist, dann lebt und arbeitet er in der Südpfalz. Hier stirbt Max Slevogt 1932. In der Ausstellung im Mainzer Landesmuseum werden bis zum 8. März auch Gemälde des großen Impressionisten gezeigt. Aber vor allem die Grafiken des „Königs der Illustration“.









