Waldzustandsbericht: Der Wald in Rheinland-Pfalz erholt sich etwas
Erstmals seit sieben Jahren geht es dem Wald in Rheinland-Pfalz wieder etwas besser. Vor allem Buche und Eiche haben sich laut aktuellem Waldzustandsbericht durch hohe Niederschläge erholt.
Joachim Langshausen, Landesforsten Rheinland-Pfalz
„Mit dem Wald ist es so der hat ja ein Gedächtnis. Und wir hatten in den letzten Jahren eine Kette von sehr schlechten Wachstumsbedingungen, so dass sich im Prinzip die Reaktion immer weiter aufgestaut hat. Also schlechtes Jahr, schlechtes Jahr, schlechtes Jahr und wir merken wie das funktioniert, wenn es dann mal ein gutes Jahr gibt, dann atmet der sozusagen gleich durch und dann geht’s ihm wesentlich besser.“
6 Prozent mehr Bäume als noch im Vorjahr haben keine sichtbaren Schäden.Doch noch immer haben 81 Prozent der Bäume keinen guten Zustand, wie etwa abgestorbene Äste oder Kronen. Vor zehn Jahren war der Wert um fast 10 Prozent besser, zu Beginn der Messung war noch weit weniger als die Hälfte aller Bäume geschädigt. In diesem Jahr konnten die Förster die Verbesserungen nicht erst an den Zahlen sondern schon mit bloßem Auge erkennen.
Joachim Langshausen, Landesforsten Rheinland-Pfalz
„Ich weiß nicht, ob es ihnen auch so gegangen ist im Frühjahr, als das Laub sich entfaltet hat, da konnten sie dieses frische Grün und wirklich die Dunkelheit im Wald sehen. warum ist das so? Die Bäume haben viel größere Blätter ausgebaut, die haben viel mehr Blätter ausgebildet, so dass dort wo sie im Sommer sonst schon mal Lichtflecken am Boden gesehen haben einfach nur Dunkelheit gesehen haben. Man konnte es im Prinzip schon fast ohne Stichprobe und ohne Messung sehen.“
Kaum zu sehen ist dagegen aktuell, wie die Landesregierung ihr selbst gestecktes Ziel erreichen will Rheinland-Pfalz bis 2040 klimaneutral zu machen. Auch weil der Wald inzwischen insgesamt mehr CO2 abgibt, als er in der gleichen Zeit einlagern kann, er also von einer Senke zur Treibhausgasquelle geworden ist. Nicht nur die Unternehmer im Land halten das Ziel für unrealistisch, auch die Opposition zweifelt daran, dass der geschädigte Wald dafür genügend CO2 aufnehmen kann.
Katrin Eder (Bündnis 90/ Die Grünen), Klimaschutzministerin RLP
„In Rheinland-Pfalz haben wir das Glück, dass er noch speichert, das ist in anderen Bundesländern anders aber deswegen nehmen wir jetzt auch 50 Millionen € in die Hand, um langfristig weiter aufzuforsten und den Wald zu unterstützen und Wasser zurückzuhalten. Aber auch um das Thema Holzbau, das ist ja auch gebundenes CO2 voranzutreiben und diese Mischung aus Maßnahmen wird dazu führen, dass der Wald in Rheinland-Pfalz auch weiter CO2 speichert.“
Gerd Schreiner (CDU), Abgeordneter Landtag RLP
„Es wird dem Wald nicht dadurch besser gehen, dass man die Ziele erhöht sondern es wird den Wald dadurch besser gehen, dass man ihn nachhaltig bewirtschaftet. Ich hab gar nichts gegen ambitionierte Ziele aber vor allem wünsche ich mir ambitionierte Taten und daran lässt es dieses Klimaschutzministerium mangeln. Darauf zu setzen, dass es mehr regnet, dafür kann Katrin Eder weiß Gott nichts.“
Trockenheit, verschmutzte Luft und Schädlinge machen dem Wald trotzdem weiter zu schaffen. Noch ist unklar, ob der positive Trend für 2025 für die grüne Lunge nur eine kleine Verschnaufpause war.









