Nachrichten vom 11.12.2025
Anmoderation:
Der Journalistenverband Hessen hat den Umgang mit Reportern bei den Anti-AfD-Demos in Gießen kritisiert. Nun soll ein Gespräch mit dem hessischen Innenminister stattfinden. Hintergrund für die Gespräche waren Berichte von Reportern, die am Tag der Neugründung der AfD-Jugend in Gießen trotz Vorlage des Presseausweises an ihrer Arbeit gehindert wurden.
Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten von heute.
Verfassungsschutz erhält mehr Befugnisse
Der Hessische Landtag hat den Gesetzentwurf der Landesregierung für ein erneuertes Verfassungsschutzgesetz verabschiedet. Zuvor hatte das Bundesverfassungsgericht Teile der bisherigen Regelung als verfassungswidrig eingestuft. Mit dem neuen Gesetz werden vor allem die digitalen Befugnisse gestärkt, um gegen Extremisten vorzugehen. Online-Durchsuchungen von Computern und Smartphones sind künftig möglich, aber nur mit richterlicher Anordnung und bei schweren Gefahrenlagen. Außerdem dürfen Daten von minderjährigen Verdächtigen in bestimmten Fällen länger gespeichert werden. Neu ist auch, dass der Staat öffentlich mitteilen darf, welche Gruppen oder Parteien als extremistisch oder als Verdachtsfall gelten. Kritiker warnen vor zu starken Eingriffen in Grundrechte.
SCHOTT Pharma macht weniger Gewinn
SCHOTT Pharma hat im Jahr 2025 einen Gewinn von 147 Millionen Euro erzielt, das sind 2,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der Spezialist für pharmazeutische Verpackungen steigerte seinen Umsatz um knapp sechs Prozent auf rund 986 Millionen Euro. Besonders gut liefen hochwertige Glasverpackungen für Medikamente. Für 2026 rechnet SCHOTT Pharma wegen Marktunsicherheiten nur mit einem moderaten Umsatzplus von zwei bis fünf Prozent. Mittelfristig erwartet das Unternehmen jedoch wieder stärkeres Wachstum.
Fast jeder zweite Deutsche spendet
Die Deutschen haben 2024 deutlich mehr gespendet, insgesamt 14 Milliarden Euro. Sowohl die Zahl der Spender als auch die durchschnittlichen Beträge sind gestiegen. Regional zeigen sich allerdings große Unterschiede, insbesondere zwischen wirtschaftsstarken süddeutschen Bundesländern und strukturschwächeren Regionen. Besonders großzügig zeigt sich Hessen: Mit 489 Euro pro Kopf gehört das Bundesland zu den Spitzenreitern in Deutschland. Deutlich zurückhaltender fällt das Spendenverhalten in Rheinland-Pfalz aus. Dort liegt der Durchschnittsbetrag mit 267 Euro pro Person im unteren Bereich aller Bundesländer.









