Immer mehr Bestatter-Azubis
Über massiven Fachkräftemangel klagen derzeit viele Branchen. Doch ausgerechnet EINE erlebt gerade einen echten Aufschwung: das Bestattungshandwerk. Die Zahl der Auszubildenden zur Bestattungsfachkraft ist auf Rekordniveau gestiegen. Wir waren in einem Bestattungsunternehmen in Trier und haben uns angeschaut, was den Nachwuchs an dieser Arbeit begeistert und warum gerade jetzt so viele in diesen Beruf einsteigen.
Ein letztes Mal waschen, richten und kleiden – so ermöglichen Bestatter Angehörigen einen würdevollen Abschied vom Verstorbenen. Philipp Wolff und Celina Teichmann lassen sich gerade zur Bestattungsfachkraft ausbilden. Philipp findet über Umwege in diesen Beruf, eigentlich wollte er Lehrer werden.
Philipp Wolff, 21 Jahre, 3 Lehrjahr
„Ich schätze besonders an dem Beruf, dass kein Tag gleich ist. Ich habe sehr viele verschiedene Aufgaben. Sei es im Büro, im Außendienst, auf dem Friedhof, im Gespräch.//Und das ist der große Vorteil, ich sitze nicht den ganzen Tag am Schreibtisch, meistens bin ich den ganzen Tag draußen.“
Viel steht auf dem Lehrplan: hygienische Versorgung, Überführung von Verstorbenen, Trauergespräche aber auch Grabtechnik. In der Akademie üben die Auszubildenden handwerkliche Dinge wie den Sargausschlag. Die Berufsschule vermittelt das theoretische Wissen. Celina kommt durch ihre frühere Arbeit auf einem Gnadenhof für Tiere früh mit dem Thema Tod in Berührung. Ein Praktikum überzeugt sie, Bestatterin zu werden. Das Besondere daran: die Geschichten, die hinter jedem Menschen stehen.
Celina Teichmann, 19 Jahre, 1. Lehrjahr
„Wir lernen die Leute ja erst meistens nach ihrem Tod kennen. Und wenn man dann auf den Beisetzungen ist, was zu den Personen erfährt und wie ihr Umfeld war, wie sie so gelebt haben, das ist immer sehr interessant.“
Die Ausbildung gibt es seit 2008. Rund 1000 junge Menschen in Deutschland lassen sich aktuell zum Bestatter ausbilden. 88 davon in Rheinland-Pfalz, 51 in Hessen. Zum Vergleich: Vor gut zehn Jahren gab es bundesweit gerade mal 390 Azubis. Ein deutlicher Anstieg. Für Geschäftsführerin Ulrike Grandjean liegt das vor allem an der wachsenden Vielseitigkeit der Bestatter-Tätigkeit. Und daran, dass der Beruf auf Social Media sichtbar geworden ist. Trotzdem sei er längst nicht für jeden geeignet.
Ulrike Grandjean, Bestattungs-Unternehmerin
„Wichtig für die jungen Menschen ist natürlich, dass sie gefestigt sind, mental gefestigt sind. Natürlich der Umgang mit Verstorbenen, aber auch vorwiegend mit trauernden Menschen, dass man das selber natürlichen irgendwo auch verarbeiten kann und damit umgehen kann. Gewisse Empathie auf jeden Fall und Fingerspitzengefühl.“
Bestatter – ein Beruf, den es immer geben wird. Und in Anbetracht der alternden Baby-Boomer-Generation dürfte der Bedarf in den kommenden Jahren steigen. Ein Handwerk, das auch Künstliche Intelligenz nicht ersetzen wird.
Ein letztes Mal waschen, richten und kleiden – so ermöglichen Bestatter Angehörigen einen würdevollen Abschied vom Verstorbenen. Philipp Wolff und Celina Teichmann lassen sich gerade zur Bestattungsfachkraft ausbilden. Philipp findet über Umwege in diesen Beruf, eigentlich wollte er Lehrer werden.
Philipp Wolff, 21 Jahre, 3 Lehrjahr
„Ich schätze besonders an dem Beruf, dass kein Tag gleich ist. Ich habe sehr viele verschiedene Aufgaben. Sei es im Büro, im Außendienst, auf dem Friedhof, im Gespräch.//Und das ist der große Vorteil, ich sitze nicht den ganzen Tag am Schreibtisch, meistens bin ich den ganzen Tag draußen.“
Viel steht auf dem Lehrplan: hygienische Versorgung, Überführung von Verstorbenen, Trauergespräche aber auch Grabtechnik. In der Akademie üben die Auszubildenden handwerkliche Dinge wie den Sargausschlag. Die Berufsschule vermittelt das theoretische Wissen. Celina kommt durch ihre frühere Arbeit auf einem Gnadenhof für Tiere früh mit dem Thema Tod in Berührung. Ein Praktikum überzeugt sie, Bestatterin zu werden. Das Besondere daran: die Geschichten, die hinter jedem Menschen stehen.
Celina Teichmann, 19 Jahre, 1. Lehrjahr
„Wir lernen die Leute ja erst meistens nach ihrem Tod kennen. Und wenn man dann auf den Beisetzungen ist, was zu den Personen erfährt und wie ihr Umfeld war, wie sie so gelebt haben, das ist immer sehr interessant.“
Die Ausbildung gibt es seit 2008. Rund 1000 junge Menschen in Deutschland lassen sich aktuell zum Bestatter ausbilden. 88 davon in Rheinland-Pfalz, 51 in Hessen. Zum Vergleich: Vor gut zehn Jahren gab es bundesweit gerade mal 390 Azubis. Ein deutlicher Anstieg. Für Geschäftsführerin Ulrike Grandjean liegt das vor allem an der wachsenden Vielseitigkeit der Bestatter-Tätigkeit. Und daran, dass der Beruf auf Social Media sichtbar geworden ist. Trotzdem sei er längst nicht für jeden geeignet.
Ulrike Grandjean, Bestattungs-Unternehmerin
„Wichtig für die jungen Menschen ist natürlich, dass sie gefestigt sind, mental gefestigt sind. Natürlich der Umgang mit Verstorbenen, aber auch vorwiegend mit trauernden Menschen, dass man das selber natürlichen irgendwo auch verarbeiten kann und damit umgehen kann. Gewisse Empathie auf jeden Fall und Fingerspitzengefühl.“
Bestatter – ein Beruf, den es immer geben wird. Und in Anbetracht der alternden Baby-Boomer-Generation dürfte der Bedarf in den kommenden Jahren steigen. Ein Handwerk, das auch Künstliche Intelligenz nicht ersetzen wird.









