Vogelgrippe auf Geflügelhof in der Wetterau
Zwei Federn erinnern noch an die Hunderte von Enten, Gänsen, Puten und Hühnern, die bis vor kurzem noch hier gelebt haben. Als vergangene Woche die Vogelgrippe auf dem Hof Antony festgestellt wird, muss die Familie ihr gesamtes Geflügel töten. Zum Schutz des Wetteraukreises.
Jan Weckler (CDU), Landrat Wetteraukreis
„Es geht vor allem darum, dieses Virus, das sehr gefährlich ist, und hoch infektiös ist und sich sehr schnell verbreiten kann, in jedem Fall zu verhindern und die Ausbreitung zu verhindern. Und deswegen war es unumgänglich, dass die Tiere getötet werden mussten.“
Für die Familie ein herber Schlag, der Hofladen bleibt zunächst geschlossen, man müsse erstmal schauen, wie es jetzt weitergeht. Vor der Kamera wollen sie sich heute nicht äußern. Der finanzielle Schaden sei momentan noch nicht abschätzbar.
Jan Weckler (CDU), Landrat Wetteraukreis
„Der Halter bekommt einen Teil des Schadens erstattet über die Tierseuchenkasse, die eine Pflichtversicherung für solche Betriebe ist. Beispielsweise die Keulung und auch die Desinfektion wird darüber abgerechnet. Aber ansonsten muss das Veterinäramt eine Schätzung vornehmen, beispielsweise nach Gewicht der Tiere und danach wird nachher geschätzt, wie die Entschädigung ganz konkret aussieht.“
Um den betroffenen Hof wurde nun eine Schutzzone mit einem Radius von 3 Kilometern und eine Überwachungszone von zehn Kilometern Radius errichtet. 600 Betriebe betreffen die Maßnahmen. Dort entnimmt die Veterinärbehörde Proben, in der Überwachungszone stichprobenartig, und untersucht sie im Labor auf das Virus.
Zudem müssen Betriebe im Wetteraukreis ihre Tiere im Stall halten, Schuhe gründlich reinigen und desinfizieren und das Futter unzugänglich für Wildvögel lagern.
Zumindest hier, auf dem Hof der Familie Antony haben die Vorsichtsmaßnahmen nicht geholfen. Für sie bleibt die emotionale Unterstützung der Nachbarn.
Olga Schneider, Bürgermeisterin Rockenberg
„Im Nachgang haben wir feststellen können, dass der Zusammenhalt enorm groß ist und das Mitgefühl auch ganz ganz stark gegeben ist.“
Im Landkreis rückt man zusammen – und hofft, dass nicht noch mehr Betriebe das Schicksal von Familie Antony teilen müssen.









