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Gordon Schnieder zum CDU-Spitzenkandidaten gewählt

Nov. 17, 2025

Friedrich Merz war Gast auf dem Parteitag der rheinland-pfälzischen CDU in Morbach. Ein wohl für ihn weitaus angenehmerer Termin, denn die CDU führt die Umfragen vor der Landtagswahl deutlich an. Landeschef Gordon Schnieder wurde zum Spitzenkandidaten gewählt.
Mit nur einer Gegenstimme und 99,5 % Ja-Stimmen wird Gordon Schnieder zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im März gewählt. Ein klares Signal in einer Partei, die die Chance sieht, nach 35 Jahren Opposition wieder in die Staatskanzlei einzuziehen. Das Land müsse raus aus dem Stillstand, sagt der Spitzenkandidat.

Gordon Schnieder (CDU), Spitzenkandidat Landtagswahl RLP
„Deshalb ist mein Anspruch, dass RLP kein Land sein darf, das sich nur noch verwaltet. Es muss ein Land sein, das funktioniert. Es gilt jetzt dafür zu sorgen,weil die Menschen vertrauen suchen und weil die Menschen Vertrauen brauchen. Und weil sie spüren sollen, da ist ein politische Kraft, die nicht nur redet, die nicht nur Bilder macht, sondern die endlich anpackt und diese Kraft sind wir Christdemokraten, liebe Freundinnen und Freunde.“

Die wirtschaftliche Entwicklung, Bildung und Sicherheit sind für Gordon Schnieder die zentralen Themen für den Wahlkampf. Dabei hofft er auf Rückenwind aus Berlin. Mit dem Auftreten der Bundesregierung ist er nicht immer zufrieden.

Gordon Schnieder (CDU), Spitzenkandidat Landtagswahl RLP
„Dass man gerne in verschlossenen Zimmern ringt und auch politisch streitet, aber ist eine Entscheidung da, da will ich nicht, dass die nach zwei Stunden schon wieder kritisiert wird. Sondern dass man dann mit der Entscheidung rausgeht, dass die Fraktionen geschlossen stehen und dass wir dann sauber durchregieren können.“

Ein Wunsch, den Gordon Schnieder direkt weitergegeben haben dürfte – an Bundeskanzler Friedrich Merz, der ebenfalls auf dem Parteitag spricht. Merz schwört die Partei auf die großen Themen ein und er macht klar, dass es eine Zusammenarbeit mit der AfD niemals geben dürfe.

Friedrich Merz (CDU), Bundeskanzler
„Ich habe nicht vor, das Erbe von Konrad Adenauer und Helmut Kohl in Deutschland zu verspielen. Ich werde alles tun um zu verhindern, dass diese Leute eine Mehrheit in Deutschland bekommen mit „Raus aus der NATO – Raus aus der Europäischen Union“. Nein, das ist nicht unsere Politik und das wird nicht unsere Politik, so etwas zu tun.“

Trotz aller Zustimmung zu seiner Politik: Einmal schätzt Friedrich Merz die rheinland-pfälzische Seele falsch ein – als er über einen EU-Gipfel im kommenden Februar spricht:

Friedrich Merz (CDU), Bundeskanzler
„In Deutschland ist das Weiberfastnacht, aber mit fehlt da ehrlich gesagt nichts, wenn ich an dem Tag in Brüssel sein muss. Mir fehlt da nicht so viel. Also ein bisschen.“

Da bekommt er noch mal die Kurve. Ob der Schwung von Morbach reicht, um die Staatskanzlei zu erobern, zeigt sich am 22. März.