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Museum Wiebaden zeigt große Schenkung

Okt. 16, 2025

Das Museum Wiesbaden feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag. Als Geschenk gab es von einem Privat-Sammler eine bedeutende Kunst-Sammlung. Kunst der Moderne, die perfekt in das Hessische Landesmuseum passt – denn es ist eines der führenden Museen für Expressionismus in der Welt. Warum das so ist, wird zurzeit in einer großen Sonderausstellung deutlich.
Ausdrucksstark, eindrucksvoll, herausragend. Kunst der klassischen Moderne. Vom Ende des Impressionismus bis zur neuen Sachlichkeit. Das Museum Wiesbaden zeigt, was es alles hat. Und das ist hochkarätig. Alles gehört dem Museum, fast  alles sind Geschenke. Jetzt ist noch eine Sammlung eines Wiesbadeners dazugekommen.

Andreas Henning, Direktor Museum Wiesbaden
„Eine Sammlung von 100 Werken, Gemälden und Skulpturen aus dem deutschen Expressionismus. Und 50 von denen zeigen wir jetzt in dieser Ausstellung, verknüpft mit Werken aus anderen Schenkungen, die schon ans Haus kamen.“

Wie Kunst ins Museum kommt, heißt die Ausstellung. In Wiesbaden gibt es keinen ausgewiesenen Etat für Neuerwerbe. Dass jetzt zum Beispiel Gemälde von Lyonel Feininger, oder Paula Modersohn-Becker hier hängen, ist dem Privatsammler zu verdanken, der lieber anonym bleiben möchte.

Roman Zieglsgänsberger, Kurator der Ausstellung
„Wenn Auktionskataloge gekommen sind, hat jeder für sich, ohne sich vorher abzusprechen, hineingesehen, das heißt, der Sammler hat geschaut, was ihn anspricht und ich habe aus dem Blick des Museums den Katalog angesehen, und aus der Schnittmenge von diesen beiden Perspektiven hat der Sammler dann versucht,  Werke zu erwerben. Großer Glücksfall natürlich, das ist der Grund, warum die Werke, perfekt in unser Sammlungsprofil passen.“

Ob Beckmann, Pechstein, Kandinsky oder Jawlensky. Das Museum Wiesbaden ist das Expressionismus-Museum Deutschlands. Die hessische Sammlerin Hanna Bekker vom Rath hat dafür den Grundstein gelegt.

Roman Zieglsgänsberger, Kurator der Ausstellung
„Dann hat sie während des Nationalsozialismus als entartet gebrandmarkte Künstler bei sich in Hofheim aufgenommen, damit sie weiterarbeiten konnten, wo sie gelebt hat in Hofheim. Also eine ganz entscheidende Figur. Wir hatten das große Glück, 1987 die Sammlung von Hanna Bekker vom Rath, ihre Privatsammlung, hier ans Haus zu bekommen.“

Die Ausstellung zeigt Kunst aus 45 Schenkungen. Im Mittelpunkt stehen die neuen Gemälde und Skulpturen. Alles zu sehen bis zum 26. April im Hessischen Landesmuseum Wiesbaden.