CDU-Abgeordneter Reddig zu Rentenpaket: „Wir brauchen dringend Nachbesserungen.“
Pascal Reddig, der Vorsitzender der „Jungen Gruppe“ der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag, hat die Diskussion um das Rentenpaket angeheizt.
Markus Appelmann, Moderator:
Guten Tag!
Pascal Reddig (CDU), Bundestagsabgeordneter:
Hallo, Herr Appelmann.
Appelmann:
Sie sagen, der Gesetzentwurf sei in seiner jetzigen Form nicht zustimmungsfähig. Erklären Sie mal, warum nicht aus Ihrer Sicht.
Reddig:
Wir haben im Koalitionsvertrag klar vereinbart, dass wir das Rentenniveau bis zum Jahr 2031 stabilisieren. Dazu stehen wir auch, und das ist auch gut, um Sicherheit für die Menschen herzustellen, die jetzt bald in Rente gehen. Klar ist aber auch, dass wir nur das jetzt machen können, was auch im Koalitionsvertrag vereinbart ist. Und der Gesetzesentwurf geht deutlich darüber hinaus. Der sieht insgesamt weitere Kosten in Höhe von insgesamt 115 Milliarden € allein für die Jahre 2032 bis 2040 vor. Das ist etwas, was wir aus Sicht der jungen Generation so nicht mitmachen können.
Appelmann:
Also Sie sagen, um es noch einmal klar zu machen: Wir müssen uns damit anfreunden, dass das Rentenniveau sinken muss und wir am Ende alle länger arbeiten müssen, oder?
Reddig:
Wir sagen gar nicht, dass das Rentenniveau sinken muss. Ich glaube, es muss ein Gesamtkonzept werden, das insgesamt das Rentensystem auf neue Füße stellt. Es wird so wie es aktuell ausgestaltet ist, wahrscheinlich über die nächsten zehn, 20 Jahre nicht mehr funktionieren. Wir werden immer älter. Früher war es mal so, dass sechs Beitragszahler ein Rentner finanziert haben. Aktuell sind wir schon bei zwei. Wir werden irgendwann dann nur noch ein Beitragszahler sein. Und da ist völlig klar, dass sich auch das System, den demografischen Wandel anpassen wird. Und dazu gehört natürlich, dass wir perspektivisch auch insgesamt länger arbeiten müssen. Das heißt aber nicht automatisch eine Erhöhung des Renteneintrittsalters, sondern es heißt vor allem, dass wir bis zum Renteneintrittsalter auch wieder mehr arbeiten müssen. Mehr als die Hälfte geht aktuell in Frühverrentung über die verschiedenen Systeme und auch darüber werden wir im Rentenkommission sprechen müssen.
Appelmann:
Sie sind also unzufrieden und fordern als „Junge Gruppe“ der Unionsfraktion Änderungen im Rentenpaket. So in dieser Form stimmen Sie nicht zu.
Reddig:
Für uns ist klar: Das Rentenpaket insgesamt hat ein Gesamtvolumen von 200 Milliarden €. Davon haben wir – überschlagen – etwas mehr als 80 Milliarden im Koalitionsvertrag vereinbart. Das ist insbesondere Sicherung der Haltelinie bis zum Jahr 2031 und die Mütterrente. Daran halten wir uns auch, weil es die Vereinbarung mit der SPD ist. Aber alles, was darüber hinausgeht, kann man aus Sicht der jungen Generation nicht mitmachen. Deswegen brauchen wir jetzt noch dringend Nachbesserungen am Gesetzesentwurf, um da die Kosten deutlich zu reduzieren. Jede Milliarde, die wir jetzt zusätzlich in einem Gesetzesentwurf mit veranschlagen und ausgeben, wird dazu führen, dass die Handlungsspielräume auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten immer kleiner werden. Dass wir immer weniger haben, um zu investieren. Deswegen brauchen wir noch dringend Änderungen.
Appelmann:
Junge Unionsabgeordnete lehnen das Rentenpaket als zu teuer ab. Danke an Pascal Reddig in Berlin.
Reddig:
Gerne. Vielen Dank.
Markus Appelmann, Moderator:
Guten Tag!
Pascal Reddig (CDU), Bundestagsabgeordneter:
Hallo, Herr Appelmann.
Appelmann:
Sie sagen, der Gesetzentwurf sei in seiner jetzigen Form nicht zustimmungsfähig. Erklären Sie mal, warum nicht aus Ihrer Sicht.
Reddig:
Wir haben im Koalitionsvertrag klar vereinbart, dass wir das Rentenniveau bis zum Jahr 2031 stabilisieren. Dazu stehen wir auch, und das ist auch gut, um Sicherheit für die Menschen herzustellen, die jetzt bald in Rente gehen. Klar ist aber auch, dass wir nur das jetzt machen können, was auch im Koalitionsvertrag vereinbart ist. Und der Gesetzesentwurf geht deutlich darüber hinaus. Der sieht insgesamt weitere Kosten in Höhe von insgesamt 115 Milliarden € allein für die Jahre 2032 bis 2040 vor. Das ist etwas, was wir aus Sicht der jungen Generation so nicht mitmachen können.
Appelmann:
Also Sie sagen, um es noch einmal klar zu machen: Wir müssen uns damit anfreunden, dass das Rentenniveau sinken muss und wir am Ende alle länger arbeiten müssen, oder?
Reddig:
Wir sagen gar nicht, dass das Rentenniveau sinken muss. Ich glaube, es muss ein Gesamtkonzept werden, das insgesamt das Rentensystem auf neue Füße stellt. Es wird so wie es aktuell ausgestaltet ist, wahrscheinlich über die nächsten zehn, 20 Jahre nicht mehr funktionieren. Wir werden immer älter. Früher war es mal so, dass sechs Beitragszahler ein Rentner finanziert haben. Aktuell sind wir schon bei zwei. Wir werden irgendwann dann nur noch ein Beitragszahler sein. Und da ist völlig klar, dass sich auch das System, den demografischen Wandel anpassen wird. Und dazu gehört natürlich, dass wir perspektivisch auch insgesamt länger arbeiten müssen. Das heißt aber nicht automatisch eine Erhöhung des Renteneintrittsalters, sondern es heißt vor allem, dass wir bis zum Renteneintrittsalter auch wieder mehr arbeiten müssen. Mehr als die Hälfte geht aktuell in Frühverrentung über die verschiedenen Systeme und auch darüber werden wir im Rentenkommission sprechen müssen.
Appelmann:
Sie sind also unzufrieden und fordern als „Junge Gruppe“ der Unionsfraktion Änderungen im Rentenpaket. So in dieser Form stimmen Sie nicht zu.
Reddig:
Für uns ist klar: Das Rentenpaket insgesamt hat ein Gesamtvolumen von 200 Milliarden €. Davon haben wir – überschlagen – etwas mehr als 80 Milliarden im Koalitionsvertrag vereinbart. Das ist insbesondere Sicherung der Haltelinie bis zum Jahr 2031 und die Mütterrente. Daran halten wir uns auch, weil es die Vereinbarung mit der SPD ist. Aber alles, was darüber hinausgeht, kann man aus Sicht der jungen Generation nicht mitmachen. Deswegen brauchen wir jetzt noch dringend Nachbesserungen am Gesetzesentwurf, um da die Kosten deutlich zu reduzieren. Jede Milliarde, die wir jetzt zusätzlich in einem Gesetzesentwurf mit veranschlagen und ausgeben, wird dazu führen, dass die Handlungsspielräume auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten immer kleiner werden. Dass wir immer weniger haben, um zu investieren. Deswegen brauchen wir noch dringend Änderungen.
Appelmann:
Junge Unionsabgeordnete lehnen das Rentenpaket als zu teuer ab. Danke an Pascal Reddig in Berlin.
Reddig:
Gerne. Vielen Dank.









