Bundespräsident verlegt Amtssitz für drei Tage nach Andernach
Den Bundespräsidenten einfach beim Stadtbummel treffen, das war heute in Andernach möglich. Neben großem Presserummel, hieß es immer wieder Stopp, Hallo sagen und mit Bürgern in Kontakt kommen.
„Man kommt ja heutzutage an Politiker nicht mehr so nah dran aber er ist unwahrscheinlich umgänglich, ganz toll wie der sich hier gibt, prima, also besseren Präsident kann ich mich im Moment nicht erinnern.“
„Wir haben uns gefreut, dass wir ihn gesehen haben, extra dafür hier hergekommen.“ „Ich hab meinen Spaziergang umgeleitet, bin extra hier hin gegangen um Guten Tag zu sagen.“
„Guten Tag, hallo!“
„Er hat mir die Hand gegeben, sehr freundlich.“
„Wussten sie dass er kommt?“ – „Ja.“ – „Wie haben Sie sich vorbereitet?“ – „Gar nicht.“
Eine Ausnahme, denn sonst ist alles straff durchgeplant für den hohen Besuch. Der sich beim nächsten Halt standesgemäß ins Goldene Buch der Stadt einträgt. Andernachs Oberbürgermeister freut sich ebenfalls.
Christian Greiner (FWG), Oberbürgermeister Andernach
„Meine Aufregung hat sich jetzt etwas gelegt, das Wetter ist toll, die Bürger sind toll und deswegen bin ich jetzt etwas entspannter.“
Entspannter Plausch von Kommunalpolitikern, der kleinsten politischen Ebene, mit der Nummer 1 im Staat über die Herausforderungen von Gemeinden und Städten.
Der kurze Umzug nach Andernach ist die 17. Station von Steinmeiers Gesprächsreihe namens „Ortszeit Deutschland“, die ihn ganz bewusst in Regionen abseits des täglichen Medieninteresses führt.
Christian Greiner (FWG), Oberbürgermeister Andernach
„Und die Themen, die wir hatten, waren eigentlich, dass wir uns einig sind hier in der Kommunalpolitik. Aber dass uns hier und da der ein oder andere Euro fehlt um das, was wir eigentlich beschlossen haben umzusetzen. Also ein Beispiel wäre wir diskutieren gerade in den städtischen Haushalt, und dann müssen wir abwägen, Klimaschutz gegen Konzerte oder Kultur und diese Diskussionen, diese Abwägung, die wollen wir eigentlich nicht mehr führen.“
Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident
„Ich plädiere immer dafür, dass wir es auch nicht nur bei der hauptamtlichen Kommunalpolitik, bei den ehrenamtlich tätigen Gemeinde- und Stadtratsmitgliedern abladen, sondern, dass dazu mehr gehört. Demokratie bedeutet, dass auch die Bürgerinnen und Bürger sich einbringen und auch bereit sind, nicht jeder in demselben Maße, Verantwortung für andere zu übernehmen.“
Der Bundespräsident hat nun ganz offiziell seine Amtsgeschäfte in der Geysirstadt aufgenommen und bleibt noch bis Donnerstag.
Neben einer Frauenfußballmannschaft, der Bundeswehr und lokalen Unternehmen trifft er sich morgen mit Bürgern zu Kaffee und Kuchen. Thema: der Zusammenhalt in der Gesellschaft.









