Jugendliche produzieren Medien in Feriencamp
Selina Spitzer, 14 Jahre
„Im Musikvideo geht es darum, dass sich zwei Freundinnen zerstritten haben, aber vorher noch alles gut war. Dann haben wir ein paar Szenen von der Vergangenheit, Zukunft und der Gegenwart geschnitten. Und dass die sich danach zusammen nochmal vertragen. In dem Song geht es darum, dass wir eine bessere Welt wollen und zusammen auch dafür kämpfen sollten.“
Wie kann eine bessere Welt aussehen? Rund um diese Frage haben die Jugendlichen nicht nur dieses Musikvideo, sondern auch Podcasts, Songs und Beiträge für Social Media produziert.
Fünf Tage, vier Departments. Ob im visuellen Bereich, bei der Audioproduktion oder doch lieber bei Social Media und Marketing – das konnte sich jeder Teilnehmer selbst aussuchen.
Lars Schön, 16 Jahre
„Jeder hatte so seine eigenen Aufgaben, wir konnten ziemlich frei arbeiten und es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht. Weil wir hatten so richtig das Gefühl, von einer richtigen Berufswelt. Und konnten so richtig in eine Berufswelt uns reinfühlen.“
Vormittags Theorie in Workshops, Nachmittags die Projekte. Wissen zu Urheberrecht, Storytellung, KI und Verantwortung im digitalen Raum konnten die Jugendlichen direkt an ihren Produkten anwenden.
Helin Tumay, Institut für Medienpädagogik und Kommunikation
„Man versteht die Medien erst, wenn man hinter die Kulissen blickt und sieht, wie funktioniert das. Wie kann man auch selbst Fake News erstellen. Man muss also erst mal ein Teil der Medien sein, um selbst reflektieren zu können, was passiert da. Und was passiert mit mir, wenn ich in den Medien auch bin.“
Unterstützt wird das Mediencamp vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales und der Medienanstalt Hessen. Mit dem Ziel: Medienkompetenz fördern.
Nadine Tepe, Medienanstalt Hessen
„Wenn wir uns quasi online bewegen, aber auch wenn wir Bewegtbild konsumieren, wenn wir quasi Social Media nutzen. Wir müssen uns vor Gefahren schützen, aber wir müssen auch die Chancen kennen. Und hier wird ganz viel vereint. Profis kommen zusammen mit Medienpädagogen. Verschiedene Themen werden behandelt, künstliche Intelligenz wird eingesetzt. Und das ist toll, dass das die Jugendlichen in Gemeinschaft erfahren.“
Für viele Schüler nicht nur ein abwechslungsreiches Ferienprogramm, sondern auch ein Stück berufliche Orientierung.
Lena Kleiners, 17 Jahre
„Ich interessiere mich selber auch für die Medien und kann mir vorstellen, später da einen Beruf zu machen. Entweder im Journalismus oder im Marketing. Und deshalb dachte ich, ist eine gute Chance, um da mal reinzuschnuppern und zu gucken, ob das wirklich was für mich ist.“
Der Plan ist aufgegangen. Bei der Abschlusspräsentation haben die Jugendlichen schon ihre ersten Fans: Ihre Eltern. Beste Voraussetzung für eine Karriere bei den Medien.









