Linke wählen Ruppert zur Spitzenkandidatin für rheinland-pfälzische Landtagswahl
Rebecca Ruppert jubelt. Rund 96 Prozent der Delegierten wählen sie beim Parteitag in Nassau zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl. Zuvor erklärt die IT-Beraterin, sie kandidiere für den Landtag, weil die Politik endlich wieder etwas mit dem Alltag der Bürger zu tun haben müsse.
Rebecca Ruppert, Spitzenkandidatin Landtagswahl RLP 2026
„Mit dem Bus, der nicht kommt, mit der Kita, die wieder im Notbetrieb läuft und mit der Wohnung, die wir uns nicht leisten können und mit der Frage, wie wir eigentlich leben wollen. Lasst uns unser System so gestalten, dass unsre Arbeit nicht dem Profit einiger weniger, sondern dem Gemeinwohl von uns allen und einer intakten Umwelt dient.“
Um den Systemwechsel zu schaffen, will die Linke Krankenhäuser, Energieversorger und Immobilienkonzerne verstaatlichen. Wer sehr gut verdient oder ein großes Vermögen hat, soll höhere Steuern zahlen. Die Linke fordert eine 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich und einen Mindestlohn von 15 Euro. Die Warnung, dass dann die deutsche Wirtschaft nicht mehr wettbewerbsfähig sei, hält Ruppert für übertrieben. Es sei wichtig, dass alle Arbeit-nehmer eine ausreichende Altersversorgung aufbauen könnten.
Rebecca Ruppert, Spitzenkandidatin Landtagswahl RLP 2026
„Wir sagen, das Mindeste muss es sein, wenn man Vollzeit sein Leben lang arbeitet, dass man eine armutssichere Rente hat.“
Die Linke will die Grenzen für alle Asylbewerber und Flüchtlinge öffnen. Sie will Waffenexporte und die militärische Unterstützung der Ukraine beenden. Die Angriffe von Russland ließen sich durch politischen Druck und Verhandlungen stoppen. Bei der letzten Umfrage in Rheinland-Pfalz lag die Linke bei 5 Prozent. Das würde reichen, um zum ersten Mal den Sprung in den Landtag zu schaffen. Wegen ihrer extremen politischen Positionen dürfte es der Linken aber schwerfallen, einen Koalitionspartner zu finden.









