Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Bundesweiter Warntag

Sep. 11, 2025

Heute Vormittag haben im Büro, zu Hause, in der Innenstadt – überall – Sirenen geheult und Handys Alarm geschlagen, denn es ist bundesweiter Warntag. Heißt, die Sicherheitssysteme werden heute auf Herz und Nieren geprüft, damit im Katastrophenfall auch alles klappt. Und so lief der Tag in Rheinland-Pfalz ab.
Lautes Geheule bei der Feuerwehr in Monsheim. Test bestanden, die Sirenen funktionieren. Auch die Warnung über das Smartphone kommt an. Die Bevölkerung soll heute für Katastrophen wie Großbrände oder Bombendrohungen sensibilisiert werden.

Daniel Stich (SPD), Staatssekretär Innenministerium RLP
„Das eine ist, dass wir unserer Verpflichtung nachkommen, dass wir ein Sirenennetz haben. Aber es ist auch eine Verpflichtung für jeden einzelnen Bürger, jede einzelne Bürgerin, seinen Beitrag, ihren Beitrag zu leisten. Und auch an diejenigen zu denken, die auch im Alltag schwieriger erreichbar sind, weil sie alt sind. Weil sie gebrechlich sind. Und das zeichnet eine starke, eine resiliente Gesellschaft aus.“

Gesteuert wird das Ganze über das Warnsystem des Bundes. Das gibt das Signal an die Leitstellen der Länder und Landkreise weiter. Und die wiederum lösen den Alarm aus. Der kommt dann im Idealfall überall an. Im rheinland-pfälzischen Parlament zum Beispiel. Oder mitten in der Innenstadt. Die Mainzer finden so einen Testtag gut.

„Ich habe mitbekommen, dass Warntag ist. Ich hab die App auch schon beantwortet. Und ich finde es gut,“
„Zum Warntag stehe ich so, dass ich es gut finde, dass so etwas überhaupt gemacht wird. Dass geprüft wird, dass die Sicherheitsmaßnahmen auch gewährleistet werden.“
„Ich glaube schon, dass die heutige Zeit es erforderlich macht, auch wieder so Warntage einzuführen. Dass die Bevölkerung wieder dazu sensibilisiert wird.“

Dabei setzen die Behörden auf einen Mix aus verschiedenen Warnmitteln: Die Warnung über die rund 3.600 Sirenen des Landes ist genauso wichtig wie die übers Radio oder Apps. Damit im Ernstfall möglichst alle erreicht werden.

Stephan Orlemann, stellv. Brand- und Katastrophenschutzinspektor Landkreis Alzey-Worms
„Es ist eine Technik, die ja auch durchaus mal ausfallen kann. Wir sind ja, wenn man über Cyberkriminalität auch redet, gefährdet. Wir sind aber auch durch ganz normale technische Ausfälle gefährdet.“

Um 11.45 Uhr ist die Übung vorbei. Dann sollte die Entwarnung kommen – eigentlich. In Monsheim ertönt aber noch einmal der Warnton.

Stephan Orlemann, stellv. Brand- und Katastrophenschutzinspektor Landkreis Alzey-Worms
„Das war ja eine Übung letztendlich. Ein Warntag. Und da darf auch mal was schief gehen. Und jetzt müssen wir natürlich in der Leitstelle auch analysieren, warum ist das schief gegangen.“

Schließlich klappt es aber doch. Die Entwarnung kommt.