Hilfe in der Wildtierstation
Fütterungszeit in der Wildtierstation Schäfer. Tanja Schäfer und ihr Team aus ehrenamtlichen Helfern kümmern sich momentan um rund 150 Tiere, darunter Siebenschläfer, Mauswiesel und besonders viele Vögel. Die meisten Tiere wurden durch die zuletzt hohen Temperaturen besonders geschwächt. So wie dieser kleine Spatz, noch keine zwei Wochen alt.
Tanja Schäfer, Wildtierhilfe Schäfer e.V.
„Das Problem bei der Hitzewelle ist, dass es unter den Dächern unwahrscheinlich heiß wird, zwischen 60 und 70 Grad, hält kein Vogel aus, dann gehen die vor ans Nest und fallen runter. Oder die andere Seite, durch die Hitze, die Eltern finden nicht genug Insekten oder Wasser und lassen dadurch auch oftmals ihre Würfe im Stich.“
Wer ein entkräftetes oder verletztes Tier findet, sollte sich zu aller erst konkret über die jeweilige Art informieren. Denn die Erste-Hilfe-Maßnahmen können stark variieren. So kann ein gut gemeintes erstes Füttern für die Tiere schnell tödlich enden.
Tanja Schäfer, Wildtierhilfe Schäfer e.V.
„Der eine ist ein Insektenfresser, der andere ist ein Körnerfresser. Deswegen sagen wir immer, wenn ein Vogel gefunden wird: Niemals Wasser geben oder was zu fressen, weil der Laie oftmals keinen Unterschied sieht, was darf er oder was darf er nicht.“
Stattdessen: Ein Foto von dem Tier machen und zu Abklärung an eine Wildtierstation schicken. Oft könne dann schon am Telefon weitergeholfen werden. Und so glüht momentan nicht nur die Sonne, sondern auch die Telefonleitung der Station. Zur Hitzezeit sind 200 Anrufe pro Tag keine Seltenheit. In den 17 Jahren, die Tanja schon in der Wildtierpflege tätig ist, haben sich die Bedingungen in der Natur stark verändert. Es gibt weniger Nahrung und Wasser für die Wildtiere. Doch jeder kann den Tieren helfen.
Tanja Schäfer, Wildtierhilfe Schäfer e.V.
„Ich sag immer eine Schale kann tausende von Leben retten, wenn wir die Insekten alles mit einbeziehen. In die Schale am besten immer einen Stein oder einen Stock gelegt, dass auch die kleinsten nicht drin ertrinken. Einmal am Tag das Wasser wechseln, säubern, perfekt.“
So gibt es für die Wildtierstationen etwas Entlastung in den Hitzeperioden. So wie bei Tanja Schäfer und ihren Mitarbeitern.









