Seltener Beruf: Küfer
Küfer, Böttcher, Schäffler oder Fassbinder – es gibt viele Bezeichnungen, sie alle meinen denselben Beruf des „Fassbauers“. Ein Handwerk, das heute selten geworden ist. Im Weinbau hat der Edelstahltank dem Holzfass längst den Rang abgelaufen. Bundesweit bestehen nur noch ein gutes Dutzend aktiver Küferbetriebe, drei davon bei uns in Rheinland-Pfalz. Wir haben einen dieser Betriebe besucht, in der Südwestpfalz unweit der französischen Grenze. Teil zwei unserer Sommerserie „Seltene Berufe“.
Michael Fleischmann, Küfer in Hinterweidenthal
Es kommt auf das Holz drauf an, dass wir ‘ne sehr gute Qualität an Holz haben… Dann natürlich auf das Geschick des Küfers… Und das Zusammenspiel zwischen Handwerk und Material… Mein Name ist Michael Fleischmann, ich bin Holzküfer von Beruf.
Hier fliegen die Späne. Michael Fleischmann bearbeitet das, was bald ein Lagerfass sein wird, für 5000 Liter Wein. Mit diesem Apparat fräst er die sogenannte Gagel, also die Nut – damit es dem Fass später nicht den Boden ausschlägt.
Michael Fleischmann, Küfer in Hinterweidenthal
Man macht sich schon viele Gedanken, damit da keine Fehler passieren… Ein Fehler und – ein undichtes Fass kann ich nicht ausliefern. Deswegen muss es schon von vornherein genau passen.
Was nicht passt, wird passend gemacht. Hier von Kollege Marcus Vetter. Diesen Metallreifen kommt eine tragende Rolle zu. Denn sie halten – je nach Fassgröße – bis zu 100 einzelne Dauben, also Bretter, zusammen. Erst, wenn alles sitzt, kann der Umfang des Bodens ausgemessen werden. Für die Qualität des Fasses und am Ende des Weingeschmacks ist das Holz entscheidend. Hier wird auf Pfälzer Eiche gesetzt, luftig gelagert für vier bis fünf Jahre. Zum Trocknen und wegen der Gerbstoffe.
Michael Fleischmann, Küfer in Hinterweidenthal
Gerbstoffe sind Bitterstoffe in dem Eichenholz, das, wenn wir das jetzt zu früh verarbeiten würden, negativ im Geschmack vom Wein auffallen würde. Deshalb lassen wir das Holz sehr lange draußen lagern, damit die Gerbstoffe sich reduzieren, damit sie ausgewaschen werden.
Küfer – ein altes Handwerk, das sich heute noch alter Werkzeuge bedient. Zum Beispiel kommt dieser traditionelle Backenhobel zum Einsatz. Schon Michael Fleischmanns Großvater erlernt den Küferberuf. Nach Jahren im elterlichen Holzbetrieb dann die eigene Zwei-Mann-Küferei. Eine Entscheidung, die er nicht bereut. Auch wenn sich viele Winzer, gerade Fassweinproduzenten, mit Investitionen derzeit zurückhalten.
Michael Fleischmann, Küfer in Hinterweidenthal
Da sind die Preise momentan sehr schlecht. Und so Gemischtbetriebe, die Fasswein und Flaschenwein machen… Ja, das Geld, was dem Fasswein fehlt, wird dann halt auch nicht für Holzfässer ausgegeben. Merken wir schon. […] Aber, ja, da wir ein kleiner Betrieb sind, hoffen wir, dass es auch bald wieder besser wird und… ja, machen das Beste daraus.
Teamwork ist hier zusammen mit Muskelkraft und Konzentration also immer wieder gefragt, etwa beim Aussägen des Fassbodens. Je geübter, desto präziser das Ergebnis.
Michael Fleischmann, Küfer in Hinterweidenthal
Wenn man halt mal irgendwas zu klein gesägt hat oder versägt hat, dann muss man’s halt neu herstellen und deshalb macht dann die Erfahrung… ja, letzten Endes den Meister.
Meister ihres Fachs, das sind sie beide. Während der Boden von Marcus den letzten Schliff bekommt, bearbeitet Michael schon die Dauben für ein neues, deutlich kleineres Barrique-Fass. Die Flamme des Küferhandwerks – hier in Hinterweidenthal scheint sie noch lange nicht erloschen.
Michael Fleischmann, Küfer in Hinterweidenthal
Es kommt auf das Holz drauf an, dass wir ‘ne sehr gute Qualität an Holz haben… Dann natürlich auf das Geschick des Küfers… Und das Zusammenspiel zwischen Handwerk und Material… Mein Name ist Michael Fleischmann, ich bin Holzküfer von Beruf.
Hier fliegen die Späne. Michael Fleischmann bearbeitet das, was bald ein Lagerfass sein wird, für 5000 Liter Wein. Mit diesem Apparat fräst er die sogenannte Gagel, also die Nut – damit es dem Fass später nicht den Boden ausschlägt.
Michael Fleischmann, Küfer in Hinterweidenthal
Man macht sich schon viele Gedanken, damit da keine Fehler passieren… Ein Fehler und – ein undichtes Fass kann ich nicht ausliefern. Deswegen muss es schon von vornherein genau passen.
Was nicht passt, wird passend gemacht. Hier von Kollege Marcus Vetter. Diesen Metallreifen kommt eine tragende Rolle zu. Denn sie halten – je nach Fassgröße – bis zu 100 einzelne Dauben, also Bretter, zusammen. Erst, wenn alles sitzt, kann der Umfang des Bodens ausgemessen werden. Für die Qualität des Fasses und am Ende des Weingeschmacks ist das Holz entscheidend. Hier wird auf Pfälzer Eiche gesetzt, luftig gelagert für vier bis fünf Jahre. Zum Trocknen und wegen der Gerbstoffe.
Michael Fleischmann, Küfer in Hinterweidenthal
Gerbstoffe sind Bitterstoffe in dem Eichenholz, das, wenn wir das jetzt zu früh verarbeiten würden, negativ im Geschmack vom Wein auffallen würde. Deshalb lassen wir das Holz sehr lange draußen lagern, damit die Gerbstoffe sich reduzieren, damit sie ausgewaschen werden.
Küfer – ein altes Handwerk, das sich heute noch alter Werkzeuge bedient. Zum Beispiel kommt dieser traditionelle Backenhobel zum Einsatz. Schon Michael Fleischmanns Großvater erlernt den Küferberuf. Nach Jahren im elterlichen Holzbetrieb dann die eigene Zwei-Mann-Küferei. Eine Entscheidung, die er nicht bereut. Auch wenn sich viele Winzer, gerade Fassweinproduzenten, mit Investitionen derzeit zurückhalten.
Michael Fleischmann, Küfer in Hinterweidenthal
Da sind die Preise momentan sehr schlecht. Und so Gemischtbetriebe, die Fasswein und Flaschenwein machen… Ja, das Geld, was dem Fasswein fehlt, wird dann halt auch nicht für Holzfässer ausgegeben. Merken wir schon. […] Aber, ja, da wir ein kleiner Betrieb sind, hoffen wir, dass es auch bald wieder besser wird und… ja, machen das Beste daraus.
Teamwork ist hier zusammen mit Muskelkraft und Konzentration also immer wieder gefragt, etwa beim Aussägen des Fassbodens. Je geübter, desto präziser das Ergebnis.
Michael Fleischmann, Küfer in Hinterweidenthal
Wenn man halt mal irgendwas zu klein gesägt hat oder versägt hat, dann muss man’s halt neu herstellen und deshalb macht dann die Erfahrung… ja, letzten Endes den Meister.
Meister ihres Fachs, das sind sie beide. Während der Boden von Marcus den letzten Schliff bekommt, bearbeitet Michael schon die Dauben für ein neues, deutlich kleineres Barrique-Fass. Die Flamme des Küferhandwerks – hier in Hinterweidenthal scheint sie noch lange nicht erloschen.









