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Überraschend hoher Gewinn bei der Commerzbank

Aug. 6, 2025

Gute Nachrichten aus Frankfurt: Die Commerzbank hat in den vergangenen Monaten deutlich mehr Geld verdient als erwartet. Damit steigen die Chancen des Vorstandes, eine Übernahme der Commerzbank durch den italienischen Finanzkonzern Unicredit zu verhindern.
Die Commerzbank sorgt heute im Frankfurter Finanzviertel für einen Paukenschlag. Im zweiten Quartal hat sie einen Nettogewinn von 462 Millionen Euro erzielt. Das sind rund 100 Millionen Euro mehr, als die Aktienanalysten erwartet hatten. Die Bank schraubt deshalb die Jahresprognose nach oben und kündigt eine höhere Dividende an. Sie profitiert unter anderem davon, dass der Abbau von rund 3000 Stellen in Deutschland planmäßig vorangeht. Sie konnte die Risikovorsorge aus der Corona-Zeit auflösen. Außerdem konnte ihre polnische Tochter M-Bank viele Rechtsstreitigkeiten mit einem Vergleich beenden. Über diese positive Entwicklung freuen sich vor allem die Aktionäre: Der Kurs der Commerzbank-Aktien hat sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt. Noch mehr freuen dürfte sich aber die Vorstandsvorsitzende Bettina Orlopp freuen. Denn Vorstand und Betriebsrat wehren sich mit aller Kraft gegen den Versuch des italienischen Finanzkonzerns Unicredit, die Commerzbank zu übernehmen. Dabei werden sie von der Bundesregierung und der hessischen Landesregierung unterstützt. Unicredit ist schon der größter Einzelaktionär der Bank. Aber je höher der Aktienkurs steigt, desto schwerer wird eine Übernahme. Irgendwann, hofft Bettina Orlopp, könnte die Commerzbank dem italienischen Finanzkonzern zu teuer werden.