Zeller Brücke ist gesprengt
Die B45 ist die Hauptverkehrsader durch den Odenwald. Eine Verkehrsader, die seit Ende April unterbrochen ist. Denn sie führte über die Zeller Brücke, die wegen schwerer Risse nicht mehr befahrbar war – bis heute Vormittag. Gegen elf Uhr ertönte der Signalton zur Sprengung des maroden Bauwerks.
Es dauert nur wenige Sekunden, dann liegt die fast 65 Jahre alte und 3000 Tonnen schwere Zeller Brücke am Boden. Minutenlang verhüllt von einer dicken Staubwolke. Erst danach zeigt sich: Alles nach Plan verlaufen. Zuvor haben Sprengmeister Eduard Reisch und sein Team die vier Brückenpfeiler mit Bohrlöchern und Sprengstoff vorbereitet.
Eduard Reisch, Sprengmeister
„In jedes Bohrloch kamen 500 Gramm, in Summe sind das 43,5 Kilo. Und das waren 80 Bohrlöcher. Das genügt, um diese Pfeiler zu zerstören. […] Und wir hatten natürlich auch noch mal entsprechende Vorschwächungen reingemacht, um sogenannte Sollbruchstellen herbeizuführen. Um auch noch mal hinsichtlich der Schutzziele entsprechende Geometrie in der Endlage der Brücke zu erreichen.“
Mit Schutzziele meint er den Fluss Mümling, unterirdische Stromkabel und Bahngleise. Eigens errichtete Erdwälle sorgen für den nötigen Puffer beim Einsturz der Brücke. Zuvor werden umliegende Straßen gesperrt, Häuser evakuiert. Und auch Vertreter von Presse, Politik und der zuständigen Verkehrsbehörde Hessen Mobil müssen 250 Meter Abstand halten. Hessen Mobil hat die 1961 errichtete Brücke schon länger im Blick und seit 15 Jahren immer wieder Instandsetzungsarbeiten vorgenommen.
Kathrin Brückner, Vizepräsidentin Hessen Mobil
„Aber trotzdem kann das Bauwerk an sich, es ist ein Spannbetonbauwerk, nicht verändert werden in seiner Konstruktion. Und der Stahl, der in dieser Konstruktion enthalten ist, der korrodierte. Und dann nennt man das Ganze Spannungsrisskorrosion, die da auftritt.“
Die Risse werden bei der jährlichen Sonderprüfung Ende April entdeckt, die Brücke sofort für den Verkehr gesperrt. Für die rund 15.000 Fahrzeuge täglich heißt das: Umleitung folgen. Die führt durch den benachbarten Ortsteil Zell, zwischen Bad König und Michelstadt. Die Sprengung heute schon nach drei Monaten, statt wie üblich nach drei Jahren: Aus Sicht von Hessens Verkehrsminister Kaweh Mansoori der Erfolg unbürokratischer, beschleunigter Verfahren. Auch beim Bau der neuen Brücke soll aufs Tempo gedrückt werden.
Kaweh Mansoori, Verkehrsminister Hessen
„Wir haben beispielsweise schon erste Erprobungsbohrungen hier vorgenommen, um den Untergrund zu erkunden. Planen und Bauen werden aus einer Hand umgesetzt, um auch da wieder Beschleunigungseffekte zu nutzen. Es wird hier auch auf ein Planfeststellungsverfahren verzichtet.“
Noch in diesem Jahr soll der Neubau ausgeschrieben werden, die Brücke dem Minister zufolge in „deutlich unter zehn Jahren“ stehen. Während Autofahrer also weiterhin Geduld brauchen, sollen Bahnfahrer zum Ende der hessischen Sommerferien Mitte August statt Ersatzbussen wieder die Odenwaldbahn nutzen können. Einen Monat später sollen die Aufräumarbeiten komplett abgeschlossen sein.
Es dauert nur wenige Sekunden, dann liegt die fast 65 Jahre alte und 3000 Tonnen schwere Zeller Brücke am Boden. Minutenlang verhüllt von einer dicken Staubwolke. Erst danach zeigt sich: Alles nach Plan verlaufen. Zuvor haben Sprengmeister Eduard Reisch und sein Team die vier Brückenpfeiler mit Bohrlöchern und Sprengstoff vorbereitet.
Eduard Reisch, Sprengmeister
„In jedes Bohrloch kamen 500 Gramm, in Summe sind das 43,5 Kilo. Und das waren 80 Bohrlöcher. Das genügt, um diese Pfeiler zu zerstören. […] Und wir hatten natürlich auch noch mal entsprechende Vorschwächungen reingemacht, um sogenannte Sollbruchstellen herbeizuführen. Um auch noch mal hinsichtlich der Schutzziele entsprechende Geometrie in der Endlage der Brücke zu erreichen.“
Mit Schutzziele meint er den Fluss Mümling, unterirdische Stromkabel und Bahngleise. Eigens errichtete Erdwälle sorgen für den nötigen Puffer beim Einsturz der Brücke. Zuvor werden umliegende Straßen gesperrt, Häuser evakuiert. Und auch Vertreter von Presse, Politik und der zuständigen Verkehrsbehörde Hessen Mobil müssen 250 Meter Abstand halten. Hessen Mobil hat die 1961 errichtete Brücke schon länger im Blick und seit 15 Jahren immer wieder Instandsetzungsarbeiten vorgenommen.
Kathrin Brückner, Vizepräsidentin Hessen Mobil
„Aber trotzdem kann das Bauwerk an sich, es ist ein Spannbetonbauwerk, nicht verändert werden in seiner Konstruktion. Und der Stahl, der in dieser Konstruktion enthalten ist, der korrodierte. Und dann nennt man das Ganze Spannungsrisskorrosion, die da auftritt.“
Die Risse werden bei der jährlichen Sonderprüfung Ende April entdeckt, die Brücke sofort für den Verkehr gesperrt. Für die rund 15.000 Fahrzeuge täglich heißt das: Umleitung folgen. Die führt durch den benachbarten Ortsteil Zell, zwischen Bad König und Michelstadt. Die Sprengung heute schon nach drei Monaten, statt wie üblich nach drei Jahren: Aus Sicht von Hessens Verkehrsminister Kaweh Mansoori der Erfolg unbürokratischer, beschleunigter Verfahren. Auch beim Bau der neuen Brücke soll aufs Tempo gedrückt werden.
Kaweh Mansoori, Verkehrsminister Hessen
„Wir haben beispielsweise schon erste Erprobungsbohrungen hier vorgenommen, um den Untergrund zu erkunden. Planen und Bauen werden aus einer Hand umgesetzt, um auch da wieder Beschleunigungseffekte zu nutzen. Es wird hier auch auf ein Planfeststellungsverfahren verzichtet.“
Noch in diesem Jahr soll der Neubau ausgeschrieben werden, die Brücke dem Minister zufolge in „deutlich unter zehn Jahren“ stehen. Während Autofahrer also weiterhin Geduld brauchen, sollen Bahnfahrer zum Ende der hessischen Sommerferien Mitte August statt Ersatzbussen wieder die Odenwaldbahn nutzen können. Einen Monat später sollen die Aufräumarbeiten komplett abgeschlossen sein.









